Wie Der Hygienewahn Der Hautgesundheit Schadet



Wie Der Hygienewahn Der Hautgesundheit Schadet

Wie Seife, Shampoo, Duschgel und Deo der Haut schadet Dermatologie Wie der Hygienewahn der Hautgesundheit schadet Von Nik Walter | Die Zusammensetzung unserer Hautflora hĂ€ngt maßgeblich davon ab, wie hĂ€ufig und womit wir uns waschen Quelle: Getty Images Die oft ĂŒbertriebene Körperhygiene hat nicht nur gute Seiten: Mit Seifen, Shampoos, Duschgels und Deos töten wir tĂ€glich Milliarden nĂŒtzlicher Hautbakterien – probiotische Sprays könnten helfen. HĂ€nde waschen. Haare shampoonieren. Sich einseifen beim Duschen. Ein Deo auftragen. All diese Hygienepraktiken sind heute so selbstverstĂ€ndlich, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sich unsere Vorfahren noch bis vor 150 Jahren kaum wuschen, nie duschten, dafĂŒr krĂ€ftig stanken, weil sie Deos, Seife und andere Hautpflegemittel nicht kannten. Es war definitiv keine Zeit fĂŒr feine NĂ€schen. Das alles Ă€nderte sich erst in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts. Um 1850 forderte der ungarische Arzt Ignaz Semmelweis als Erster das medizinische Personal auf, die HĂ€nde regelmĂ€ĂŸig zu waschen. Etwas spĂ€ter entdeckte der französische Chemiker Louis Pasteur den Zusammenhang zwischen bakteriellen Keimen und Krankheiten. Diese und weitere Errungens ...


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... nnerungen werden andere Erinnerungen abgeschwÀcht. Wie gut man sich an ein Objekt erinnert, wird beeinflusst von der Zahl der Àhnlichen Objekte, denen man begegnet , sagt Geoff Ward, Psychologe an der University of Essex. Er hat Studierende auf eine Campustour geschickt. An acht verschiedenen Stationen warteten jeweils sechs verschiedene Dinge. Die Studenten sollten sich möglichst viele dieser Dinge merken. Eine Gruppe aber behandelte er etwas anders: Nach der Tour und vor dem Test zeigte er ihnen Fotos von einigen ausgewÀhlten Dingen, die an drei der acht ...

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chaften begrĂŒndeten die so segensreiche Hygienerevolution. Dank ihr sind wir heute viel gesĂŒnder, wir leben deutlich lĂ€nger und profitieren dabei von einer markant höheren LebensqualitĂ€t. Deshalb möchte heute auch niemand mehr auf moderne Körperhygienepraktiken verzichten. Und doch gibt es Stimmen, die darin nicht nur die positiven Seiten sehen und vor einem ĂŒberbordenden Sauberkeitswahn warnen. Denn ein Aspekt der modernen Körperhygiene geht gern vergessen: Mit den Seifen, Lotionen, Shampoos und Deos killen wir Tag fĂŒr Tag auch Milliarden von Bakterien, die unsere Haut besiedeln. Bakterien notabene, die schon Hunderttausende von Jahren mit uns leben, die uns zum allergrĂ¶ĂŸten Teil gut gesinnt sind, die zur Hautgesundheit beitragen und die uns sogar bei der Abwehr von gefĂ€hrlichen Keimen an vorderster Front unterstĂŒtzen. Vor 150 Jahren gab es kaum Akne oder Hautallergien „Die Haut ist das grĂ¶ĂŸte Organ des Körpers , sagt der Biotechunternehmer Jamie Heywood aus Boston. Laut dem Direktor von Aobiome, einer auf Hautbakterien spezialisierten Firma, reguliert sie den Stickstoff- und Sauerstoffhaushalt, die periphere Blutversorgung sowie die Aktivierung des Immunsystems. So lange brauchen ...


Wie Essen Unser Verhalten Beeinflusst

... proteinreiches Essen zu sich genommen hatten, im anschließenden Spiel versöhnlicher. Je höher der Anteil an Kohlenhydraten im FrĂŒhstĂŒck war, desto sensibler reagierten die Probanden auf unfaire Angebote. Bei dem Versuch konzentrierten sich die Wissenschaftler auf das FrĂŒhstĂŒck, weil es die Testpersonen auf nĂŒchternen Magen zu sich nahmen und das Ergebnis nicht durch frĂŒhere Mahlzeiten verfĂ€lscht wurde. Die Forscher erklĂ€ren sich den Zusammenhang laut einer Mitteilung der UniversitĂ€t LĂŒbeck damit, dass die Zusammensetzung des Essens die Biochemie unseres Gehir ...

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die Deutschen im Bad Das Video konnte nicht abgespielt werden. Bitte versuchen Sie es spĂ€ter noch einmal. Laut einer Studie nehmen sich die Deutschen fĂŒr Pflege und Styling soviel Zeit wie kaum eine andere Nation. Doch wer braucht eigentlich lĂ€nger im Bad: Frauen oder MĂ€nner? Quelle: Die Welt Das Problem dabei: „Wir bombardieren die Haut seit 1870 mit Chemie , sagt Heywood. „Alle kommerziellen Hautprodukte sind voll von Konservierungsstoffen. Das Ökosystem Haut – dazu zĂ€hlen neben unzĂ€hligen Bakterien auch Viren, Pilze und winzige Milben – ist noch weitgehend Terra incognita. Erst in den vergangenen zehn Jahren haben Biologen begonnen, sich fĂŒr das „Mikrobiom der Haut zu interessieren. Dabei mussten die Forscher feststellen, dass die Hautflora aus einer riesigen Vielfalt an Bakterien zusammengesetzt ist und dass sich diese Zusammensetzung nicht nur zwischen einzelnen Körperpartien massiv unterscheidet, sondern auch von Mensch zu Mensch. Rund eine Billion Bakterien leben stĂ€ndig auf oder in der Haut, schĂ€tzen Experten. Die allermeisten davon harmonieren bestens mit dem Menschen, ja, sie schĂŒtzen uns sogar vor Angriffen von krank machenden und schĂ€dlichen Erregern. Dabei arbeiten ...


DiÀt-Drinks Bei Den Discountern

... zu kaufen – und DiĂ€t-Drinks der Marke „Peak Delicious Whey Protein in Geschmacksrichtungen wie Erdbeer, Vanille oder Schokolade. Weitere DiĂ€t-Angebote der Discounter zum Abnehmen im neuen Jahr. Rewe bietet in Kooperation mit dem Bodychange-Programm derzeit das Myshake Starters BodyChange Paket fĂŒr 29,90 Euro an. Bei Netto gibt es zum leichten Start ins Jahr diverse FitnessgerĂ€te wie etwa einen Vibrationstrainer fĂŒr 149,98 Euro und ein Fitness-Armband fĂŒr 19,98 Euro sowie Fitness-DVDs zu kaufen, ...

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diese Symbionten auch mit unserem Immunsystem zusammen. Mikroben findet man ĂŒberall auf der Haut, besonders viele an talgigen und feuchten Stellen wie den FingerzwischenrĂ€umen, Kniekehlen oder OhrfĂ€ltchen. Wie jedes Ökosystem ist auch das Mikrobiom der Haut anfĂ€llig fĂŒr Störungen. Prinzipiell gilt das Gleiche wie bei der Darmflora: Je vielfĂ€ltiger und stabiler die Zusammensetzung, desto gesĂŒnder. Gleichgewicht der menschlichen Hautflora wird gestört Mit der tĂ€glichen Dusche, vor allem aber mit all den Seifen, Shampoos, Deos und Cremes bringen wir dieses Gleichgewicht durcheinander. „Beim Duschen nur mit Wasser verlieren wir jeweils etwa 30 bis 40 Prozent unserer Hautflora , schĂ€tzt Heywood. Nicht eine der getesteten Antifaltencremes lindert Falten Im Test haben alle neun Antifaltencremes versagt. Keine einzige erzielte die versprochene Wirkung, alle Cremes erhielten die Note Mangelhaft . Dabei war es egal, ob die Creme 2 Euro oder 87 Euro kostete. Mit Seife mĂŒssen wohl noch viel mehr Mikroben dran glauben. „Unsere Haut wurde von der Evolution nicht darauf hin konzipiert, dass sie jeden Tag mit 37 Grad warmem Wasser gewaschen wird. Das hat Folgen: Zwar leben wir heute generell viel ...


Alles Was Ihr Über Den Schwarzen Food-Trend Wissen MĂŒsst

... Deutschland? Von Japan ĂŒber Gesamt-Asien ist der Trend - natĂŒrlich - erst einmal nach Amerika geschwappt. Doch auch in Deutschland kommt schwarzes Essen langsam an. Food Trucks verkaufen ihre Kreationen auf Street-Food-Markets, wie zum Beispiel die „Keluha - The Black Food Company , die die ersten schwarzen Pommes weltweit anbieten. In Essen kann man im EiscafĂ© Bertram (Am Bocklerbaum 24-26, 45307 Essen-Kray) das schwarze Eis „Grubengold probieren und in Berlin lassen sich schwarze Burger im koreanischen Restaurant „Chilees (Choriner Str. 35, 10435 Prenzlauer ...

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gesĂŒnder als vor 150 Jahren, dafĂŒr gab es bis Mitte des 19. Jahrhunderts noch kaum Hautkrankheiten : keine Akne , kaum Allergien , keine Neurodermitis . Alle diese Hautleiden haben möglicherweise damit zu tun, dass das Gleichgewicht der menschlichen Hautflora wegen der exzessiven Körperhygiene massiv gestört ist und dass schĂ€dliche Bakterien, die an diesen Krankheiten mitbeteiligt sind, so ein leichtes Spiel haben. Dass die Balance der Hautmikroben nicht mehr stimmt, darauf deutet auch ein Befund von Heywoods Aobiome hin. Die Firma, und allen voran ihr wissenschaftlicher Leiter David Whitlock, ist ĂŒberzeugt, dass dem modernen Menschen heute sogenannte ammoniakoxidierende Bakterien (AOB) fehlen. Diese finden sich sonst ĂŒberall, wo es Ammoniak gibt, etwa im Wasser oder im Boden – außer eben auf der menschlichen Haut. Das war vor der Hygienerevolution wohl anders, wie eine Studie mit der indigenen Volksgruppe der Yanomami im Amazonasgebiet zeigt: Alle Yanomami haben AOB auf ihrer Haut, in westlichen Kulturen findet man die Bakterien aber bei weniger als einem Prozent der Menschen. Spray mit lebenden Bakterien hat eingeschlagen AOB erfĂŒllen laut Heywood auf der Haut eine wichtige Funktion: ...


Fachmann Analysiert Straßenzustand

... Er machte dann seinen Meister und grĂŒndete seinen Betrieb. Danach arbeitete er im Auftrage des Bezirks Pankow. Fast 40 Jahre war er auf Straßen unterwegs, um Pflaster zu erneuern. „Es gibt eigentlich keine Straße mit Pflasterung in den Grenzen des alten Bezirks Pankow, auf der ich nicht gearbeitet habe , sagt der 68-JĂ€hrige. Allerdings musste er vor einigen Jahren aus gesundheitlichen GrĂŒnden seinen Beruf an den Nagel hĂ€ngen. Als Fachmann ist er allerdings weiterhin anerkannt. Sein Urteil zum Zustand der beiden Straßenabschnitte ...

Fachmann Analysiert Straßenzustand

Sie wandeln Ammoniak (aus Schweiß oder Urin) um in Nitrit und Stickstoffmonoxid (NO). Diese Substanzen wirken anti-entzĂŒndlich. Die AOB senken zudem den pH-Wert (die Haut wird saurer) und können so schĂ€dliche Bakterien bekĂ€mpfen. Auf diesen Sonnenschutz sollten Sie verzichten Die Stiftung Warentest hat 19 Produkte mit Sonnenschutzfaktor 30 und 50 geprĂŒft, viele erfĂŒllen ihre Aufgabe gut. Ausgerechnet zwei der teuersten Produkte fielen aber durch. Quelle: N24 Letztes Jahr lancierte Aobiome unter dem passenden Namen „Mother Dirt ( Mutter Dreck ) eine hautfreundliche Produktlinie, allen voran ein Spray mit lebenden ammoniakoxidierenden Bakterien. Ohne viel Werbung, aber mit guter Presse haben die Produkte laut Heywood eingeschlagen. Man habe schon ĂŒber 9000 Kunden, die sich tĂ€glich mit den Bakterien besprĂŒhen und sich dafĂŒr weniger waschen. In einer kleinen Studie konnte Aobiome zeigen, dass sich das Aussehen der Haut verbessere und sich die Haut besser anfĂŒhle. Zudem hĂ€tten sie Fallberichte von ĂŒber 100 Kunden, die ein Leben lang Hautprobleme hatten, welche mit dem Spray dann verschwunden seien. „Diese Befunde sind aber statistisch nicht gesichert , gibt Heywood zu. Aobiome ist ...


24-Stunden-Challenge Gegen Hunger Brachte 139.915 Euro

... ein Schulbub, der die Nacht mit Freunden durchgemacht hat, um die Welt zu retten – ein saugutes GefĂŒhl. BundesprĂ€sident vor Ort Die Aktion, die auf der Mariahilferstraße stattfand, wurde von zahlreichen Menschen unterstĂŒtzt. Schwertner: „Mein Dank gilt zu allererst den vielen Freiwilligen, die unermĂŒdlich  Luftballone aufgeblasen haben, die Flyer verteilt und Geldspenden entgegengenommen haben. Diese Freiwilligen und die vielen SpenderInnen waren es, die die Challenge zu einem großen Erfolg gemacht haben. UnterstĂŒtzung kam auch von promin ...

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derweil nicht die einzige Firma, die sich eine bessere Balance der Hautflora auf die Fahne geschrieben hat. In Magdeburg tĂŒftelt die Firma S-Biomedic an einer komplexen Mischung von Bakterien, die ebenfalls das Ungleichgewicht auf der Haut beheben soll. Laut CEO Bernhard Paetzold will S-Biomedic ihr Produkt noch dieses Jahr an Menschen testen und klinisch validieren – und möglichst bald auf den Markt bringen. Auch der Kosmetikkonzern L’OrĂ©al arbeite intensiv an sogenannten probiotischen Hautprodukten (mit nĂŒtzlichen Bakterien, analog zu probiotischen Joghurts), sagt Paetzold. In den nĂ€chsten Jahren könnten Hautprobiotika demnach ein großes GeschĂ€ft werden. Forschergruppe aus Genf sucht ein natĂŒrliches Deo Firmen wie Aobiome und S-Biomedic geht es aber nicht primĂ€r um Hautkosmetik, sondern vielmehr um die Behandlung von Hautleiden wie Akne. Die bisherigen (noch unpublizierten) Ergebnisse einer ersten Aknestudie von Aobiome ĂŒberzeugen allerdings nicht, auch wenn Heywood sagt: „Das Spray schneidet nicht schlechter ab als die gĂ€ngigen Therapien. Dieser Beitrag erschien in leicht verĂ€nderter Fassung in der Schweizer Sonntagszeitung . Wir veröffentlichen den Beitrag im Rahmen der ...


Die Energiemaschine

... frĂŒhen sechziger Jahren Jazz-Geschichte geschrieben hat, ist damals Professor in Dresden und erkennt sofort das Ausnahmetalent. „Ich wusste, den will ich bei uns haben , sagt er. Nur: Lillinger ist viel zu jung und hat kein Abitur. Sommer beruft sich auf den „Genie-Paragrafen und wird zum Mentor des kleinen Trommlers, der mit 16 sein Studium aufnimmt. Keine leichte Aufgabe fĂŒr den Professor. Lillinger gilt als schwierig, arrogant, weiß alles besser. Die Akademie geht ihm auf die Nerven, die Stadt ist ihm zu eng. ...

Die Energiemaschine

Zeitungskooperation Lena (Leading European. Newspaper Alliance) Quelle: Infografik Die Welt Die Kunden seien jedenfalls zufrieden. 60 Prozent der Kunden mit Akne wĂŒrden das 50 Dollar teure Spray (es hĂ€lt etwa einen Monat lang) wieder bestellen, wohingegen nur 20 Prozent der Kunden ohne Akne. Einem natĂŒrlichen Deo ist derweil eine Forschergruppe aus Genf auf der Spur. Das Team um Vladimir Lazarevic vom Genfer UniversitĂ€tsspital untersuchte letztes Jahr zusammen mit dem Aroma- und Duftstoffhersteller Firmenich die Zusammensetzung der Achselhöhlenflora bei 24 Freiwilligen sowie die GerĂŒche, die sie absonderten. Die eine HĂ€lfte der Probanden nutzte Deos, die andere nicht. Die Auswertung zeigte drei Dinge: Erstens töten die Deos praktisch alle Bakterien ab. Zweitens – wenig ĂŒberraschend – stinken die Benutzer von Deos weniger. Und drittens konnten die Forscher zeigen, dass bei Menschen mit stark riechendem Schweiß die Corynebakterien ĂŒberwiegen, bei solchen mit wenig Schweißgeruch die Propionibakterien. „Man könnte sich nun ein probiotisches Deo mit diesen Bakterien vorstellen , sagt Lazarevic. „Ich selber bevorzuge eine natĂŒrliche Zusammensetzung der Hautflora. Dem könnte Jamie Heywood nur beipflichten. ...