Wie Forscher Den Alterungsprozess Aufhalten Wollen



Wie Forscher Den Alterungsprozess Aufhalten Wollen

Ewige Jugend: Wie Forscher das Altern aufhalten wollen Ewige Jugend Wie Forscher den Alterungsprozess aufhalten wollen Von Patrick Witte | Bislang lĂ€sst sich der Prozess des Alterns nicht aufhalten, aber weltweit arbeiten Forscher daran Quelle: Getty Images Weltweit arbeiten Wissenschaftler daran, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Wem es zuerst gelingt, dem winken viele Milliarden. Ein US-Amerikaner behauptet: Er stĂŒnde kurz vor einem Durchbruch. Nir Barzilais Gegner sind die Scharlatane und der Tod. Er bekĂ€mpft sie in seinem schmalen Labor, unter dem fahlen Licht von Neonröhren, zwischen WerkbĂ€nken und Regalen, die vor Glaskolben, Zentrifugen und Mikroskopen fast ĂŒberquellen. Barzilai, 59 Jahre alt, schmal, mit grauem Haupt und markanter schwarzer Brille, ist der Direktor des Institute of Aging in New York. Und er ist einem der großen RĂ€tsel der Menschheit auf der Spur. Warum, fragt er sich, altert der Mensch? LĂ€sst sich der Prozess des Alterns aufhalten? Und falls ja: wie? Die Sehnsucht nach ewiger Jugend und Unsterblichkeit, nach einem langen Leben ohne Krankheiten und Gebrechen, begleitet den Menschen schon immer. Sie ist der Stoff, aus dem unzĂ€hlige Romane und Filme gemacht sind. Und einiges, was dabei vor Jahrzehnten noch wie pure Science-Fiction klang, ist lĂ€ngst Wirklichkeit. Schon heute halten Menschen, um möglichst alt zu werden, spezielle DiĂ€ten ein, schlucken tĂ€glich Pillen und lassen sich intravenös auffrischen. Der Wunsch, den Tod aufzuhalten oder zumindest das Altern, nĂ€hrt eine ganze Unsterblichkeitsindustrie. Menschen wollen den Tod austricksen Forscher versprechen Wundermittel, Doktoren schwören auf neue Therapien, und Wissenschaftler entwickeln Stahltanks und Techniken, in denen Menschen sich nach ihrem Tod einfrieren lassen, um in Zukunft lebendig wieder aufgetaut werden zu können. Mit Hilfe der Kryonik werden Leichen in Containern (l.) konserviert. Das bietet u. a. die US-Firma Alcor (r.) an. Das Thema greifen auch Filme wie Austin Powers oder Forever You.ng (u.) auf Quelle: pa FĂŒr die Vordenker des verlĂ€ngerten Lebens ist das alles sogar nur der Anfang. Sie arbeiten an der Mensch-Maschine, an der Verschmelzung des Menschen mit Computern. In zehn Jahren, so glauben sie, sollen wir Kontaktlinsen tragen, die uns Zugang zum Internet gewĂ€hren. In zwanzig Jahren soll es kĂŒnstliche Gliedmaßen geben, die unseren Beinen und Armen ĂŒberlegen sind. Diese Forscher diskutieren darĂŒber, ob ein Mensch noch ein Mensch ist, wenn er mit den Beinen eines Roboters und dem Hirn eines Unfallopfers herumlĂ€uft, verlieren deshalb aber nicht ihren unerschĂŒtterlichen Fortschrittsglauben. In aller Welt suchen Wissenschaftler nach der Formel fĂŒr ein schier endloses Leben. Wer es schafft, dem sind Ruhm und Geld sicher, lukrative VertrĂ€ge mit den großen Pharmafirmen oder Tech-Unternehmen, Milliarden von Euro schwer. Barzilai kann haltlose Heilsversprechen nicht leiden. Unsterblichkeit, schon das Wort ist ihm zu groß. Was er erreichen will, ist ein Alter ohne Krankheit. Halb im Scherz sagt Barzilai: „Wenn die Menschen dank meiner Arbeit lĂ€nger leben, entschuldige ich mich natĂŒrlich fĂŒr diese Nebenwirkung. Diabetesmittel soll Alterungsprozess ausbremsen Er hat sich ĂŒber Jahrzehnte hinweg einen Ruf erworben. Und er ist sich sicher, nun einer ganz großen Sache auf der Spur zu sein. Seit 1993 zerlegt er in seinem Institut unter dem Mikroskop Zellen und analysiert sie, vergleicht die Gensequenzen von Menschen, die 100 Jahre oder Ă€lter sind, behandelt zuckerkranke MĂ€use. Und manchmal, nach jahrelanger mĂŒhseliger Arbeit und vielen RĂŒckschlĂ€gen, hat Barzilai belastbarer Erkenntnisse vorzuweisen. So wie jetzt. Dieses PĂ€rchen wagt einen Blick in die Zukunft Das Video konnte nicht abgespielt werden. Bitte versuchen Sie es spĂ€ter noch einmal. Noch sind sie jung, doch wie werden Christy und Tavis wohl aussehen, wenn sie Ă€lter sind? Die beiden Verliebten wollen bald heiraten - dank Make-up-Spezialisten wagen sie einen Blick in die Zukunft. Quelle: Zoomin.TV Er glaubt, einen Wirkstoff zu kennen, der den Prozess des Alterns deutlich verlangsamt und so ...


VerhĂŒtung FĂŒr MĂ€nner

... sich Bauer zufrieden. Die Spermiogramme zeigen, dass geschlossene Ventile eine zuverlĂ€ssige VerhĂŒtung ermöglichen. Er hofft, dass es die Methode bis zur Markt­reife schafft und sich als Alternative zur Vasektomie, also der chirurgischen Durchtrennung der Samenleiter, etabliert. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. WĂ€hrend Bauer an das Potenzial der Methode glaubt, zeigt sich der Rest der Fachwelt skeptisch. Wolfgang BĂŒhmann vom Berufsverband Deutscher Urologen etwa rĂ€umt dem Ventil kaum Chancen ein. Wenn mit Kunststoff an lebendem Gewebe hantiert wird, drohen ...

VerhĂŒtung FĂŒr MĂ€nner

typische Alterskrankheiten wie Demenz , Krebs oder Arteriosklerose womöglich verhindern kann: Metformin. Kein neues Wundermittel, sondern etwas, das seit Jahrzehnten erfolgreich zur Behandlung von Diabetes eingesetzt wird. Im kommenden Jahr will Barzilai mit seinem Team eine große Studie beginnen, die erste ihrer Art: 3000 Amerikaner werden daran teilnehmen, MĂ€nner und Frauen zwischen 65 und 79 Jahren. Die Studie soll zum ersten Mal Daten liefern, nicht Vermutungen. Sie soll ĂŒberprĂŒfbare Erfolge aufzeigen, nicht die Geschichte eines angeblich wundersamen Einzelfalls, die sich nicht ĂŒberprĂŒfen lĂ€sst. Es soll alles seriös sein, streng wissenschaftlich. Und das bedeutet, die Studie ist als „double blind randomized controlled trial angelegt. Als Versuch also, bei dem die Teilnehmer per Zufall in zwei Behandlungsgruppen eingeteilt werden. Sie bekommen entweder ein Placebo oder das Testmedikament. Weder die Patienten noch die Ärzte wissen, wer welchen Stoff eingenommen hat. Nur so lĂ€sst sich die Wirksamkeit eines Medikaments nachweisen. Metformin also. Eines der meistverwendeten Medikamente gegen die Zuckerkrankheit. Seit Mitte der 1960er-Jahre wird es eingesetzt, um Diabetes-2-Patienten zu behandeln. Wenn das Altern als Krankheit eingestuft wird Seit Ende der 1990er-Jahre gibt es Berichte, dass Metformin auch gegen andere Krankheiten hilft. Es senkt das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden und an Demenz oder Krebs zu erkranken. Zumindest bei Diabetespatienten. Barzilai will nun herausfinden, ob Metformin auch Gesunde schĂŒtzt. Seine Studie soll fĂŒnf Jahre lang laufen. Ewige Jugend? FĂŒr manche Forscher ist das nur eine Frage der Zeit Quelle: getty images FĂŒr Barzilais Versuch spricht einiges. Dinge, die in der Wissenschaft eher unĂŒblich sind: Es sind Wissenschaftler, die den Test vorantreiben, nicht die Pharmaindustrie. Es ist eine Non-Profit-Organisation namens Afar, die American Federation for Aging Research , die die Finanzierung ĂŒbernimmt, rund 50 Millionen US-Dollar. Das gewĂ€hrleistet eine gewisse UnabhĂ€ngigkeit. Außerdem sind von Metformin keine ĂŒberraschenden Nebenwirkungen mehr zu erwarten, denn die sind ĂŒber lange Zeit hinweg gut erforscht. Eigentlich mĂŒsste Barzilai seine Studie gar nicht von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA anerkennen lassen, wie es sonst ĂŒblich ist. Doch sein Team belagert das BĂŒro der FDA und kĂ€mpft um ihre Zustimmung. Denn die Altersforscher arbeiten nicht an einem bestimmten Medikament gegen eine bestimmte Krankheit. Sie wollen den Alterungsprozess als solchen ergrĂŒnden, sie suchen nach einem Gegenmittel, nach dem Anti-Aging-Medikament. FĂŒr Barzilai ist das heikel. Denn damit setzen er, seine Leute und sein so renommiertes Institut sich demselben Verdacht aus, unter dem auch die Scharlatane stehen, die Barzilai so verachtet: Unmögliches zu versprechen. Barzilai will die staatlichen Gesundheitsbehörde ĂŒberzeugen. Denn mit ihrer Anerkennung kann er seine Erkenntnisse zu Geld machen. Die Pharmaindustrie ist gespannt auf sein Experiment. Aber sie wird wohl nur dann Geld investieren, wenn sich damit Profite machen lassen. Alterskrankheiten tauchen womöglich gar nicht mehr auf Wenn die Gesundheitsbehörde den Prozess des Alterns offiziell als behandelbar und damit vermeidbar einstuft, als Krankheit. Dann, so Barzilais KalkĂŒl, wĂŒrden auch Gesundheitssysteme die Kosten fĂŒr die Behandlung der Krankheit Altern erstatten – und die Giganten der Pharmaindustrie entsprechend investieren. Blut-Eiweiß bringt Traum von ewiger Jugend nĂ€her Der Traum von ewiger Jugend: US-Wissenschaftler haben erklĂ€rt, das Blut-basierte Eiweiß GDF11 könne Hirn, Knochen und Herzen bei MĂ€usen verjĂŒngen. Das Gute daran: Das Protein haben auch Menschen. Quelle: Reuters „Wenn wir das Altern aufhalten , sagt Barzilai, „wĂŒrden viele der typischen Alterskrankheiten gar nicht oder sehr viel spĂ€ter auftauchen. Viele Kollegen und Ärzte ignorierten, dass der biologische Alterungsprozess der höchste Risikofaktor fĂŒr lebensgefĂ€hrliche Krankheiten ist: Arteriosklerose, Demenz, Herzinfarkt und besonders Krebs. ...


Die HĂ€ufigsten Igel-Leistungen

... jeder den Test machen, der möchte oder familiĂ€r vorbelastet ist. Eine Biopsie werde demnach erst nach zwei auffĂ€lligen PSA-Tests diskutiert. Das sind Quellen fĂŒr das Ranking der IGeL-Leistungen: Eine reprĂ€sentative Patientenumfrage des Wissenschaftlichen Dienstes der AOK von 2015. Dazu die Erfahrungswerte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen und der Verbraucherschutzzentralen. Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2017, 16:40 Uhr Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden. 19 Kommentare 19.02. ...

Die HĂ€ufigsten Igel-Leistungen

Je Ă€lter der Mensch, desto grĂ¶ĂŸer ist die Wahrscheinlichkeit, unter schweren Krankheiten dieser Art zu leiden. Warum also, fragt Barzilai, nicht gleich das GrundĂŒbel bekĂ€mpfen: das Alter selbst. Er gehört damit einer Gemeinde von Wissenschaftlern an, die in den USA, Europa oder Japan der VergĂ€nglichkeit des Lebens auf der Spur sind, intensiver denn je. Sie arbeiten fĂŒr staatliche Institute, weitgehend unabhĂ€ngig, oder fĂŒr Firmen, die ihren AktionĂ€ren Renditen anbieten mĂŒssen. Ein globales Wettrennen ist im Gang, um Ergebnisse und das Versprechen auf Milliarden. Barzilai konkurriert neuerdings mit MĂ€nnern wie Google-MitgrĂŒnder Larry Page. Der lenkt seit zwei Jahren ein Biotechunternehmen, Calico , Hunderte Millionen Dollar schwer. Allein Google soll bisher 750 Millionen Dollar in das Unternehmen gesteckt haben. Um „das Altern zu heilen , arbeitet Calico mit zahlreichen Firmen zusammen. Was genau Page erforschen will, hat er bisher allerdings nicht verraten. Auch Barzilai ist Teilhaber eines Biotechunternehmens, viele Nummern kleiner allerdings. Es gehört seinem Bruder, es ist ihm wichtig, darauf hinzuweisen. Doch in erster Linie, sagt er, sei er Forscher. Ein Leben in ewiger Jugend wirft viele Fragen auf Wenn funktioniert, was er sich erhofft, wenn Metformin das Alter aufhalten kann, dann stellen sich bald Fragen, die heute fĂŒr normale Menschen noch keine Rolle spielen: Ist Altern kĂŒnftig einfach ein neuer Lebensabschnitt mit ganz eigenen QualitĂ€ten? Und was bedeutet es fĂŒr eine Gesellschaft, wenn die Menschen lĂ€nger und gesĂŒnder leben? Was bedeutet es fĂŒr Renten- und Gesundheitssysteme, die heute in vielen LĂ€ndern unter der Last stĂ€ndig steigender Gesundheitskosten Ă€chzen? Und vor allem: Was ist mit Menschen, die ein solches Wundermittel vielleicht nicht einnehmen wollen? Barzilai ĂŒberlegt kurz und sagt nur, dass „es halt Vor- und Nachteile fĂŒr eine Gesellschaft gibt, wenn das Medikament funktioniert . Über Langlebigkeitsgene und die ewige Jugend Ein GesprĂ€ch mit Prof. Christoph Englert vom Leibniz-Institut fĂŒr Altersforschung in Jena ĂŒber die mittlere Lebensspanne des Menschen. Der Forscher sagt, 120 Jahre seien vermutlich das Maximum. Quelle: DW Er weiß, dass er mit seiner Forschung an Erinnerungen und Ängste der Menschen rĂŒhrt: die VergĂ€nglichkeit ihrer NĂ€chsten. So hat ja auch fĂŒr ihn alles angefangen. Er war ein Junge, sein Großvater zeigte ihm Fotos. „Ich sah ihn an , sagt Barzilai, „dann die Fotos und fragte mich, ob das wirklich derselbe Mensch sein soll. Was ist da passiert? Irgendwann sei ihm klar gewesen, dass er sein Leben dem Altern widmen wĂŒrde. So erzĂ€hlt Barzilai die Geschichte. Ob die Anekdote stimmt oder nicht, Barzilai verfolgte seinen Weg. Studierte Medizin in seiner Heimat, in Haifa, Israel, wurde Ă€rztlicher Leiter des israelischen MilitĂ€rs, spezialisierte sich dann auf Endokrinologie, die Hormonforschung. „Viele Prozesse des Alterns haben mit Hormonen zu tun , sagt Barzilai, „daher meine Wahl. Das Problem war nur, es gab einfach keine verlĂ€sslichen Daten. Barzilai konzentrierte sich lange Zeit auf die Diabetesforschung, deshalb lernte er das Metformin kennen. 1993 kam er schließlich an das Einstein College nach New York. Hier begann er eine Studie mit HundertjĂ€hrigen und fand in ihrem Blut „Langlebigkeitsgene : Gene, die außergewöhnlich alte, aber kerngesunde Menschen vor typischen Alterserkrankungen schĂŒtzen. Die Erkenntnisse ĂŒber Hormone, Gene und Alter versucht Barzilai nun zu verbinden. Heute gibt er zu, dass auch er noch nicht so genau sagen könne, was das eigentlich sei: das Altern. „Eine anerkannte Definition gibt es nicht. Wir werden erst genau wissen, wie Altern funktioniert, wenn wir es aufhalten können. Lebenserwartung binnen fĂŒnf Jahrzehnten extrem gestiegen Aber es ist etwas, was nie so viele Menschen betroffen hat wie heute. Denn nie wurden Menschen so alt wie heute, zumindest in den Industrienationen. GrĂŒnde sind die immer bessere medizinische Versorgung, Impfungen oder reichhaltige Nahrung. In Deutschland etwa ist die durchschnittliche Lebenserwartung in den vergangenen ...


Warum Die Nase Des Mannes GrĂ¶ĂŸer Ist

... LĂ€nge auch erst ab der PubertĂ€t. An den Nasen erkennt man MĂ€nner. Diese schlichte Aussage haben Forscher der University of Iowa in der vergangenen Woche wissenschaftlich untermauert. Sie haben zwar keine besonders große Stichprobe untersucht – aber sich immerhin Zeit gelassen: Die Forscher um Nathan Holto n haben 38 DreijĂ€hrige bis ins Alter von Mitte 20 untersucht. In regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden maßen sie bei den Versuchsteilnehmern die GrĂ¶ĂŸe verschiedener Körperteile, des gesamten Körpers und den Anteil der Muskelmasse. Es zeigte sich: bis ...

Warum Die Nase Des Mannes GrĂ¶ĂŸer Ist

fĂŒnf Jahrzehnten von 67 auf gut 80 Jahre gestiegen. Dennoch gab und gibt es Alte, die den Durchschnitt weit ĂŒberleben. Ihre Lebensjahre werden Weltrekorde. Der Ă€lteste Mensch der Welt, Jeanne Calment, 122 Jahre. Der Ă€lteste US-Amerikaner, Susannah Jones, 116 Jahre. Der Ă€lteste Japaner 115 Jahre. PortrĂ€t von Jeanne Calment – sie war der erste Mensch, der erwiesenermaßen seinen 122. Geburtstag erreichte FĂŒr manche mag ein solch hohes Alter eine Horrorvorstellung sein, vielen aber geben diese Menschen Hoffnung. Denn diese Methusalems sind sehr lange sehr fit. Sie lernen noch mit 80 fechten, fahren Fahrrad mit 105, obwohl sie rauchen, Alkohol trinken oder fettleibig sind. Dabei verkĂŒrzt normalerweise ein ungesunder Lebensstil das Leben. Bei ihnen nicht. FĂŒr Altersforscher weltweit, fĂŒr Barzilai sind sie deshalb ein Geschenk. Über fĂŒnf Jahre untersuchten Barzilai und sein Team Anfang der 2000er-Jahre Menschen im Alter zwischen 95 und 108 Jahren. Er hatte Anzeigen in Zeitungen geschaltet, mit Altenheimen gesprochen. Die Studienteilnehmer waren geistig wie und körperlich fit, brauchten weder Brille noch HörgerĂ€te. Obwohl sie weder Sport getrieben noch DiĂ€ten gemacht hatten und auch nichts von einem Leben ohne Zigaretten und Alkohol hielten. Dennoch wurden sie steinalt. Barzilai fand heraus, dass ihre Umgebung, ihr Lebensstil nicht der Grund dafĂŒr sein konnten, weshalb sie so lange lebten. Die Antwort, folgerte er, musste in ihrem Körper zu finden sein: Vererbung. Und statt wie viele andere Forscher nach Genen zu suchen, die Krankheiten hervorrufen, suchte Barzilai nach Genen, die ein hohes und gesundes Alter begĂŒnstigen. Er wurde fĂŒndig. „Eine bestimmte Mutation , sagt er in seinem Labor, „sorgt fĂŒr einen besonders hohen Anteil von HDL-Proteinen, dem Protein fĂŒr ,gutes Cholestorol‘ in ihrem Blut. Es ist nicht das einzige Gen, aber ein wichtiges fĂŒr Langlebigkeit. Bislang sind Altersforscher auf vier Faktoren gestoßen, die den Menschen altern lassen. Der menschliche Körper hat ein eigenes Programm, um SchĂ€den in der DNA zu reparieren oder Gewebe zu erneuern. Doch das ist Schwerstarbeit, im Laufe der Jahre schleichen sich Fehler in das Programm ein. Die Informationen der DNA werden falsch gelesen, oder der Körper bildet nicht mehr so leicht neue Zellen. In den Genen steckt der Grund, warum wir altern Dazu das Immunsystem: Die Abwehrstoffe bekĂ€mpfen zwar Gefahren fĂŒr den Körper – Helferzellen und EntzĂŒndungen töten Krankheitserreger oder sorgen dafĂŒr, dass sich Keime nicht ausbreiten können. Allerdings legen sie dadurch auch die Grundlage fĂŒr Krankheiten im Alter. Gerade EntzĂŒndungen tragen zur Entstehung von Arteriosklerose, Diabetes oder Krebs bei. Das berĂŒhrende Altern und Wachsen von Vater und Sohn Der chinesische Regisseur Tian Li hat eine schlichte Serie von Familienfotos ins Netz gestellt. Seitdem berĂŒhrt sie Millionen mit ihrer Botschaft vom Werden und Vergehen. Quelle: Die Welt Dann die Ă€ußeren EinflĂŒsse: die UV-Strahlen der Sonne, Nikotin, Alkohol oder Zuckerstoffe wie Glucose oder Fructose. Sie stören die AblĂ€ufe in den Zellen oder lassen sie absterben. Doch selbst wenn all diese EinflĂŒsse abgestellt werden könnten, wird der Mensch dennoch altern. Denn der wichtigste Grund fĂŒr das Altern steckt in den menschlichen Genen. Und dank der medizinischen Fortschritte der letzten Jahre versprechen sich die Wissenschaftler genau hier die grĂ¶ĂŸten Erfolge. Reno, Bundesstaat Nevada, knapp sechs Flugstunden westlich von Barzilais Laboren. Die „grĂ¶ĂŸte Kleinstadt der Welt , bekannt fĂŒr ihre Kasinos und einarmigen Banditen. Gleich am Flughafen, in einem mattgrauen Flachbau, der an einen Supermarkt erinnert, zockt auch William „Bill Andrews. Er will das Alter aufhalten wie Barzilai, sein Plan ist allerdings radikaler, manche Kollegen sagen: absurder. Andrews will den Alterungsprozess des Menschen nicht nur stoppen, er will erreichen, dass 80-JĂ€hrige wieder so gesund sein und aussehen können wie mit Mitte 20. Andrews ist hoch aufgeschossen, fast zwei Meter. Er betreibt die Biotechfirma Sierra Science, aber er kommt aus der ...


Fasten Grundschulkinder Auch In Dortmund

... htszeit , erklĂ€rt Martin Nöltenbockhoff, Schulleiter der Albrecht-Brinkmann-Grundschule. Sollten die Kinder wĂ€hrend des Ramadan außerhalb des Unterrichts fasten, sei dies ihr PrivatvergnĂŒgen, ĂŒber das die Eltern entscheiden mĂŒssten, findet er. Er und seine Kollegen hĂ€tten den Eltern bereits mitgeteilt, dass sie es fĂŒr unangemessen hielten, wenn die Kinder wĂ€hrend der Schulzeit nicht essen und trinken wĂŒrden. Zudem habe es Auswirkungen auf den Unterricht: „Schule ist wie Arbeit. Da muss man leistungsfĂ€h ...

Fasten Grundschulkinder Auch In Dortmund

Wissenschaft. Er war ein Molekularbiologe mit gutem Ruf, Krebsforscher, Gerontologe, ein seriöser Wissenschaftler. Die Medien rissen sich um ihn und seine Erkenntnisse: „National Geographic , Channel 4, NBC oder BBC. Je Ă€lter der Mensch wird, desto mehr SchĂ€den Nun wartet Andrews allein in einem Konferenzraum seiner Firma. An einem Flipchart prangt ein Aufkleber mit der Aufschrift „Aging sucks – Altern nervt. Andrews trĂ€gt einen Zweireiher, seinen Laborkittel wirft er nur noch selten ĂŒber, er ist dieser Tage mehr Businessman als Forscher. Er hat seine berufliche Zukunft, seine wissenschaftliche Karriere auf ein Ziel ausgerichtet: auf die Gene. FĂŒr das Altern ist eine Reihe verschiedener hochkomplexer, vielfach noch ungeklĂ€rter Mechanismen verantwortlich. Bislang ist der Prozess nicht umkehrbar Auf Telomere, um ganz genau zu sein. Telomere, das sind die Enden der Chromosomen, dieser X- und Y-förmigen TrĂ€ger der Erbanlagen. Sie liegen in jedem Zellkern des Menschen und enthalten die Informationen, die bei jeder Teilung exakte Zellkopien ermöglichen. Ein biologischer Kernprozess, unabdingbar fĂŒr das Wachstum von Haut und Haar, das Verheilen von Wunden oder auch die Fortpflanzung eines Lebewesens. Die Telomere schĂŒtzen die Chromosomen. Sie sind wie Plastikkappen am Ende von SchuhbĂ€ndern und sorgen fĂŒr StabilitĂ€t. Andersherum: Lösen sie sich, verliert das Band seine Form, ribbelt sich auf und geht kaputt. Gleiches gilt fĂŒr Telomere und Chromosomen. Wann immer sich eine Körperzelle teilt, verkĂŒrzen sich diese Endkappen um ein kleines StĂŒck. Wenn die Telomere nach vielen Zellteilungen irgendwann eine bestimmte LĂ€nge unterschreiten, kann sich die Zelle nicht mehr teilen, sie wĂ€chst nicht mehr oder stirbt ganz ab. Allerdings ist es fĂŒr manche Zellarten wesentlich, dass sie sich möglichst lang und hĂ€ufig teilen können: fĂŒr Knochenmarks-, Stamm- und Immunzellen. Damit die Telomere nicht auch in diesen Zellen kĂŒrzer werden, gibt es ein Enzym: Telomerase. Dessen Arbeit wird vom Körper ab der Geburt in den meisten Zelltypen unterdrĂŒckt, sodass die VerkĂŒrzung der Chromosomen nicht mehr aufgehalten wird. Je Ă€lter der Mensch wird, desto mehr SchĂ€den zeigt sein Gewebe, erhöhen sich die Fehlfunktionen in den Zellen und damit im gesamten Körper. Weil die Telomere immer kĂŒrzer werden. Sogenannte Telomere lösen eine Kettenreaktion aus Genau erforscht sind diese ZusammenhĂ€nge, auch die genaue Struktur der Telomere noch nicht. Sicher jedoch ist: Telomere sind entscheidend fĂŒr die Lebensdauer einer Zelle. Eine Erkenntnis, die 2009 mit dem Nobelpreis fĂŒr Medizin ausgezeichnet wurde. Andrews glaubt deshalb, dass ein Mensch umso Ă€lter wird, je lĂ€nger die Telomere in seinem Körper sind. Fisch altert im Zeitraffer - Wissenschaftler sind begeistert Ein Fisch aus Afrika altert im Zeitraffer. Und seine Gene Ă€hneln denen des Menschen. Die Fachwelt jubelt, denn damit könnten bald neue Erkenntnisse geschöpft werden, wie und warum wir altern. Er sagt: Altern ist „wie Dynamit . Im menschlichen Körper liegen einige Stangen, schlummern also Krankheiten und Prozesse, die das Leben beenden können, schnell oder allmĂ€hlich. Die Telomere allerdings, sagt Andrews, hĂ€tten „die kĂŒrzeste Lunte . Wenn sie zu kurz werden, lösen sie eine Kettenreaktion aus, die Folge könnten Krankheiten wie Krebs, Demenz oder Arteriosklerose sein. Noch, sagt Andrews, gebe es deshalb ein natĂŒrliches Alterslimit. Seit den Zeiten der Römer sei kein Mensch bekannt, der Ă€lter als 125 Jahre wurde. „Mit einem gesunden Lebensstil und einem absolut perfekten Gensatz können wir dieses Alter erreichen , sagt Andrews. Das sei die Obergrenze. Denn dann seien auch die lĂ€ngsten Telomere zu kurz. Noch. Andrews aber will die Telomere wieder verlĂ€ngern und sehen, was dann passiert. Also suchen er und sein Team nach einem Weg, die VerkĂŒrzung der Chromosomen zu verlangsamen. Er hofft, sie irgendwann sogar wieder verlĂ€ngern zu können und damit das Leben. Wie der Forscher Barzilai in New York will auch er ermöglichen, dass Menschen Jahre gewinnen, gesunde, glĂŒckliche Jahre. „Niemand ...


7 Gedanken-Fehler, Die Wir Alle Machen, Bevor Wir Eine DiÀt Beginnen

... DiĂ€t auf und fangt gar nicht erst wieder an. Abnehmen ist fĂŒr euch eine schier unlösbare Aufgabe und die Waage euer Feind. Was hilft: Es bringt nichts, sich unter Druck zu setzen. Stattdessen solltet ihr kleine, realistische Ziele anpeilen. Bleibt immer am Ball und lasst euch von kleinen EnttĂ€uschungen nicht aus der Bahn werfen. Es geht weiter. Immer. 2. Ihr verallgemeinert Verallgemeinerung ist die FortfĂŒhrung vom Schwarz-Weiß-Denken: Wenn eine DiĂ€t nicht funktioniert, klappt sie bei niemandem – und ...

7 Gedanken-Fehler, Die Wir Alle Machen, Bevor Wir Eine DiÀt Beginnen

will uralte Menschen schaffen, die ihre Zeit krank im Altersheim absitzen , sagt er. „Das haben wir jetzt schon. Allerdings rast ihm die Zeit davon. Über Jahre hinweg heimste Andrews einen Erfolg nach dem nĂ€chsten ein. WĂ€hrend der Nobelpreis fĂŒr die Forschungen an mikroskopisch kleinen Einzellern vergeben wurde, entdeckte er diese Arbeit des Enzyms auch beim Menschen. VerlĂ€ngerung der Telomere löst womöglich Krebs aus Er stĂŒrzte sich in die Untersuchungen, klebte an seinen Mikroskopen. Das Enzym schien ihm die richtige Antwort auf das große Problem zu geben. Denn sicher war fĂŒr ihn immer eines: „Im menschlichen Körper muss es etwas wie eine innere Uhr des Alterns geben. Nur wo? Andrews glaubt, sie inzwischen gefunden zu haben. Ein ungesunder Lebensstil, Rauchen, Fettleibigkeit oder zu viel Alkohol bleiben grundsĂ€tzlich ein Problem, daran Ă€ndern die lĂ€ngsten Telomere nichts, glaubt Andrews. Doch es wĂŒrde ihn nicht wundern, wenn jemand, der gesund lebt, irgendwann in nĂ€herer Zukunft „auch 150 Jahre alt wird . Dank seiner Hilfe natĂŒrlich. Vor 16 Jahren hat er mit Kollegen seine eigene Biotechfirma gegrĂŒndet. Seitdem sucht er nach dem Stoff, der die Telomerase in menschlichen Zellen wieder anschiebt. Er hat viel ausprobiert, hat Chemikalien aus Russland und Finnland gekauft, ganze Sets aus Hunderttausenden verschiedenen Stoffen. Jeden einzelnen setzte er fĂŒr 24 Stunden an Bindegewebszellen und jagte sie dann durch seine Computer. Und hoffte. Hoffte, dass die Sensoren anschlagen und eine erhöhte AktivitĂ€t der Telomerase anzeigen wĂŒrden. Und nach Zehntausenden von DurchlĂ€ufen ist es irgendwann passiert. Die Telomere wuchsen. Allerdings löste der Stoff eine Reaktion aus, die zu toxisch war, um ihn zu einem Medikament werden zu lassen. Doch im Prinzip, sagt Andrews, seien sie auf dem richtigen Weg. Er ist ĂŒberzeugt, dass er kurz vor der Sensation steht. Manche Kollegen sagen, er habe sich verirrt. Und es gibt ein weiteres Problem. Eine verstĂ€rkte Zellteilung kennen sie aus ganz anderen ZusammenhĂ€ngen: Krebs. Ob eine kĂŒnstliche VerlĂ€ngerung der Telomere Krebs auslöst, ist eine der umstrittensten Debatten in diesem Forschungszweig. Sie hat dazu beigetragen, dass Andrews inzwischen das Geld ausgeht. Andrews fĂŒhrt durch verwaiste BĂŒros, in denen bis vor Kurzem noch 45 Mitarbeiter geforscht haben, den Großteil musste er entlassen. Er lĂ€uft vorbei an den Testrobotern, die Millionen gekostet haben, die in hochkomplexen Prozessen automatisch Tausende von Stoffen nach Telomerase-Beschleunigern rastern könnten. Wenn sie nicht abgestellt wĂ€ren. Er verkauft jetzt Hautcreme, um nicht pleitezugehen. „Wir hatten sehr gute Investoren , sagt Andrews. 50 Milliliter Hautcreme fĂŒr umgerechnet 280 Euro Er musste seine Partner auszahlen und ist heute der alleinige Besitzer von Sierra Science. Andrews sagt auch, dass seit der Krise das Geld der Investoren nicht mehr so locker sitze. Der Mann, der versucht, die Zeit anzuhalten, sucht seit sieben Jahren nach Investoren, die ihm 40 Millionen US-Dollar zur VerfĂŒgung stellen. Das ist viel Zeit fĂŒr vergleichsweise wenig Geld. App bewertet AttraktivitĂ€t auf Knopfdruck Schönheit liegt im Auge des Betrachters? Anscheinend nicht. Denn Forscher der ETH ZĂŒrich haben ein intelligentes Computer-System entwickelt, das mit nur einem Klick bewertet, wie attraktiv man ist. Also reist Andrews inzwischen um den halben Erdball, von Vortrag zu Vortrag, immer auf der Suche nach frischem Geld. Und er arbeitet jetzt mit Firmen zusammen, die Anti-Aging-Produkte herstellen: Kapseln und Shakes, die Energie und Jugend versprechen. Hautcremes, die Andrews’ Telomerase-Aktivator enthalten, 50 Milliliter fĂŒr 300 US-Dollar, umgerechnet 280 Euro. Andrews beschwört die Wirksamkeit dieser Mittel, sagt aber auch, dass er mit ihrem Verkauf „durch die Hölle gehe. Allerdings fĂŒr einen „himmlischen Zweck . Sie werden vor allem in den USA und Australien verkauft, sollen aber bald auch den asiatischen Markt ĂŒberzeugen Es wirkt wie ein verzweifelter Versuch, doch noch das nötige Geld zusammenzubekommen und die Forschung wieder auf ...


So SĂŒĂŸ Wie Ein Sommerferien-Tag

... seh?ndlerin aus Meckenbeuren kommt nur in der warmen Jahreszeit auf den Wochenmarkt in Markdorf, das aber schon seit ?ber 40 Jahren. Und heute bietet sie eine Frucht an, die wie kaum eine andere f?r dem Sommer steht. Ihre Farbe erinnert an die Sonne, ihr Geschmack ist s? wie ein Ferientag. Die Rede ist von der Aprikose. Oder von der Marille, denn so wird die Prunus armeniaca bei unseren ?sterreichischen Nachbarn, aber auch im Bayerischen genannt. Ich beziehe meine Aprikosen aus Frankreich , erkl?rt Obsth?ndlerin Fath. Denn dort bekomme die s?e Steinfrucht mit dem leicht ...

So SĂŒĂŸ Wie Ein Sommerferien-Tag

Hochtouren fahren zu können. „Innerhalb von zwölf Monaten , da sei er sicher, „wĂŒrden wir den Stoff herstellen können. Erst vor ein paar Tagen hat Andrews einen möglichen Investor getroffen. Einen Namen will er nicht nennen, aber der junge MillionĂ€r landete mit seinem Privatjet in Reno. Mit an Bord: drei Models und eine eingebaute Striptease-Stange. Das hatte Andrews sich einmal anders vorgestellt. Sein Wunsch wĂ€re es zu forschen, in Ruhe, unbeobachtet, sagt er. Er sagt aber auch: „Wenn du pleite bist, gehst du zum Pfandleiher. Und er malt sich gern aus, wie es sein könnte, wenn er eines Tages doch noch seinen großen Auftritt hĂ€tte. „Betty White , sagt er und meint die 93-jĂ€hrige US-Schauspielerin, bekannt aus der Sitcom „Golden Girls . „Sie kommt einfach auf die BĂŒhne, nachdem sie unser Mittel eingenommen hat. Statt wie 93 sieht sie wieder aus wie 24. Das wĂ€r’s. Dann mĂŒssten wir keine weitere Werbung mehr machen. Barzilai und Andrews, sie kĂ€mpfen den gleichen Kampf – aber mit unterschiedlichen Waffen. Der eine hatte mehr GlĂŒck, den anderen scheint es verlassen zu haben. Aber ohne sie gĂ€be es die Altersforschung, wie man sie heute kennt, nicht. VerjĂŒngung dauert nur vier Wochen – bei MĂ€usen Inzwischen sind es weltweit etwa 1000 Forscher, schĂ€tzt Andrews, die sich auf dem Feld der molekularen Altersforschung bewegen. Und vielleicht zehn von ihnen bestimmen mit ihren Forschungen und Veröffentlichungen den aktuellen Stand der Debatte. Barzilai gehört dazu. Andrews mĂŒsste langsam mehr Fortschritte liefern und weniger Hautcremes. Sonst wird man vielleicht auch ihn bald nur noch als Scharlatan ansehen. So sieht fĂŒr Frauen der perfekte Mann aus Eine Klinik in Manchester hat basierend auf Prominentengesichtern eine Umfrage zur AttraktivitĂ€t von MĂ€nnern durchgefĂŒhrt. Jetzt glauben die Forscher zu wissen, wie der perfekte Mann aussieht. Immer mal wieder gibt es Testergebnisse, die das große Ziel, das diese Forscher haben, ein StĂŒckchen wirklicher erscheinen lassen. Da schafften es Wissenschaftler wie der US-Amerikaner Ronald DePinho etwa, alte MĂ€use ohne Fell, dement, in stark verjĂŒngte, agile Tiere zurĂŒckzuverwandeln. Und zwar indem sie das Telomerase-Gen kĂŒnstlich erst ab- und dann wieder anschalteten. Nur vier Wochen dauerte diese VerjĂŒngung, und die Tiere hatten wieder glattes Fell und eine bessere Orientierung. Schalteten die Forscher das Gen wieder ab, begannen die Tiere wieder zu altern. Testreihen wie diese befeuern natĂŒrlich die Arbeiten von Forschern wie Barzilai und Andrews. Doch: Menschen sind keine MĂ€use. Dennoch haben Ergebnisse wie diese auch viel damit zu tun, wie LĂ€nder wie Deutschland oder die USA in den kommenden Jahren aussehen könnten. Andrews spricht von einem „silver tsunami , also der kommenden Überalterung der Gesellschaft in vielen Industrienationen, den Problemen ihrer Pflege, den explodierenden Gesundheitskosten fĂŒr die Behandlung von Millionen alter und kranker Menschen. Dem will er nicht tatenlos zusehen. FĂŒr ihn gilt: „Wir können natĂŒrlich scheitern. Aber ich will nicht abtreten, ohne diese Theorie getestet zu haben. NatĂŒrlich sind Wissenschaftler wie Barzilai oder Andrews auch GeschĂ€ftsmĂ€nner. Andrews muss sehen, dass er schleunigst Investoren bekommt. Aber auch UniversitĂ€ts- und Collegeforscher mĂŒssen sich selbst darum kĂŒmmern, dass sie das Geld fĂŒr ihre Forschung zusammenbekommen, besonders in den USA. Der Staat hat sich weitgehend aus der Finanzierung zurĂŒckgezogen. Das heißt, die Wissenschaftler sind auf Drittmittel angewiesen. Und das ist fast immer Geld aus privaten Stiftungen oder der Industrie. Und die hat keine Zeit fĂŒr jahrelange Grundlagenforschung, sie will Produkte. Und Profite. Christoph Englert ist froh, dass er unter solchen Bedingungen nicht arbeiten muss. Englert ist ein hochgewachsener, sportlicher Mann von 53 Jahren, der viel jĂŒnger aussieht. Er forscht in einem hochmodernen Neubau mit breiten Glasfronten und einer fast ganz in Weiß gehaltenen Einrichtung am Rande Jenas. Ähnliche Mechanismen und MolekĂŒle bei Mensch und Tier Englert ist Professor am ...


Wie Teenager Mit Bitcoins Zum MillionÀr Wurde

... gehen. Diese ließen sich darauf ein - und der Plan des Teenagers ging dank kluger Investitionen tatsĂ€chlich auf. @keely_love4 's fancy photo of me! http:/t.co/q00hSvg1KU pic.twitter.com/I3F3LqyGJu — Erik Finman (@erikfinman) 24. Januar 2015 Nach 1000-Dollar-Geschenk von der Großmutter: Investition in Bitcoins zur richtigen Zeit Offensichtlich bewies der US-amerikanische Teenager aus dem Bundesstaat Idaho 2011 das richtige HĂ€ndchen. Er nutzte 1.000 Dollar, die er zuvor von seiner Großmutter geschenkt bekommen hatte, und investierte in ...

Wie Teenager Mit Bitcoins Zum MillionÀr Wurde

Fritz-Lipmann-Institut fĂŒr Altersforschung und einer der bekanntesten deutschen Altersforscher. Zusammen mit etwa 160 Wissenschaftlern ist auch er dort dem Altern auf der Spur. Er liest viel darĂŒber, was die amerikanischen Kollegen veröffentlichen. Vieles von dem, was sie herausfinden und beschreiben, hĂ€lt er fĂŒr relevant. Aber er hat einen Luxus, den sie nicht haben. Er braucht die Industrie nicht, um seine Arbeit zu finanzieren. Das Geld fĂŒr seine Forschungen geben der Bund, das Land ThĂŒringen und Drittmittelgeber wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft oder die EU. Englert hat deshalb Zeit. Zeit, sich von Erkenntnis zu Erkenntnis zu hangeln, von Fortschritt zu Fortschritt. Er und sein Team betreiben vor allem Grundlagenforschung ĂŒber das Altern. Englert und seine Kollegen untersuchen die Gene von Fischen, Hefen und Nacktmullen. Sie untersuchen, wie und warum Fruchtfliegen, MĂ€use oder FadenwĂŒrmer altern. Ein Experiment mit Menschen, wie es Barzilai demnĂ€chst starten will, hat er nie durchgefĂŒhrt. Davon ist er weit entfernt. Doch obwohl sich der Organismus eines Menschen nicht mit dem eines Fadenwurms vergleichen lĂ€sst, gibt es Ă€hnliche Mechanismen und MolekĂŒle. Englert will diese Mechanismen erst einmal verstehen, um dann ĂŒber mögliche Medikamente oder Therapien nachzudenken, wie die amerikanischen Kollegen. Allerdings nicht so schnell, nicht so frĂŒh. Er glaubt, dass die Wissenschaft noch weit davon entfernt ist, wirklich zu wissen, was das Altern letztlich auslöst. Die Gene spielen eine Rolle, sicher. Die Telomerase spielt eine Rolle, auch das stellt er nicht infrage. Aber der eine, der entscheidende Grund? DafĂŒr sei das Altern ein viel zu komplexer Prozess. Manche Gene erhöhen beispielsweise in jungen Jahren die Fruchtbarkeit, im Alter können sie der Grund sein, dass jemand an Krebs erkrankt. Englert ist deshalb viel vorsichtiger als Barzilai oder Andrews, was Versprechungen angeht. Auch das kann er sich leisten. Denn er konkurriert nicht so stark um Gelder aus der Industrie. Er muss die Pharmafirmen nicht so sehr fĂŒr seine Arbeit interessieren. Englert sagt: „Eine Pille gegen das Altern wird es nicht geben. Doch es wird möglich sein, das Altern zu verlangsamen. Dass es möglich ist, wieder jĂŒnger zu werden, wie Andrews es glaubt, hĂ€lt er dagegen fĂŒr Unsinn. Deutsche Forscher sehen das Altern nicht so negativ Altern versteht Englert recht allgemein als ein „Nachlassen von Organfunktionen . Er findet, dass es insgesamt noch zu viele Theorien gibt und zu wenige gesicherte Daten. Er sieht es wie folgt: Die Gene bilden den „Möglichkeitsrahmen . Er glaubt, wie Andrews und eine Reihe anderer Kollegen, dass ein Mensch höchstens 125 Jahre alt werden kann. Dass er, je nach Lebensstil, diesen Rahmen ausschöpft oder verkĂŒrzt. Über Andrews Telomer-Produkte lĂ€chelt er. Doch was ihm bisher das grĂ¶ĂŸte Unbehagen bereitet, ist die amerikanische Idee, dass Altern eine Krankheit sein soll. Das Altern erwartet jeden, auch Menschen, denen es an nichts fehlt. Wie sollte das eine Krankheit sein? „Krankheiten , sagt Englert, „sind als Ausnahme definiert. Aber wenn alle dasselbe haben, ist es keine Ausnahme mehr. Dann mĂŒssten auch graue Haare eine Krankheit sein. Englert, und das unterscheidet generell die deutschen Wissenschaftler vor allem von den amerikanischen Kollegen, sieht das Alter nicht so negativ. Nicht als Verfall, dem man mit Pillen zu Leibe rĂŒckt, sondern als Gewinn fĂŒr eine Gesellschaft. Englert meint Menschen, die erfahrener werden, abgeklĂ€rter, souverĂ€ner. Es wird irgendwann vielleicht Mittel geben, die unangenehme Begleiterscheinungen des Alterns mildern können, besser als heute. Doch trotz aller Fortschritte, sagt Englert, „werden wir auch in zehn Jahren noch sterben . Und das spĂ€testens mit 125 Jahren. Die Hoffnung auf das große GeschĂ€ft zieht auch GlĂŒcksritter und Scharlatane an. Typen zum Beispiel, die glauben, Unsterblichkeitsrezepte wie dieses gefunden zu haben: uralte Bakterien, die sie aus dem Dreck sibirischer Permafrostböden gekratzt und die sie sich in die eigene Blutbahn gejagt haben. Der New Yorker Barzilai macht ein angewidertes Gesicht, wenn man ihn darauf anspricht. ...