Der Fremde Blick



Der Fremde Blick

Unmarkierte Position markieren: Ă€lterer -ismus an Berliner Plakatwand Foto: Wolfram Steinberg/dpa Über einen Mangel an Ausgrenzungsmechanismen kann man in unserer Gesellschaft wirklich nicht klagen. Eher darf man die Frage stellen, ob noch mehr Begrifflichkeiten und Konzepte dabei weiterhelfen, handfesten Widerstand zu leisten. Eine relativ neuer -ismus in diesem Zusammenhang ist der Lookismus. In einem kleinen Band aus dem Unrast-Verlag nĂ€hern sich Aktivistinnen und Akademikerinnen diesem Begriff von verschiedenen Seiten. Im Prinzip geht es beim Lookismus (vom englischen to look abgeleitet) darum, die Wahrnehmung des Körpers als Arena fĂŒr gesellschaftliche KĂ€mpfe zu schĂ€rfen. Heutige Körpernormen werden in dem Band auf ...


Roger Federer Vor Wimbledon Im GesprÀch Mit Jörg Allmeroth

... jemals vergleichbare Momente auf dem Tennisplatz fĂŒr Sie? Federer: Es fĂ€llt schwer, da etwas zu finden. Sicher der erste Wimbledonsieg, der Sieg bei den French Open. Aber ich kann mich selbst nicht erinnern, dass so starke GefĂŒhle so lange nach einem Match geblieben sind. Dieser Sieg ist einfach wie kein anderer gewesen, er war einzigartig. tennisnet: Als im letzten Dezember einmal eine Ihrer Trainingseinheiten live ĂŒbertrugen wurde, da wurden Sie von einem Fan nach Ihrer EinschĂ€tzung fĂŒr ...

Roger Federer Vor Wimbledon Im GesprÀch Mit Jörg Allmeroth

die Maxime der LeistungsfĂ€higkeit in der bĂŒrgerlichen Gesellschaftsordnung zurĂŒckgefĂŒhrt und auf das neoliberale Mantra, jeder sei seines eigenen Körpers und GlĂŒckes Kommandant. Lookistische Diskriminierung bedeutet zum einen: Personen werden schlichtweg abgelehnt, weil sie aus dem Rahmen der Normschönheit – der unmarkierten Position – sichtbar herausfallen ( zu dick, zu kurz, zu spastisch ). Diese Sichtbarkeit bringt im zweiten Schritt einen Halo-Effekt mit sich: Den Personen werden aufgrund eines irgendwie unpassenden Äußeren bestimmte Eigenschaften zugeschrieben ( fett gleich faul ). Die BeitrĂ€ge befassen sich entsprechend mit den Feldern des Unpassenden , die aus anderen Diskriminierungsdiskursen grĂ¶ĂŸtenteils ...


Woman & L'Oréal Paris Machen Dich Zur Influencerin

... ziert ihr dann ein 1minĂŒtiges Video unter dem Motto Challenge Yourself – diese Clips werden dann als Auftakt eurer Influencer-Karriere auch auf _link_ und auf WOMAN Facebook der Community prĂ€sentiert! L’OrĂ©al Paris Makeup Artistin Nicole BozsĂł zeigt euch außerdem mit den neuesten Beauty-Produkten, wie ihr euch fĂŒr Videos oder euren Instagram-Channel perfekt stylt und in Szene setzt! Dazu hat L’OrĂ©al Paris noch eine ganz besonders spannende Video-Challenge fĂŒr euch . aber die wird (noch!) nicht verraten! Lerne bei L’OrĂ©al Paris Makeup Artistin Nicole BozsĂł, wie sich ...

Woman & L'Oréal Paris Machen Dich Zur Influencerin

bekannt sind: Klassenzuschreibungen, körperliche BeeintrĂ€chtigungen, KörpergrĂ¶ĂŸen und -umfang, und – ein grĂ¶ĂŸerer Schwerpunkt – queere SelbstreprĂ€sentation außerhalb der HeteronormativitĂ€t. Das Buch schließt mit einigen Bemerkungen zu Nutzen und Fallstricken von SelbstermĂ€chtigungsstrategien. Einige BeitrĂ€ge bieten einen einigermaßen frischen Blick auf Altbekanntes. Im Text zum Klassismus wird ausgefĂŒhrt, wie der Imperativ der Selbstaktivierung im Rahmen der Hartz-Reformen auf die Körper der TransferabhĂ€ngigen ausgeweitet wurde, mit der Botschaft: Diszipliniere dich und bedenke, dass du in einer Jogginghose dein Leben nicht unter Kontrolle hast. Oder wie am Fahrstuhl der Arbeitsagentur in Potsdam zu lesen ...


Das Neue Gesicht Von Gerry Weber Eva Herzigova Angelt Sich Neuen Werbedeal

... neue Kampagnengesicht vorgestellt. Keine Geringere als das tschechische Supermodel Eva Herzigova (44) hat sich den Deal geangelt. Die Wahl-Londonerin verkörpere das LebensgefĂŒhl selbstbewusster, erfolgreicher Frauen, heißt es von Seiten des Modeunternehmens mit Sitz in Halle. Wie wird die Kollektion aussehen? Eva Herzigova beim Fotoshooting fĂŒr Gerry Weber an der CĂŽte d'Azur Foto:Gerry Weber Die Bilder der Kampagne entstanden dabei vor der Kulisse der französischen CĂŽte d'Azur in der Bucht von Villefranche-sur-Mer. Die Kollektion umfasst unter anderem ein miteinande ...

Das Neue Gesicht Von Gerry Weber Eva Herzigova Angelt Sich Neuen Werbedeal

ist: Benutze öfter mal die Treppe, das hĂ€lt fit! , (im Gegensatz zu Rauchen, Fastfood, Schlendrian). Aufschlussreich ist der Beitrag ĂŒber Behinderungen, die von vielen spontan nach Sichtbarkeit klassifiziert werden, weniger nach den tatsĂ€chlichen EinschrĂ€nkungen, die sie fĂŒr die Betroffenen mit sich bringen. Womöglich gutgemeinte Bestrebungen, Behinderte durch körperliche Normalisierung zu integrieren, hĂ€lt die Autorin hĂ€lt fĂŒr problematisch, wenn nicht repressiv, als Beispiele nennt sie Model-Contests von und fĂŒr Menschen im Rollstuhl oder das DrĂ€ngen zur Nutzung von Prothesen, z. B. bei Menschen mit Contergan-SchĂ€digungen. Interessant wĂ€re womöglich ein RĂŒckgriff auf die Denkfigur des Freaks gewesen. Sichtba ...


Das Richtige Po-Training

... Po – welches MĂ€dchen wĂŒnscht sich DEN nicht? Gerade im Sommer kommt er in Bikinis oder Shorts besonders gut zur Geltung. Doch ein schöner Po kommt nicht von allein – die richtige ErnĂ€hrung und vor allem gezielte Übungen, sind hier der SchlĂŒssel zum GlĂŒck. Übrigens: Jede Po-Form erfordert ein anderes Training. Du solltest Dir also ĂŒberlegen, welche Po-Form Du gerne hĂ€ttest, und daran Dein Training anpassen. Welche Übungen fĂŒr welche Po-Form die richtigen sind, erfĂ€hrst Du in > diesem VIDEO: By the way: Po Training ...

Das Richtige Po-Training

re Behinderungen bewirken bei Nichtbetroffenen bisweilen das GefĂŒhl, nochmal davongekommen , also normal zu sein, zugleich aber das einer vermeintlichen Bedrohung durch das Unvorhergesehene, Unkontrollierbare. Dieses diffuse GefĂŒhl sorgt neben zwischenmenschlicher Befangenheit auch fĂŒr die Aktualisierung von Ausschlussmechanismen: Man entscheidet sich gegen lebenslang unterstĂŒtzungsbedĂŒrftige Kinder, hĂ€lt die SexualitĂ€t Behinderter fĂŒr unzulĂ€ssig oder redet ihrer ökonomischen EntmĂŒndigung das Wort. Eine andere Freak -Situation ergibt sich fĂŒr queere Personen mit einer ungewöhnlichen, multipolaren oder bricolageartigen Vorstellung von Geschlechtern. Wenn es fĂŒr queere Aktivisten um die Herstellung, Verweigerung ...


ManikĂŒre, Die Lange HĂ€lt

... NĂ€gel mit Shellac lackieren lassen. Da es sich auftragen lĂ€sst wie ein normaler Nagellack, ist die LĂ€nge und Form Ihrer FingernĂ€gel völlig egal. © RTL interactive Bevor der Shellac aufgetragen wird, bekommen Ihre HĂ€nde eine wohltuende ManikĂŒre. Die Nagelhaut wird entfernt und die NĂ€gel werden entfettet, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Unterschicht Zuerst wird eine klare Unterschicht aufgetragen. Mit grĂ¶ĂŸter PrĂ€zision wird der Lack in vielen dĂŒnnen Schichten aufgetragen. Dies schĂŒtzt den Fingernagel und es entsteht ...

ManikĂŒre, Die Lange HĂ€lt

oder Uminterpretierung von Geschlecht geht, spielt Lookismus eine große Rolle. Die zugeschriebene HĂ€sslichkeit nicht genau bestimmbarer Personen resultiert aus der UnfĂ€higkeit der Mehrheit, das Ungewisse und Oszillierende auszuhalten. Darin liegt das vermeintliche Bedrohungspotenzial queerer Körperpraktiken: Wenn der Penis zum weiblichen Geschlechtsmerkmal umgedeutet werden darf, macht am Ende noch jeder, was er will. Chaos, Zusammenbruch des Kapitalismus oder mindestens Anarchie drohen. Ein wenig beleuchteter Aspekt des Lookismus ist der abgespaltene Blick auf sich selbst. Es geht im vorliegenden Buch vor allem um den fremden Blick, der beschĂ€mt, zu verstĂ€rktem Anpassungsverhalten oder zerstörter Selbstachtung fĂŒhrt. ...


Meine Zeit Bei Ferrari War Wundervoll

... istischste Adresse. © xpbimages.com Fernando Alonso denkt gerne an seine Zeit bei Ferrari zurĂŒck Zoom Download Dabei sollte man meinen, dass die Karten auf eine RĂŒckkehr schlecht stehen. Alonso ging 2014 nicht ganz im Frieden mit dem Teams auseinander und sagte, dass er auf zweite PlĂ€tze mit Ferrari keine Lust mehr habe. Allerdings hatte sein Berater Flavio Briatore zuletzt verlauten lassen, dass er nur ein Problem mit Marco Mattiacci hatte - und der ehemalige Teamchef ist mittlerweile weg. Alonso selbst betont derweil munter, dass er die Zeit bei Ferrari wirklich genossen ...

Meine Zeit Bei Ferrari War Wundervoll

Wenn aber der fremde Blick der eigene ist, wird es wirklich kompliziert, weil sich das Empowerment gegen einen selbst richten mĂŒsste. Es wĂ€re schön, ganz ehrlich zu wissen, ob man den Sport aus Spaß treibt oder um dĂŒnn und fit zu sein. Ob man sich auch mit behaarten Beinen trauen wĂŒrde, ungehemmt Sex zu haben. Ob man seinen Partner begehren wĂŒrde, wenn er immer noch total klug und lustig, aber richtig dick wĂ€re. Ob man also sein Begehren disziplinieren könnte, aber in Richtung einer Freiheit von Ressentiments. Und worĂŒber man auch noch nachdenken darf: Ist die gesellschaftlich vorgeschriebene Arbeit am fitten Normkörper nicht eigentlich eine endlose VerlĂ€ngerung der Arbeitszeit, damit wir angesichts der fortschreiten ...


Der Iraker Mit Dem Sechs-Tore-DebĂŒt

... gefahren, einfach zum Spaß. „Welche Perspektive hast du, wenn rundherum BĂŒrgerkrieg ist? Mohamad Karam Alayoubi Die zweite Leidenschaft des Irakers mit fĂŒnf Schwestern und drei BrĂŒdern ist der Fußball. „Mein Onkel war der gute Geist. Er hatte stets die Fußballschuhe von mir und meinen Kumpels dabei. In der Schule und im Verein Al Jarmuk kickte Sharief, im Mittelfeld und auf Rechts außen. „Die erste Mannschaft spielt in einer höheren Amateurliga. Bei mir hat es dazu nicht gereicht. 3000 Euro fĂŒr ein wackeliges Boot Als 2015 die ...

Der Iraker Mit Dem Sechs-Tore-DebĂŒt

den Automatisierung nicht auf dumme Gedanken kommen? Denn realistisch betrachtet, ist die körperliche LeistungsfĂ€higkeit im SpĂ€tkapitalismus ziemlich ĂŒberflĂŒssig. Bringt uns der Begriff des Lookismus nun irgendwie weiter? Sagen wir so: Er ist ein offenes Fenster zu tiefer liegenden Strukturen. Letztlich gilt es, beim Ausufern der Antidiskriminierungsdebatten das gemeinsame Ziel nicht aus dem Augen zu verlieren: auf der Gleichheit der Menschen unter allen Voraussetzungen zu beharren und das eigene Denken zu reflektieren. Darla Diamond, Petra Pflaster, Lea Schmid (Hg.): Lookismus. Normierte Körper, diskriminierende Mechanismen, (Self-)Empowerment. Unrast Verlag, MĂŒnster 2017, 88 S., 7,80 Euro Mieczyslaw Weinbergs Die Passagierin an der Dresdner Semperoper Kai Köhler ...