Ein Selbstversuch In Der Schwerelosigkeit



Ein Selbstversuch In Der Schwerelosigkeit

Parabelflug: Ein Selbstversuch in der Schwerelosigkeit Veröffentlicht am 24.11.2013 | Lesedauer: 10 Minuten Auf ParabelflĂŒgen erforschen Wissenschaftler, wie sich menschliche Körper in der Schwerelosigkeit verhalten. Unsere Autorin ist mit ihnen abgehoben: im Ă€ltesten Airbus A300, der weltweit noch fliegt. Ich warte auf meine Spritze. Zusammen mit 40 Wissenschaftlern aus Europa stehe ich vor dem Zimmer von StĂ©phane Besnard. Besnard ist Flugarzt, und er spritzt das Mittel, das uns in zwei Stunden große Peinlichkeit ersparen soll. Der Wirkstoff Scopolamin verhindert, dass unsere Mageninhalte schwerelos durch eine Flugzeugkabine schweben. Die meisten Passagiere sollen damit 31 Sturz- und SteilflĂŒge ohne Übelkeit ĂŒberstehen. Denn das wollen hier alle: Steil- und SturzflĂŒge, die uns auf einem Parabelflug in Schwerelosigkeit versetzen. „Die Übelkeit entsteht, weil der Körper dem Gehirn Informationen liefert, die nicht zusammenpassen , erklĂ€rt Besnard. Was der Gleichgewichtssinn im Innenohr und die Augen in den Kurven wahrnehmen, kann der Kopf nicht zu einem schlĂŒssigen Bild zusammenfĂŒgen. Deswegen wird neun von zehn Passagieren ohne die Spritze schlecht. Scopolamin unterdrĂŒckt, wenn es gut lĂ€uft, den Brechreiz. Aber auch mit dem Wirkstoff im Blut wird es heute nicht allen gut gehen an Bord. Endlich bekomme auch ich meinen Pieks – und spĂŒre sofort die Nebenwirkung: mein Mund wird trocken, der Boden scheint zu schwanken, und helle Flecken tanzen durch mein Sichtfeld. Ich torkle nach meiner Spritze aus dem Arztzimmer hinaus in Richtung Rollfeld. Als ich die Bodeningenieure an der Treppe zum Flugzeug hinauf passiere, fĂŒhle ich mich, als hĂ€tte ich in einem Klub zehn Tequila auf ex gekippt und versuchte ...


Diese Frauen DĂŒrfen Nie Bei Schönheitswettbewerben Teilnehmen

... sie nicht hĂŒbsch genug sind. Die GrĂŒnde sind viel absurder. Was es mit diesen Regeln bei Schönheitswettbewerben auf sich hat, erfahrt ihr im Video. Viele Frauen trĂ€umen davon einmal in ihrem Leben bei einer Miss-Wahl mitzumachen. Doch die Anforderungen sind hart. Ganz egal ob es um die Wahl zur „Miss World , zur „Miss Germany oder nur um lokale Wettbewerbe geht. Ein makelloser Körper und ein strahlendes LĂ€cheln sind ein Muss. Um das zu erreichen wird nicht selten mit Schönheits-Ops nachgeholfen. Doch auch das reicht nicht immer. Einige Bewerberinnen sind zwar wunderschön, ...


nun, unbehelligt an den TĂŒrstehern vorbeizukommen. In einem Anflug von medizinisch indiziertem Wahnsinn salutiere ich vor den Technik-Jungs und schĂ€me mich gleich darauf so sehr dafĂŒr, dass ich die Flugzeugtreppe hinaufflitze. „All doors are closed , bestĂ€tigt Pilot Jean-Claude Bordenave im Cockpit, in dem ich die Startphase verbringen darf. Der 57-JĂ€hrige wirft die Turbinen an und heizt die Frontscheiben. Draußen regnet es in Strömen, der Himmel ĂŒber Bordeaux ist dĂŒster. Mir wird mulmig auf meinem Notsitz hinter Bordenave. Kampfpilot strahlt Ruhe aus Aber der Franzose im dunkelblauen Fliegeranzug wurde einst von der französischen Luftwaffe zum Kampfpiloten ausgebildet. Er strahlt unbeirrbare Ruhe aus. „Er hat graue Haare , denke ich, „er hat bestimmt viel Erfahrung. Wegen des schlechten Wetters musste Bordenave von seiner ursprĂŒnglich anvisierten Route abweichen. Statt von Bordeaux aus ĂŒber der AtlantikkĂŒste in den Himmel zu steigen, werden wir nun nordwĂ€rts Richtung Bretagne fliegen. „Weniger Turbulenzen , sagt er knapp. Turbulenzen kann Bordenave bei ParabelflĂŒgen nicht gebrauchen. Heute will er den Airbus 31 Mal aus steilen Höhen abstĂŒrzen lassen, sodass die Schwerkraft im Sturzflug weichen muss. Jeweils 22 Sekunden lang wird dann alles in der Maschine, was nicht fest verschraubt oder angegurtet ist, schwerelos sein. In den Phasen davor und danach ist allerdings alles fast doppelt so schwer wie normal. ParabelflĂŒge heißen so, weil der Pilot die Flugbahn einer in die Luft geworfenen Kugel nachahmt. Die wenigen Sekunden der Schwerelosigkeit nutzen die Forscher fĂŒr ihre Experimente. Im Frachtraum, ganz vorn und ganz hinten, sitzen nun diese 40 MĂ€nner und Frauen in blauen RaumanzĂŒgen. ...


Show Oder Ein Sport FĂŒr Jeden?

... stĂŒnde aber die körperliche Leistung. „Bei uns ist es sportlicher, im Sinne der Unterhaltung. Unterhaltung biete ich den Jungs auf jeden Fall. Die natĂŒrlichen Instinkte ausschalten Nach dem Rollen kommt das „Auf-den-Boden-Werfen (was auch immer der Fachbegriff ist). „Einfach nach der Rolle auf den RĂŒcken schmeißen , lacht einer der Amis. Gesagt. Getan. Kopf knallt auf den Boden. Mitleid? Kein Hauch - ich solle die Regeln beachten. Den Kopf ans Kinn. Der RĂŒcken gerade, schon vor dem Fall. Beim Fallen die Arme ausbreiten und anspannen. Dann wĂŒrde ich mir erstens nicht wehtun und zweite ...

Show Oder Ein Sport FĂŒr Jeden?

Klick, klick, klick – die VerschlĂŒsse ihrer Sitzgurte schnappen zu. Alle wollen, dass es endlich losgeht. Alle sind neugierig. Alle vertrauen ihr Leben an diesem Novembermorgen einem Kampfpiloten an. Die Forscher aus Europa wollen heute in zehn verschiedenen Versuchsanordnungen an Bord die Grenzen ihres Unwissens verschieben und aus der Schwerelosigkeit Erkenntnisse fĂŒr Weltraum und Erde gewinnen. Sie warten nur darauf, dass ihr Labor endlich abhebt. Als wir die Wolkendecke durchbrechen und von strahlendem Sonnenschein in Empfang genommen werden, jubeln einige. Wieder klickt es metallisch, die Schnallen der Sitzgurte werden aufgerissen. Die Forscher drĂ€ngen zu ihren Experimenten. Forscher messen Hirnströme Das Team um Stefan Schneider von der Sporthochschule in Köln steht in der Mitte des Frachtraums, einer von Fangnetzen durchzogenen Gummizelle: weiße Matten an Boden, WĂ€nden und Decke. Grobe, weiße Netze trennen die einzelnen Experimente voneinander ab, niemand soll mit dem Kopf an den Testapparaturen hĂ€ngen bleiben. Die Sportwissenschaftler machen sich bereit fĂŒr ihre erste Parabel und setzen merkwĂŒrdig anmutende EEG-MĂŒtzen auf. Hier werden Hirnströme gemessen. „FĂŒnf, vier, drei, zwei, eins: Pull up! , der Pilot zĂ€hlt runter, gibt das Zeichen fĂŒr die Schwerelosigkeit. Die MĂ€nner mit den MĂŒtzen haben ihre Beine unter Gurte geschoben, damit sie nicht abheben. Sie konzentrieren sich auf die Anweisungen von Forschungsleiter Stefan Schneider. „Jetzt nicht mehr reden , sagt er. Einer der MĂŒtzenmĂ€nner sitzt mit geschlossenen Augen da. Sein Auftrag lautete: „Absolut nichts tun . Die Forscher wollen Gehirnströme im Ruhezustand messen. Ein weiterer Proband löst einfache Denksportaufgaben auf ...


5 Gesundheitstipps, Die Du Noch Nicht Kennst

...   3. Verstopfte Nase mit Zungentrick kurieren Schnupfen nervt. Die schnellste Selbsthllfe-Variante: Presse deine flache Zunge an das Gaumendach und drĂŒcke gleichzeitig mit dem Finger auf den Punkt zwischen deinen Augenbrauen.  4. HĂŒsteln gegen die Angst vor Spritzen Du kriegst eine Krise, sobald du eine Spritze brauchst? Wenn du das nĂ€chste Mal beim Arzt bist, fange an zu hĂŒsteln, wenn die Krankenschwester die Nadel setzt. Sag ihr aber vorher Bescheid, damit sie sich darauf einstellen kann und richtig zielt. 5. Druck gegen leichte Verbrennungen ...

5 Gesundheitstipps, Die Du Noch Nicht Kennst

einem Tablet-Computer. „Welche Zahl ist grĂ¶ĂŸer: 17 oder 49? Der Proband zögert nicht lange, tippt schnell auf die 49. WĂ€hrenddessen messen die Elektroden in den Kappen seine GehirnaktivitĂ€t. „Wir wollen herausfinden, wie sich der Verlust der Schwerkraft auf das Hirn auswirkt , sagt Schneider, der an der Sporthochschule Köln am Institut fĂŒr Bewegungs- und Neurowissenschaften forscht. FrĂŒher sei man davon ausgegangen, dass Schwerelosigkeit Astronauten stresst und ihre LeistungsfĂ€higkeit deshalb im All abnimmt. Kognitive LeistungsfĂ€higkeit steigt Die Experimente von Schneider und seinem Team, die seit dreieinhalb Jahren laufen, zeigen aber das Gegenteil: „Aus unseren bisherigen Ergebnissen deutet sich an, dass die Umverteilung des Bluts im Kopf durch die Schwerelosigkeit sogar positiv fĂŒr die kognitiven Leistungen sein könnte , sagt er. Die Probanden reagierten zumindest ohne Bodenhaftung schneller als mit. Dass sich die rheinische Sporthochschule mit der Schwerelosigkeit befasst, hat seinen guten Grund. In Köln sitzt auch das European Astronauts Center, hier bildet Europa Raumfahrer aus. Damit sie fit bleiben, mĂŒssen sie tĂ€glich zweieinhalb Stunden Sport machen. „Nicht alle sind motiviert, denn in der Schwerelosigkeit braucht man natĂŒrlich kaum Muskeln , sagt Schneider. TatsĂ€chlich baut der Körper Muskelmasse im All schnell ab. Die Sportwissenschaftler gehen davon aus, dass körperliche ErtĂŒchtigung auch die kognitiven Leistungen fördert – und auf die sind die Astronauten in der feindlichen Umgebung des Weltraums angewiesen. „Geplant ist, dass wir eines Tages Fitnessprogramme fĂŒr Astronauten entwerfen , umreißt Schneider das nĂ€chste Projekt. Nicht mehr fit sieht einer der Probanden ...


Ermittlungen Gegen Polizisten

... in einem Hausflur bei einer Festnahme getreten worden sein , sagte Anna Christina Weiler von der Staatsanwaltschaft Duisburg am Mittwoch. Unklar sei noch, wie viele Polizisten bei dem Einsatz beteiligt gewesen seien. Auch das Video liege der Anklagebehörde noch nicht vor. Bei dem Einsatz am vergangenen Sonntag war eine einfache Verkehrskontrolle vollkommen außer Kontrolle geraten. Der Falschparker bekam ein Knöllchen, er sollte sich ausweisen und seinen Wagen wegfahren, wehrte sich aber. ...

Ermittlungen Gegen Polizisten

im nĂ€chsten Abteil aus. Eigentlich sollte Victor, Student der Katholischen UniversitĂ€t im belgischen Louvain, mit seinem Zeigefinger auf Leuchtdioden zeigen, die abwechselnd vor ihm blinken. Es geht bei diesem Experiment um feinmotorische Leistungen in der Schwerelosigkeit. Dem Lichterspektakel vor sich aber kann Victor schon eine ganze Weile nicht mehr folgen, sein Magen revoltiert. Kurz bevor alle Farbe aus seinem Gesicht weicht, reicht Bordarzt StĂ©phane Besnard ihm eine TĂŒte. „Bitte erst ĂŒbergeben, wenn die Schwerelosigkeit vorbei ist , rĂ€t er dem Studenten noch. Der grinst immerhin noch einmal gequĂ€lt, bevor er sich ĂŒber die TĂŒte beugt. Auf der anderen Seite des Fangnetzes segelt Claudia Casillato mit geschlossenen Augen durch die Luft. Wie ein Ballon schwebt die Italienerin gen Decke, gen Boden und von dort gegen eine Kabinenwand. Elektroden und Kabel umschlingen ihrem Brustkorb. Organe wandern im Körper umher „Wir messen die Kontraktionen ihres Herzens in der Schwerelosigkeit mit einem neuen Verfahren , sagt Pierre-François Migeotte von der Königlichen MilitĂ€rakademie in BrĂŒssel. Es sei schwierig, die Herzfunktionen von Astronauten mit einem gewöhnlichen EKG-GerĂ€t zu messen. „Sobald die Erdanziehung fehlt, wandern die Organe im Körper umher , sagt Medizin-Doktorand Alexander Almorad. Parallel zur Schwebemessung seines Professors fĂ€hrt er mit einer EKG-Sonde ĂŒber den Brustkorb eines Probanden auf der Suche nach dessen Herztönen. Bioingenieurin Casillato hat es da als schwebendes Testobjekt deutlich besser getroffen: Sie hat kein kaltes Gel auf der Brust. Pierre-François Migeotte wacht ĂŒber ihre Flugbahnen und fĂ€ngt die schlimmsten StĂ¶ĂŸe rechtzeitig ab. „Bei der Ballistokardiog ...


Geheimratsecken Kaschieren

... nterstĂŒtzen können. Diese „Gegenmittel mĂŒssen allerdings tĂ€glich an den betroffenen Stellen angewendet werden, damit sich ihre volle Wirkung entfalten kann. Wird die Anwendung also unterbrochen, beginnt das Haar erneut zu schwinden. Bei dem Wirkstoff handelt es sich ursprĂŒnglich um einen Blutdrucksenker, der wegen vermehrten Haarwachstums als Nebenwirkung auffiel. Darauffolgende Forschungen ergaben, dass sich das Mittel durchaus gegen Haarausfall bewĂ€hrt. Die rezeptfreien Medikamente sind in den verschiedensten Varianten – beispielsweise als Tinktur oder Schaum – in ...

Geheimratsecken Kaschieren

rafie messen wir nicht die elektrische AktivitĂ€t des Herzens, sondern die mechanische , erklĂ€rt er. Der Herzschlag sorgt fĂŒr einen plötzlichen Ausstoß von Blut, die StĂ€rke und Wiederholung dieses Pulses lĂ€sst sich durch ein 3-D-Messverfahren grafisch darstellen – und medizinisch auswerten. Casillato macht sich grinsend bereit fĂŒr die nĂ€chste Parabel. „Es hat ja niemand gesagt, dass Forschung nicht auch Spaß machen darf , erklĂ€rt sie und schwebt einen Moment spĂ€ter davon. Die Luft an Bord ist extrem trocken, hinzu kommt die dehydrierende Wirkung der Scopolamin-Spritze. Wasser trinken kommt trotzdem nicht infrage. An Bord des A300 Zero-G gibt es keine Toilette, sondern nur eine PET-Flasche fĂŒr MĂ€nner und eine verschließbare TĂŒte mit Plastiktrichter fĂŒr Frauen. Vladimir Pletser klatscht in die HĂ€nde. „Zeit, dass auch die Nicht-Wissenschaftler ein wenig Spaß haben und abheben , sagt der Ingenieur, der fĂŒr den reibungslosen Ablauf an Bord verantwortlich ist. Der gebĂŒrtige Russe fĂŒhrt uns in die „free-floating zone . Hier stören weder Experimente noch Netze. Teilnehmer fixieren Punkt an der Decke „Legt euch ganz flach auf den Boden und findet einen Punkt an der Decke, den ihr fixieren könnt , sagt Pletser. Eine Regel wiederholt er mantrahaft: Nicht den Kopf bewegen! Ansonsten provoziere man das Brechzentrum in seinem Kopf. „FĂŒnf, vier, drei, zwei, eins: Pull up! , ruft die Stimme des Piloten wieder. Plötzlich zieht die zweifache Schwerkraft an mir. Statt der normalen, einfachen Erdschwerebeschleunigung von 1 g wirkt nun die doppelte Kraft. Es ist so, als ob man in einem PS-starken Auto Gas gibt und dabei in den Sitz gedrĂŒckt wird. Dieses GefĂŒhl entsteht, weil der Wagen schnell ...


Remis Gegen Doppel-Olympiasieger

... roffen. Pletts Teamkameraden wollten den Auftritt ihres Mitspielers eigentlich gemeinsam im Kino bejubeln. Der Klub hatte nach einem anstrengenden Tag im Trainingslager ein Kino fĂŒr einen Mannschaftsabend angemietet – allerdings dĂŒrften die Steinfurter nicht so lange bleiben, um noch den großen Auftritt ihres KunstschĂŒtzen zu sehen. Sie haben die Sendung aufgezeichnet und wollen sie demnĂ€chst noch einmal gemeinsam anschauen. So könnt auch Ihr im ZDF-Sportstudio dabei sein Bewerben ist jederzeit möglich. Lade Deine geilste Bude oder Dein ...


nach vorn beschleunigt wird, wĂ€hrend der trĂ€ge Körper des Fahrers eigentlich still verharren wĂŒrde – wĂ€re da nicht der Sitz, der ihn mitreißt. Das Flugzeug klettert in den Himmel hinauf, vor den Kabinenfenstern wird aus Hellblau Mittelblau und schließlich Azur, je schneller wir uns der Sonne nĂ€hern. Mit 825 Stundenkilometern steigt die Maschine in einem Winkel von 47 Grad hinauf – ein normales Passagierflugzeugstart steigt mit 18 Grad. Schnell erreichen wir 8500 Höhenmeter. Ich liege mit dem RĂŒcken auf dem Boden und bange der Schwerelosigkeit entgegen. Vom Schweben spĂŒre ich aber zunĂ€chst nichts. Ich fĂŒhle mich vielmehr doppelt schwer. Das Atmen ist mĂŒhsam, die Lunge lĂ€sst sich nicht mehr richtig aufpusten. Das Blut schießt in meinen Kopf, es pulsiert hinter meinen Augen. Plötzlich denke ich ĂŒber den Zustand des Flugzeugs nach – und ĂŒber die Belastungen, die es jetzt aushalten muss. Der Airbus A300 Zero-G ist 16 Jahre alt, braune Innenverschalung, abgewetzte Sitzreihen. Die WĂ€nde im Cockpit zieren Kippschalter, ĂŒber einem Großteil von ihnen verkĂŒndet schwarze Filzstiftschrift auf rotem Klebeband: „inoperational . Der Ă€lteste Airbus A300, der weltweit noch fliegt „Das hier ist der Ă€lteste Airbus A300, der weltweit noch fliegt , hatte Jean-Francois Clervoy, Ex-Astronaut und Vorsitzender der Betreiberfirma Novespace zuvor erklĂ€rt. Aber es bestehe kein Grund zur Sorge: Die Maschine sei nie fĂŒr den zivilen Personentransport eingesetzt worden und habe deswegen kaum Flugstunden auf dem Buckel. Die einzige Aufgaben des Jets seien ParabelflĂŒge. „Das Flugzeug hat 12.400 Parabeln hinter sich, und noch nie ist etwas schiefgegangen , versichert FlugkapitĂ€n Bordenave. Er teilt sich ...


Ehefrau Entlarvte Illertal-Einbrecher

... keinen Anteil an der Beute erhalten zu haben. Ganz ohne Zweifel blieb diese Aussage jedoch nicht. „Die Videobeweise zeigen, dass auch Sie in den Schubladen im Wohnzimmer gewĂŒhlt haben , sagte StaatsanwĂ€ltin Kraemer. Ein als Zeuge vernommener Polizist sagte: „Es ist unglaubwĂŒrdig, dass sich der 22-JĂ€hrige zugesoffen hat. Auf den Filmaufnahmen vermittelte dieser einen solchen Eindruck nicht. Zudem gab der Beamte zu bedenken, dass die Angeklagten Zeit gehabt hĂ€tten, sich eine Geschichte auszudenken. Denn ...

Ehefrau Entlarvte Illertal-Einbrecher

das Cockpit mit einem weiteren Piloten und zwei Flugingenieuren. Die werden alle gebraucht, um das Flugzeug in den entscheidenden Phasen in die richtige Balance aus Schub und Gleiten zu bringen. All diese technischen Details kommen mir wieder in den Sinn, wĂ€hrend ich ungeduldig hinten im Frachtraum auf den weißen Plastikmatten liege. Endlich ertönt aus den Lautsprechern das verheißungsvolle Kommando des Piloten: „Injection! Plötzlich löst sich der imaginĂ€re Kleber unter meinem rechten Bein, wie von einem Marionettenfaden gezogen, wandert es nach oben. Mein linker Arm folgt, dann hebt sich mein Hintern. Im nĂ€chsten Moment treibe ich. Unsichtbare KrĂ€fte ziehen mich zur Decke, die mich kurz darauf sanft abstĂ¶ĂŸt und in eine unerwartete Bahn lenkt. Ein dĂ€mliches Grinsen stielt sich auf mein Gesicht. Ich gluckse laut vor mich. Es ist mir peinlich. Aber – warum eigentlich? So wie ich jetzt, so mĂŒssen sich Engel fĂŒhlen. Ich brauche keine FlĂŒgel. Ich bin glĂŒcklich. Ich fliege. Ein magischer Moment. Zero gravity, null Anziehungskraft, volles Schweben. Meine Beine kommen mir entgegen. Ich tauche und treibe durch den Raum, als eine Schraube an mir vorbei durch die Luft tanzt. Ein italienischer Forscher hatte sie gestern verloren, heute ist er fĂŒr weitere Tests wieder an Bord. Er hatte alle Passagiere gebeten, nach der Schraube Ausschau zu halten. Ich schwebe ihr glĂŒcklich hinterher und versuche sie einzufangen. Plötzlich reißt mich Bordaufpasser Pletser aus meinen TrĂ€umen. „FĂŒĂŸe runter, Richtung Boden! , befielt er. Wenn ich das nicht gleich schaffe, lande ich mit doppeltem Gewicht auf meinem Nacken. Ich hole meine FĂŒĂŸe von der Decke und kugele mich widerwillig zurĂŒck. Plumps! Die Schwerkraft hat mich wieder. ...