Berliner Morgenpost



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Berliner Morgenpost Übergewicht Rund, na und? Zwei Drittel der MĂ€nner und die HĂ€lfte der Frauen in Deutschland kĂ€mpfen mit Übergewicht. Wie man lernt, sich zu akzeptieren und gesund zu leben Von Daniela Noack Susen Hothmer (l.) und Nicole Czerwonsky von der Boutique „GrĂ¶ĂŸenWahnsinn prĂ€sentieren sich in einer Hose mit zwei Meter Umfang Foto: Reto Klar Die erste DiĂ€t machte Gisela Enders mit acht Jahren. Schon damals fĂŒhlte sie sich dicker als ihre Freundinnen. Das Abnehmen gelang. Doch dann nahm sie wieder zu. Zum Abitur hatte sie erneut stark abgenommen. Der Lehrer gratulierte ihr zu ihrer schlanken Figur – und nicht zu ihrem guten Schulabschluss. Das Gewicht der heute 49-jĂ€hrigen Berlinerin ging stĂ€ndig hoch und runter. Mal nahm sie 20 Kilo ab, um gleich darauf wieder 25 Kilo zunehmen. Heute stellt sie sich nicht mehr auf die Waage. Es sei denn fĂŒr eine medizinische Untersuchung. Das Gewicht will sie dann lieber nicht wissen. Zu lange hat sie sich von der Waage terrorisieren lassen. Seit sie diese aus ihrem Leben verbannt hat, hat sich ihre KleidergrĂ¶ĂŸe 52/54 nicht mehr verĂ€ndert. Sie fĂŒhlt sich gesund, und die HausĂ€rztin ist jedes Mal ĂŒberrascht ĂŒber ihre guten Blutwerte. Inzwischen kann Gisela Enders sagen: Ich fĂŒhle mich wohl in meiner Haut. Übergriffige Kommentare Wohl in meiner Haut : Das ist auch der Titel ihres Buches, in dem Gisela Enders ĂŒber ihre Erfahrungen als Dicke berichtet. Auch wenn sie sich selbst inzwischen akzeptiert hat, so wie sie ist – die Gesellschaft macht es ihr hĂ€ufig schwer. Es besteht immer die Gefahr, auf der Straße angesprochen zu werden , erzĂ€hlt Gisela Enders. Ob das die Beschimpfung als ,fette Kuh' ist, wenn ich mit dem Fahrrad daher komme, oder eine dumme Bemerkung, wenn ich nach einem schönen Abend das Restaurant verlasse: Es macht einen immer ein bisschen angespannt. Ein Hautarzt, den sie aus ganz anderen GrĂŒnden aufgesucht hatte, fragte sie, ob sie nicht ĂŒber eine Magenverkleinerung nachdenken wolle. Das empfand sie als ĂŒbergriffig. Gisela Enders weiß, dass es nicht nur ihr so geht. Sie arbeitet als Coach mit Menschen, die mit ihrem Gewicht hadern. Sie hilft ihnen, die Selbstwahrnehmung zu verĂ€ndern, einen gesunden Lebensstil zu entwickeln und – vor allem – Selbstliebe zu entdecken. Seit 20 Jahren setzt sich Gisela Enders fĂŒr ...


Neuanfang Im Glockenbachviertel

... „jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt , sagt Rohaly. „Auch wenn ich mit einem LĂ€cheln an die alten Zeiten denke. Dementsprechend freut er sich ĂŒber jedes bekannte Gesicht. Denn im vergangenen Jahr haben viele StammgĂ€ste fĂŒr den Erhalt seines CafĂ©s am Viktualienmarkt gekĂ€mpft, Briefe an das Ordinariat geschrieben und sogar eine Unterschriftenaktion gestartet – wenn auch letztlich vergebens. „Das hat mich natĂŒrlich sehr gefreut. Da habe ich gemerkt, dass die Leute immer gerne da waren. Und ...

Neuanfang Im Glockenbachviertel

die Akzeptanz dicker Menschen ein. Lange war sie Vorsitzende des Vereins Dicke e. V. und kĂ€mpfte gegen die Diskriminierung von Schwergewichten in unserer Gesellschaft. Selbst schuld an den Pfunden? Zwei Drittel der MĂ€nner (67 Prozent) und die HĂ€lfte der Frauen (53 Prozent) in Deutschland sind laut Robert Koch Institut ĂŒbergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen (23 Prozent der MĂ€nner und 24 Prozent der Frauen) ist adipös, also stark ĂŒbergewichtig. Ermittelt werden die Werte mithilfe des Body-Mass-Index (BMI). Adipositas ist definiert als BMI von 30 oder mehr. Ein Beispiel: Eine 1,60 Meter große 40-jĂ€hrige Frau mit einem Gewicht von 77 Kilo hat einen BMI von 30,1. Übergewicht und Adipositas sind Mitursache fĂŒr viele gesundheitliche Beschwerden und begĂŒnstigen die Entwicklung chronischer Krankheiten. Dass sie zu Stigmatisierung fĂŒhren, lĂ€sst sich ebenfalls mit Zahlen belegen. 38 Prozent der Bevölkerung finden dicke Menschen unĂ€sthetisch, ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit. Bei stark Übergewichtigen sagen das sogar 71 Prozent. Nach der Untersuchung glaubt die Mehrheit der Befragten zudem, dass Fettleibige selbst schuld an den ĂŒberflĂŒssigen Pfunden und nur zu faul zum Abnehmen seien. Ich denke, ich wĂ€re schlanker, wenn man mich akzeptiert hĂ€tte, wie ich bin, und wenn ich den DiĂ€tenwahnsinn nicht mitgemacht hĂ€tte , sagt Gisela Enders. Heute weiß sie: Der grĂ¶ĂŸte Druck kam von ihr selbst. Aber auch von ihrer Umgebung. Es waren die Blicke, die Bemerkungen, das GefĂŒhl, nicht dazuzugehören. Jede Zeitschrift suggerierte: Du kannst das Ă€ndern. 28 Jahre lang quĂ€lte sie sich, bis sie verstand: Ich werde mit jeder DiĂ€t schwerer. Der Gewichtsverlust durch eine DiĂ€t ist in den meisten FĂ€llen nicht von Dauer. Vorsicht, Jojo-Effekt Im Gegenteil: DiĂ€ten können den sogenannten Jojo-Effekt auslösen. Das heißt, der Körper lernt mit jeder neuen Hungerkur , mit weniger Nahrung auszukommen und schneller Fett anzusetzen. Was also tun, um sich selbst nicht zu verleugnen, aber dennoch gesund zu bleiben? DiĂ€ten jedenfalls sind umstritten. Mit ihnen hat auch Susen Hothmer, Inhaberin der Charlottenburger Boutique GrĂ¶ĂŸenWahnsinn , schlechte Erfahrungen gemacht. Sie sagt: Das Einzige, was hilft, ist eine ErnĂ€hrungsumstellung und Sport. Ihr Leben lang kĂ€mpfte sie mit ihrem ...


Tipps Rund Ums Steak

... Ă€nger in der Indirekten Zone. 2. Fingerprobe: Durch Fingerdruck auf das Fleisch kann der Gargrad ermittelt werden. Zum Vergleich gibt es einen Trick: Wenn Sie Zeigefinger und Daumen locker zusammenhalten und mit dem Zeigefinger der anderen Hand auf den Handballen drĂŒcken, fĂŒhlt sich das etwa so an, wie ein „englisches , also noch blutiges Steak. Wenn Sie aber den Mittelfinger an den Daumen legen und auf den Handballen drĂŒcken, entspricht das dem Widerstand eines „medium rare -Steak. Ringfinger an Daumen ...


Gewicht. Irgendwann gelang es ihr, sich auf GrĂ¶ĂŸe 40 herunterzuhungern. Doch nach der Geburt ihrer Kinder waren die Pfunde wieder drauf. Die Boutiquebetreiberin und ihre Mitarbeiterin Nicole Czerwonsky sind gestandene Weibsbilder. Dick wirken sie jedoch beide nicht. Aber wĂ€hrend die Chefin immerhin GrĂ¶ĂŸe 50 trĂ€gt, gehört die Mitarbeiterin mit GrĂ¶ĂŸe 42/44 schon gar nicht mehr zur Zielgruppe des Ladens. Doch von solchen Äußerlichkeiten sollte man sich nicht tĂ€uschen lassen. Auch Nicole Czerwonsky hat eine lange DiĂ€ten-Odyssee hinter sich und kennt die Probleme der schwergewichtigen Klientel bestens. FrĂŒher trug die ehemalige Kundin KleidergrĂ¶ĂŸe 56/58. Im Jahr 2010 bekam sie aus gesundheitlichen GrĂŒnden einen Magenbypass gelegt und hat seitdem stark abgenommen. Schon in der Antike gab es DiĂ€ten Übergewicht und die Suche nach Auswegen: Das ist kein PhĂ€nomen der Neuzeit, wie die preisgekrönte englische Autorin Louise Foxcroft in ihrem Buch Calories & Corsets beschreibt. Darin nimmt sie die Geschichte der DiĂ€t unter die Lupe. Hippokrates, der berĂŒhmte Arzt der griechischen Antike, setzte gern Essig zur Behandlung der Fettsucht ein. Zugleich stellte er fest, dass zu einer gesunden ErnĂ€hrung ein gewisses Maß an körperlicher Bewegung nötig ist. Stark Übergewichtige sollten schwere Arbeiten verrichten und nur eine Mahlzeit pro Tag zu sich zu nehmen. Auch Erbrechen auf Ă€rztliche Anweisung gehörte zu seiner Therapie. Hippokrates wusste aber auch, dass sich nicht jede Behandlung fĂŒr jeden eignet und die Konstitution von Menschen unterschiedlich ist. Heute ĂŒberbieten sich Zeitungskioske, Buchhandlungen und das Internet mit Informationen zum Thema gesunde ErnĂ€hrung oder Tipps zum Abnehmen. Darunter seien viele Falschmeldungen und jede Menge Angebote, mit denen sich vor allem viel Geld verdienen lĂ€sst, warnen die Experten des Zentrums fĂŒr Adipositas und Metabolische Chirurgie an der Berliner CharitĂ©. Aber wo liegen ĂŒberhaupt die Ursachen fĂŒr Übergewicht? Vor wenigen Jahrzehnten vermutete man bei schwer Übergewichtigen eine DrĂŒsenkrankheit . Die Schuld fĂŒr das erhöhte Gewicht schrieb man sogenannten monogenetischen Erkrankungen zu, also ererbten, auf einem Gendefekt beruhenden Störungen wie eine SchilddrĂŒsenerkrankung oder VerĂ€nderungen am Hypothalamus. Alle Patienten im ...


Golden State Warriors Zum FĂŒnften Mal Nba-Sieger

... 34 Punkten und 10 Assists eine starke Leistung zeigte, bedankte sich bei den Fans fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung: Es war unglaublich, die Energie in dem GebĂ€ude war auf Stufe 12 von zehn möglichen Stufen. NatĂŒrlich gab es Höhen und Tiefen im Spiel. Aber man konnte immer spĂŒren, dass wir kurz davor waren, das Ding zu reißen. Die letzten drei Minuten waren wie im Traum, nur noch Emotionen und Energie. Das uns das vor unserem eigenen Publikum gelungen ist, werde ich fĂŒr eine lange Zeit nicht mehr vergessen. Cleveland konnte es mit dem Sieg in Spiel vier der Serie aber immerhin verhin ...

Golden State Warriors Zum FĂŒnften Mal Nba-Sieger

Adipositaszentrum durchlaufen ein Screening, das nach einer solchen Erkrankung sucht. Die Trefferquote liegt laut dem Endokrinologen des Adipositas-Teams Reiner Jumpertz von Schwartzenberg bei gerade mal einem Prozent. Das heißt fĂŒr die ĂŒbrigen 99 Prozent, dass andere GrĂŒnde eine Rolle spielen. Damit sich Übergewicht dauerhaft etablieren kann, mĂŒssen eine Reihe von Faktoren zusammenspielen , sagt von Schwartzenberg. Die sogenannten polygenetischen VerĂ€nderungen, die sich ĂŒber Jahrtausende entwickelten und ursprĂŒnglich in kargen Zeiten unsere Überlebenschancen vergrĂ¶ĂŸern sollten, können in Zeiten des Überangebots von Nahrung zur Falle werden. Auch Stress kann dick machen Damit sich allerdings ein Übergewichts-Gen durchsetzen kann, brauche es entsprechende gesellschaftliche EinflĂŒsse, erklĂ€rt der Endokrinologe. FĂŒr besonders schĂ€dlich hĂ€lt er Fast Food. Das illustriere das Beispiel der Pima-Indianer. Die HĂ€lfte der Stammesmitglieder leben in den USA. Sie zĂ€hlen zu den weltweit am meisten von Adipositas betroffenen Menschen und leiden auffallend hĂ€ufig unter Fettleibigkeit und Diabetes. Ihre nur einige hundert Kilometer sĂŒdlich im Hochland von Mexiko lebenden Stammesgenossen sind dagegen schlank, fast asketisch. Sie haben ihre alten Lebens- und Essgewohnheiten weitgehend beibehalten. Das Leben im Gebirge ist mĂŒhsam und voller Entbehrungen. Schwere körperliche Arbeit gehört zu ihrem Alltag. Neben Fastfood gibt es noch weitere wichtige GrĂŒnde , erklĂ€rt der Endokrinologe. Etwa die Tatsache, dass es heute Ă€ußerst einfach ist, an Nahrung zu kommen, und der sitzende Lebensstil. Auch Stress spielt eine große Rolle. Wird er zum Dauerzustand, kann er zu HormonĂ€nderungen fĂŒhren. Von Schwartzenberg: Wir arbeiten zu viel. Wer arm ist und von sozialer Ausgrenzung bedroht, steht ĂŒbrigens noch mehr unter Druck. VerkĂ€uferin Nicole Czerwonsky von GrĂ¶ĂŸenWahnsinn war so eine Stress-Esserin. Als SelbststĂ€ndige stand sie stĂ€ndig unter Strom. Ruhige Mahlzeiten kannte sie nicht. Aber auch Schlafmangel und stĂ€ndige DiĂ€ten machten sie dick, weiß sie inzwischen. Heute essen die Frauen im Laden gemeinsam und gönnen sich dafĂŒr eine Pause. Wenn sie naschen, dann nur Gesundes. Wegkommen vom Normdruck Autorin Gisela Enders vermutet, dass in ihrem Fall die Genetik mit Schuld hat an ihrem ...


Was Tun Bei Nagelpilz

... Ergebnisse. Allerdings mĂŒssen die Behandlungskosten beim Lasern selbst gezahlt werden: Eine Sitzung kostet 100 bis 150 Euro – und in der Regel benötigt man zur Heilung mehrere Sitzungen. Bei Verdacht auf Nagelpilz sollte man einen Arzt aufsuchen. Nur dieser kann feststellen, ob es sich bei VerĂ€nderungen ĂŒberhaupt um Nagelpilz handelt. Es gibt zum Beispiel auch verschiedene Ekzeme und die Schuppenflechte, die Ă€hnliche VerĂ€nderungen bewirken. Eine Nagelprobe zeigt, um welchen Pilz es sich handelt. DafĂŒr wird im Labor eine Kultur angelegt – das Ergebnis kommt nach vier bis sechs Wochen. ...

Was Tun Bei Nagelpilz

Übergewicht. Sie hatte eine dicke Großmutter mĂŒtterlicherseits. Obwohl sie das Gleiche aß wie ihre BrĂŒder, nahm sie zu, wĂ€hrend diese schlank blieben. Dicke werden nicht allein von Fastfood dick , glaubt sie. Schließlich essen DĂŒnne auch ungesunde Sachen. Nur bei ihnen setzt es nicht an. Auch ihr Mann ist wie ihre BrĂŒder schlank. Ihr Leben lang KnĂ€ckebrot knabbern ist nicht ihr Ding. Sie will das Leben genießen. Daher ernĂ€hrt sie sich normal, aber gesund. Das heißt: Sie kocht meistens abends frisch, isst viel GemĂŒse und Obst und nur manchmal Fleisch und wenig Getreide. Fit hĂ€lt sie sich in der Mucki-Bude . Man mĂŒsse akzeptieren, dass die Menschen sich unterscheiden und wegkommen vom Normdruck, findet Gisela Enders. WĂ€hrend man hinnehme, dass ein kleiner Mensch nicht einfach wachsen könne, belege man dickere Menschen mit Attributen wie faul, trĂ€ge, dumm oder stinkend. Klar ist bei Kindern eine gesunde ErnĂ€hrung wichtig , sagt sie. Aber dass normalgewichtige Kinder auf einer Geburtstagsparty Schokolade essen dĂŒrfen, wĂ€hrend das dicke Kind nur einen Teller Obst hingestellt bekommt, das finde ich grausam. Diese Versuche seien kontraproduktiv und vermittelten dem Kind das GefĂŒhl: Du gehörst nicht dazu, an dir ist etwas falsch. Besser sei es, den rundlicheren Kindern Freude an der Bewegung zu vermitteln. Doch dass sich dicke Menschen akzeptieren, wie sie sind, wird nicht ĂŒberall positiv gesehen. Der Verein Dicke e.V. erhielt von den Krankenkassen keine Fördermittel. Auf der Website landeten jede Menge beleidigende Kommentare. Wir sind eine lebende Provokation fĂŒr Menschen, die Angst vorm Zunehmen haben , kommentiert dies die GrĂŒnderin von Dicke e.V. Leider hĂ€tten auch Kinder den Schlankheitswahn der Gesellschaft schon frĂŒh verinnerlicht und hĂ€nselten die, die nicht der Norm entsprĂ€chen. Er hat schon viele weinen sehen In der Boutique GrĂ¶ĂŸenWahnsinn kennen alle die Erfahrung, schief angeguckt zu werden – gerade beim Shoppen. Schicke Sachen in ÜbergrĂ¶ĂŸen? Fehlanzeige. In normalen LĂ€den gibt es auch fĂŒr junge Frauen meist nur eine kleine Auswahl an Oma-Modellen. Das drĂŒckt die Stimmung der Schwergewichtigen, deren SelbstwertgefĂŒhl ohnehin hĂ€ufig im Keller ist. So ging es auch Kundin Susanne Wilke. Sie war bis zu den Wechseljahren schlank. Dann nahm sie zu, ...


Betten-Krieg Erreicht Den Bgh

... auf den BGH. Die Klage gegen Ikea hat sich e15 erst nach anderen erfolgreichen Prozessen wegen Mo zugetraut. Wir hatten Respekt vor so einem großen Gegner , sagt Mainzer. Ihm geht es um Schadenersatz, aber eben auch ums Prinzip. e15 habe es als kleines Unternehmen geschafft, mit seinen EntwĂŒrfen Trends zu setzen. Wenn wir das nicht verteidigen, nimmt uns keiner mehr ernst. Und was sollen erst die Kunden fĂŒr einen Eindruck bekommen? Denn einen augenfĂ€lligen Unterschied zwischen Mo und Malm gibt es. e15 versteht sich als Marke, die ...

Betten-Krieg Erreicht Den Bgh

auch, weil sie aus gesundheitlichen GrĂŒnden Medikamente nehmen musste. Nach einem Gastspiel bei Weight Watchers hatte sie noch mehr Pfunde drauf. Die wollte sie mit vorteilhafter Mode kaschieren. Doch das Angebot war mager und teuer. Obwohl sie nicht wirklich dick ist, fand sie kaum etwas VernĂŒnftiges. Schöne Kleidung ist den Schlanken vorbehalten , Ă€rgert sie sich. Das ginge vorbei an der Wirklichkeit. Der Leiter des Zentrums fĂŒr Adipositas der Berliner CharitĂ©, Christian Denecke, hat schon viele Schwergewichtige weinen sehen. Du fettes Schwein. Wann nimmst du endlich ab? Mit solch drastischen Worten werden mitunter die Patienten, die zu ihm in die Sprechstunde kommen, von Wildfremden auf der Straße angesprochen. Der Leidensdruck und die Stigmatisierung der Betroffenen ist hoch. Parolen wie: Streng dich mal an hĂ€lt der Chirurg fĂŒr wirkungslos. Bei krankhaft Übergewichtigen liege es nicht an mangelnder WillensstĂ€rke, wenn es ihnen nicht gelinge abzuspecken. Mehr noch: Mit jedem zusĂ€tzlichen Kilo wird die Gefahr noch grĂ¶ĂŸer, dass sich das Gewichtsproblem verselbststĂ€ndigt. Etwa wenn der BMI ĂŒber die Marke von 40 klettert. Untersuchungen zeigen, dass es dann nur noch ein bis drei Prozent der Betroffenen schaffen, dauerhaft abzunehmen. Letzter Ausweg Operation Bei Kindern ist es noch dramatischer. Sind diese schwer ĂŒbergewichtig, werden sie die Pfunde meist ein Leben lang nicht mehr los. Helfen kann da manchmal nur eine magenverkleinernde Operation. In den USA werden solche Operationen in schweren FĂ€llen immer hĂ€ufiger schon um das zwölfte Lebensjahr durchgefĂŒhrt. Nur dann haben die jungen Patienten ĂŒberhaupt noch einen Chance auf ein normales Leben. Auch in Deutschland werden die Magenband- oder Magenbypass-Patienten immer jĂŒnger. FĂŒr Christian Denecke ist der Magenbypass eine Methode, die schwer Adipösen helfen kann, viel und dauerhaft abzunehmen. HungergefĂŒhl, Lust auf fettiges Essen und sogar Essstörungen oder Diabetes können verschwinden. Die Sterblichkeitsrate werde einer schwedischen Studie zufolge durch eine solche bariatrische Operation um 30 Prozent gesenkt. In Deutschland werden rund zwölf Eingriffe pro 100.000 Einwohner durchgefĂŒhrt, knapp 10.000 Operationen pro Jahr. Anders als bei konservativen Therapien ist die Erfolgsrate gut: Viele Patienten verlier ...


Leute, Die Anglizismen Benutzen, Gehen Mir Sooo Auf Den Sack

... nflationĂ€re Verwendung von Emoji aktuell fast noch das grössere Ärgernis ist. đŸ€źđŸ”„đŸ’€đŸ€źđŸ’€ Chaose 15.06.2017 13:23 Highlight Amadeus: Sinn machen ist ĂŒbrigens auch ein Anglizismus, wenn auch inzwischen sehr sehr weit verbreitet. Auf Deutsch hiess das eigentlich mal Sinn ergeben :-) Adalbert Finas 15.06.2017 13:27 Highlight @Amadeus: Das von dir verwendete Sinn machen kommt ĂŒbrigens von to make sense - Richtig wĂ€re Sinn ergeben , Sinn stiften , sinnvoll sein usw. To make geht viel weiter als machen ( ...


en langfristig 50 bis 60 Prozent ihres Übergewichts, Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden oder Diabetes mellitus verbessern sich deutlich. Eine Verhaltensumstellung ist notwendig Sich einfach nur unter das Messer zu legen, das ist allerdings nicht ausreichend. FĂŒr den langfristigen Erfolg ist eine Verhaltensumstellung wichtig. Damit diese durchgehalten werden kann, steht das Expertenteam der CharitĂ© Betroffenen zur Seite. Wenn nötig, ein Leben lang. Viele wollen abnehmen, um besser auszusehen. Die Gesundheit ist fĂŒr sie Nebensache , schildert Christian Denecke seine Erfahrungen aus der Praxis. Dabei sollte es genau andersherum sein. Gerade bei Adipösen sei die Seele hĂ€ufig von ihrer Krankheit mitbetroffen. Die HĂ€lfte der schwer Adipösen mit Wunsch nach einer Magenverkleinerung leidet unter einer psychischen Begleiterkrankung. Ganz weit vorne steht die Depression , sagt er. HĂ€ufig lasse sich gar nicht mehr klĂ€ren, was Ursache und was Wirkung sei. In leichteren FĂ€llen stimmungsaufhellend kann mitunter ein neues Outfit sein. Im GrĂ¶ĂŸenWahnsinn findet die rundliche Kundschaft auch RaritĂ€ten. Im Angebot ist zum Beispiel eine Maßanfertigung in leuchtendem TĂŒrkis. Sie gehörte einer Dame, die einst 270 Kilo wog und inzwischen 100 Kilo leichter ist. In Sack und Asche zu gehen, das haben ĂŒbergewichtige Menschen nicht nötig , findet Inhaberin Susen Hothmer. MĂ€nner sind unkomplizierter Auch MĂ€nner zĂ€hlen zu ihren Kunden. Die seien weniger eitel und nicht ganz so wĂ€hlerisch, sagt sie. Hauptsache Sakko, Hemd oder Hose passen. Susen Hothmer zeigt auf eine Jeans mit einem Umfang von zwei Metern. Zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Nicole Czerwonsky klettert sie zu Demonstrationszwecken hinein. Und siehe da, im Vergleich zu anderen Schwergewichten fĂŒhlen sich beide fast schlank. FĂŒr einen Mann wĂŒrde heute ĂŒbrigens keine mehr abnehmen. Da sind die beiden sich einig: So schön kann keiner sein. Und ganz egal, wie viel Pfunde sie auf den Rippen haben: Im GrĂ¶ĂŸenWahnsinn können sie ganz sie selbst sein. Hier wird nicht gejammert, sondern gelacht. Und wie sieht es bei den Dicken mit der Liebe aus? Schwergewichtige MĂ€nner haben es auch bei der Partnersuche ein wenig einfacher. Sie werden eher als gestandene Mannsbilder akzeptiert, wĂ€hrend die Frau als fett gilt. Insgesamt ...


2007 Sorgten StörfĂ€lle In BrunsbĂŒttel Und KrĂŒmmel FĂŒr Beunruhigung

... hlimmer kommen können? Auch der erste schwere Kernschmelzunfall im Atomkraftwerk Three Mile Island 1979 bei Harrisburg in den USA habe sich aus der Kombination von einem einfachen technischen Fehler in einer Ventilsteuerung im SekundĂ€rkreislauf und Bedienfehlern der Schichtmannschaft entwickelt, sagt Smital. „Ich kann hier durchaus Parallelen erkennen. Cloosters will sich zu den VorfĂ€llen von damals mit RĂŒcksicht auf seine Rolle als Zeuge in einem schwebenden Verfahren nicht öffentlich Ă€ußern. GrundsĂ€tzlich stellt er aber fest: „Flammen in einem ...

2007 Sorgten StörfĂ€lle In BrunsbĂŒttel Und KrĂŒmmel FĂŒr Beunruhigung

seien dicke Menschen aber durchaus sexuell attraktiv, findet Gisela Enders. Sie weiß, dass es viele MĂ€nner gibt, die auf weibliche, runde Formen stehen, es aber nicht zugeben möchten. Als Dauerpartnerin wĂ€hlen sie lieber eine schlanke Frau. Gerade in höheren beruflichen Positionen denkt der Mann an sein Image. Dick und gesund: Geht das? Dick und schön: Das mag gehen. Dick und begehrt: auch. Aber dick und gesund? Geht das ĂŒberhaupt? Ja, das gibt es. Allerdings kann sich mit zunehmendem Alter die Situation schnell verschlechtern, wissen die Experten der CharitĂ©. Wenn sich die Bandscheiben verabschieden oder der Blutdruck steigt. Ist es also unverantwortlich, wenn manche Dicke ihr Schicksal annehmen und sich sagen: Ich bin rund, na und? Nein , findet der Internist und Psychotherapeut des Adipositas-Teams Tobias Hofmann. Er plĂ€diert fĂŒr einen entspannteren Umgang mit dem Gewicht. Das vermeintliche Ideal rank und schlank ist ĂŒbrigens möglicherweise gar nicht so gesund, wie propagiert wird. Es gibt Studien, die davon ausgehen, dass leichtes Übergewicht sogar lebensverlĂ€ngernd wirkt, wĂ€hrend ein BMI von unter 20 dagegen das Leben verkĂŒrzt. Von ruckartigen DiĂ€ten, bei denen ein schneller Gewichtsverlust im Vordergrund steht, raten die Experten vom CharitĂ©-Team jedenfalls dringend ab. Sie empfehlen stattdessen Übergewichtigen, die ihr Gewicht reduzieren wollen, die einzige wirkliche wirksame DiĂ€t : eine dauerhafte Umstellung auf eine ausgewogene ErnĂ€hrung. Die Faustformel dazu sollte lauten: Es funktioniert nur das, was der Betroffene ein Leben lang durchhalten kann. Adipositas-Sprechstunde der CharitĂ©: Montag 13 bis 15 Uhr. Wo? Chirurgische Ambulanz, CharitĂ© Campus Mitte, CharitĂ©platz, 10117 Berlin. Terminvergabe: Tel.: 450 622 111 Patientenvorlesung: Das interdisziplinĂ€re Adipositas-Team der CharitĂ© informiert. Die Vorlesung ist kostenlos und findet jeden 3. Montag im Monat um 17 Uhr in der CharitĂ© am Campus Mitte statt (Eingang ehemalige Rettungsstelle in der Luisenstraße 65, 2. Ebene, Raum 02 012 auf dem Flur zum Kreißsaal). Anmeldung unter Tel.: 450 622 111. Berliner Adipositaszentrum der DRK Kliniken Berlin-Köpenick: Tel.: 3035 – 3325, E-Mail-Adresse: [email protected] Weitere Infos: www.berliner-adipositaszentrum.de und www.adipositashilfe-koepenick.de. Adipositas Selbsthilfegruppe: [email protected] ...