Einen Platz FĂŒr Alle Schaffen



Einen Platz FĂŒr Alle Schaffen

Drogenszene in Berlin-Wedding Einen Platz fĂŒr alle schaffen Viele Trinker und Junkies: Am Leopoldplatz im Wedding kracht es regelmĂ€ĂŸig. Doch die Geschichte des Platzes zeigt auch, wie Zusammenleben klappen kann. Auf dem Leopoldplatz finden seit einiger Zeit regelmĂ€ĂŸig MĂ€rkte statt Foto: Joanna Kosowska Der Streit entsteht wie aus dem Nichts. Eine Frau mit großen Ohrringen stĂŒrzt sich auf eine schmale Dunkelhaarige. „Du Schlampe! , schreit sie und holt mit der Bierflasche aus. Das Glas zerschellt auf dem Gehweg. Gerangel, Geschrei. Ein Glatzköpfiger geht dazwischen, zieht die Frau mit den Ohrringen weg. Als er sie loslĂ€sst, greift sie sich eine neue Flasche und geht wieder auf die Dunkelhaarige los. Die Passanten, die an diesem Nachmittag auf dem Weddinger Leopoldplatz unterwegs sind, machen einen Bogen um die beiden. Viele nehmen nicht weiter Notiz. Hier, zwischen Einkaufszentrum, Imbissen und U-Bahn-Eingang, gehören Pöbeleien zum Alltag. Minuten spĂ€ter hĂ€lt ein Mannschaftswagen der Polizei. Die Beamten reden mit der Schmalen und dem Glatzköpfigen. Nach einer Viertelstunde fahren sie wieder ab. „Pack schlĂ€gt sich, Pack vertrĂ€gt sich , sagt ein BVG-Mitarbeiter, der am GelĂ€nder des U-Bahn-Eingangs lehnt und den Streit beobachtet hat. Er zieht an seiner E-Zigarette. „Der Staat ist mit denen ĂŒberfordert. Ist da was dran? Finden die Verantwortlichen – Bezirk, Polizei ...


Lustige Weihnachtswerbung Trifft Den Nagel Auf Den Kopf

... Ryanair Werbung zu Weihnachten trifft den Nagel auf den Kopf 24. Dezember 2016 11:54 Uhr Der Familie entfliehen Lustige Weihnachtswerbung trifft den Nagel auf den Kopf GlĂŒckliches Zusammensein mit der Familie, Freude und Harmonie? Die Fluggesellschaft Ryanair zeigt in ihrem Werbeclip, wie man an Weihnachten schnell seine Familie besucht, aber bei Bedarf auch schnell wieder flĂŒchten kann. Video erneut abspielen ...

Lustige Weihnachtswerbung Trifft Den Nagel Auf Den Kopf

– tatsĂ€chlich keinen Umgang mit den Menschen aus der Trinker- und Drogenszene, die sich am Leopoldplatz treffen? HĂ€lt man sich lĂ€nger vor dem U-Bahn-Eingang auf, kann man diesen Eindruck bekommen. Aber er wird der Lage nicht gerecht. Denn der Leopoldplatz zeigt auch, wie das Zusammenleben ganz unterschiedlicher Leute im öffentlichen Raum gelingen kann. „Ich brauch’ mal ein paar, die mir BĂ€nke tragen helfen , sagt Tobi Wolf am nĂ€chsten Vormittag zu einer Gruppe von MĂ€nnern, die mit Bierflaschen auf Steinpollern am Rande des Platzes hocken. Der Sozialarbeiter des Suchthilfevereins Fixpunkt organisiert eine Grillaktion. Das hatten sich einige aus der Szene gewĂŒnscht. Drei Helfer bekommt er zusammen. Es ist schwĂŒl. Wolf, ein stabiler Typ mit TĂ€towierungen und Piercings, schielt auf die sich auftĂŒrmenden Wolken. „Hoffentlich hĂ€lt das. Wolf arbeitet seit Anfang 2016 auf dem Leopoldplatz. Er kennt Alkoholsucht aus der eigenen Familie, ist in der Punkszene groß geworden. Er sagt, er mag seinen Job. „Ich sehe die Menschen hinter den SĂŒchtigen. Die Sozialarbeiter von Fixpunkt sind im Auftrag des Bezirks hier, sie sollen Konflikte moderieren, Kontakt halten in die Szene. Sie beraten die Menschen, die sich auf dem Platz aufhalten, verteilen auch mal Spritzen. Und machen regelmĂ€ĂŸig Kochaktionen. Auf einer FreiflĂ€che neben dem Gemeindehaus der Kirche am Rand des Leopoldplatzes ...


Sport Vor Der Leinwand

... neuseelĂ€ndischen Fitnessanbieter Les Mills „fahren die Teilnehmer auf ihren Fahrrad-Ergometern durch eine virtuelle Welt – unterstĂŒtzt von passender Musik und einem Trainer, der mit in der Gruppe fĂ€hrt.Foto: Kristian Frires/Les Mills/dpa-tmn In Deutschland kann man bisher nur bei Fit One in Hamburg und NĂŒrnberg vor der Riesenleinwand strampeln. Weitere Studios sollen folgen. Les Mills geht davon aus, dass die Teilnehmer intensiver und hĂ€rter trainieren, weil sie durch die Projektion abgelenkt sind. Das habe allerdings nicht nur Vorteile, sagt ...

Sport Vor Der Leinwand

stellen Wolf und seine Helfer die BĂ€nke auf. Einer der MĂ€nner heizt den Grill an. Auf dem der MĂŒllerstraße zugewandten Teil des Platzes lĂ€uft unterdessen der Wochenmarkt. HĂ€ndler verkaufen ökologisch angebautes GemĂŒse, Ersatzteile fĂŒrs Fahrrad, Gurken aus dem Fass. Eltern mit kleinen Kindern sitzen auf den BĂ€nken. Man trifft und unterhĂ€lt sich im CafĂ© Leo. Ein paar Trinker auf der Treppe der Kirche fallen nicht weiter auf. Ein friedliches stĂ€dtisches Bild. Ein Alkoholverbot wurde wegen Sinnlosigkeit abgeschafft: Die Szene hatte es einfach ignoriert Vor zehn Jahren sah es hier noch ganz anders aus. Der Leo­poldplatz war heruntergekommen. Vor der Kirche versammelten sich oft um die 50 Menschen aus der Trinker- und Drogenszene, erzĂ€hlt Wulf Dornblut, seit zwölf Jahren PrĂ€ventionsbeauftragter der Polizei im Wedding. Andere hĂ€tten den Platz gemieden, erinnert er sich. Die Drogenszene sei damals viel grĂ¶ĂŸer gewesen als heute, sagt Astrid Leicht, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin von Fixpunkt. Bis zu 120 Leute hĂ€tten sich in den U-Bahn-EingĂ€ngen gedrĂ€ngelt. Die Sozialarbeiter von Fixpunkt kĂŒmmern sich um die Leute auf dem Platz Foto: Joanna Kosowska 2009 reichte es Anwohnern und Gewerbetreibenden: Sie sammelten Unterschriften. Ein runder Tisch wurde gegrĂŒndet, an dem sich Interessierte und Engagierte aus sozialen Projekten mit Vertretern von Polizei, Kirchengemeinde, Bezirk, dem Quart ...


Ronaldo Nicht Bei Spiel Um Platz Drei

... Cristiano Ronaldo junior, hat. Der Traum des Seniors vom zweiten Titel nach dem EM-Triumph 2016 blieb dabei unerfĂŒllt. Alles schien dabei fĂŒr eine neue Heldentat bereit: Als voraussichtlich letzter SchĂŒtze Portugals war Ronaldo voraussichtlich auserkoren - durfte aber gar nicht mehr antreten. Es ist meine Verantwortung, ich habe die Spieler ausgesucht, die schießen , gestand Trainer Fernando Santos niedergeschlagen. Alptraum Elfmeter , titelte die Sportzeitung A Bola neben dem Bild eines Ronaldos ...

Ronaldo Nicht Bei Spiel Um Platz Drei

iersmanagement und anderen austauschten. Der Bezirk versuchte es ein Jahr lang mit einem Alkoholverbot auf dem Leopoldplatz – ohne Erfolg. Die Szene ignorierte es, die Leute kamen trotz der Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt einfach immer wieder. „Das Verbot wurde wegen Sinnlosigkeit abgeschafft , fasst Astrid Leicht zusammen. Am runden Tisch erarbeitete man ein Handlungskonzept fĂŒr den Platz. Ein Grundsatz einte die Beteiligten: Der Leopoldplatz soll fĂŒr alle da sein, auch fĂŒr AnwohnerInnen, Familien und Besucher. Den Drogenhandel wolle man bekĂ€mpfen, nicht aber die problematischen Nutzergruppen verdrĂ€ngen. „Das so deutlich zu sagen, war damals schon etwas Besonderes , erinnert sich Leicht. Ohne die FĂ€higkeit, andere Verhaltensweisen auszuhalten, sei stĂ€dtisches Leben nicht denkbar, sagt Stadtforscher Stephan Lanz (siehe Interview). Die Menschen vom Leopoldplatz trafen damals also eine sehr urbane Entscheidung: Sie bekannten sich dazu, auch anstrengende Andere tolerieren zu wollen – vorausgesetzt, ihre BedĂŒrfnisse wĂŒrden ebenfalls berĂŒcksichtigt. Mit Geld aus dem Programm Aktive Stadtzentren wurde der Platz umgebaut. Der Bodenbelag wurde erneuert, vor der Kirche installierte man WasserfontĂ€nen. An der Stelle, wo sich bisher die Szene getroffen hatte, eröffnete das CafĂ© Leo, berichtet Thorsten Haas vom bezirklichen PrĂ€ventionsrat. Hinter der Kirche wurde ein abges ...


Frankfurter Allgemeine Zeitung

... pieler und viele weitere prominente Profis bestreiten bei der Eintracht eine Partie, in der es angesichts der unterschiedlichen KrĂ€fteverhĂ€ltnisse zwischen GrĂŒn-Weiß und Blau-Gelb gefĂŒhlt deutlich mehr zu verlieren als zu gewinnen gibt. Freie Bahn nach falscher Entscheidung: Gomez erzielt das einzige Tor. © dpa Bilderstrecke  Zu denen, die bei Eintracht Braunschweig keinen Druck erzeugen, sondern vor allem Leidenschaft versprĂŒhen, gehört auch der VereinsprĂ€sident. Sebastian Ebel hatte im Hinspiel in Wolfsburg, obwohl so etwas außerhalb des GĂ€ste-Fanblocks verboten war, mit einem blau-gelben ...

Frankfurter Allgemeine Zeitung

chirmter Aufenthaltsbereich im Freien mit BĂ€nken fĂŒr die Trinker aufgebaut, von ihnen „AffenkĂ€fig genannt. Direkt daneben ein öffentliches Klo. Die Szene nahm das an, auch, weil sie es selbst mit entwickelt hatte. Die Lage entspannte sich. Der Leopoldplatz hat es also schon ein Mal geschafft, dass sich Menschen mit unterschiedlichen BedĂŒrfnissen und Gewohnheiten den öffentlichen Raum teilten, ohne allzu sehr aneinander zu geraten. Beim Grillen sind inzwischen rund 20 MĂ€nner und Frauen zu Tobi Wolf und seinen Kolleginnen gestoßen. Glasige Blicke verraten erhöhte Pegel, Hunde tollen mit BĂ€llen herum. Es geht laut und fröhlich zu. „Wer hilft Buletten rollen? ruft jemand ĂŒber die Terrasse. Auch die Frau mit den großen Ohrringen vom Streit vor dem U-Bahnhof ist da. Sie sitzt auf einem Betonpoller vor dem Eingang zur GrillflĂ€che, neben sich mehrere leere Bierflaschen, und weint. Es tue ihr so leid, was gestern passiert sei. Die andere Frau wolle ihr den Mann wegnehmen. „Ich habe diese Hexe gesehen und den Kopf verloren. Entschuldigung, das ist nicht gut , sagt sie mit polnischem Akzent. Sie schnieft und packt ihre Sachen in den Korb eines schwarzen Damenrads. Sie mĂŒsse los zur Arbeit, sie sei Putzfrau bei einem Ă€lteren Ehepaar. In direkter NĂ€he zum Leopoldplatz befinden sich drei Arztpraxen, die den Heroinersatz Methadon ausgeben. Deshalb halten sich hier viele sogenannt ...


Klassenerhalt Teilweise Noch In Großer Gefahr

... inger holten sich damit einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Die SPG ist nun noch mehr unter Druck, in den kommenden beiden Spielen zu punkten. Nichts zu lachen haben die Damen des TC Empfingen bisher in dieser Saison. Bereits zum dritten Mal verloren sie ganz glatt mit 0:9, diesmal gegen ein sehr stark besetztes Team vom TC Bad Friedrichshall. Empfingens Nummer eins Lilly SchĂŒch (LK 8) musste gegen eine Spielerin mit LK 1 antreten und hĂ€tte dabei beinahe die Sensation geschafft. Sie verlor nur knapp mit 6:7, 4:6. Das Trainingslager in der Verbandsspielpause hat sicher ...

Klassenerhalt Teilweise Noch In Großer Gefahr

e Substituierte auf. Die Frau mit den Ohrringen ist eine davon. „Die meisten, die Methadon nehmen, trinken auch. Die Kombination sediert stark , erzĂ€hlt Wolf. Es soll wieder ein fester Ort her, wo sich die Trinker treffen können, will der BĂŒrgermeister Es gibt auch eine harte Drogenszene auf dem Leopoldplatz. Wohl auch deswegen haute es mit dem Aufenthaltsbereich fĂŒr die Trinker irgendwann nicht mehr hin. Am Stuttgarter Platz habe die Polizei anderthalb Jahre massive PrĂ€senz gezeigt, deshalb verlagerte sich die dortige Drogenszene an den Leopoldplatz, erzĂ€hlt Astrid Leicht. Suchtkranke nutzten die öffentliche Toilette neben dem „AffenkĂ€fig , um Heroin zu rauchen. Mit ihnen sei eine aggressivere Form des Drogenhandels aufgekommen. „FĂŒr die, die dort Alkohol getrunken haben, entstand ein Angstraum , sagt auch Polizist Dornblut. Die Polizei verstĂ€rkte rund um das Klo die Kontrollen – was die Trinker nervte. Sie wanderten auf den vorderen Teil des Platzes zurĂŒck, zwischen LĂ€den und U-Bahn-Eingang. Seit ein bis zwei Jahren gibt es dort wieder mehr Konflikte. Die Kita, die sich bislang in der alten Nazarethkirche befindet, will demnĂ€chst umziehen, ins Gemeindehaus gegenĂŒber. Jeden Tag mĂŒsse man den Garten kontrollieren, erzĂ€hlt Kathrin Janert vom Evangelischen Kirchenkreisverband fĂŒr Kindertageseinrichtungen Berlin Mitte–Nord. Eine Plane schĂŒtzt die Kinder vor Pinkler ...


Spektrum Der Wissenschaft

... nach einem der Bewaffneten im Flur verlangt und ihm angeordnet: Zieh sie aus! Nimm sie dir! Da stotterte ich nur noch: J-j-ja, i-ich sag den Satz. Am Morgen herrschte in den Fluren großer Tumult, und alle Angestellten waren damit beschĂ€ftigt, das Haus von oben bis unten zu polieren. In der KĂŒche klapperten die Töpfe. Nur selten hatte ich gleichzeitig eine solche Aufregung und eine solche Angst unter Leuten gesehen. Einige Stunden spĂ€ter haben wir verstanden, vor wem sich alle fĂŒrchteten. Ein Mann trat in unser Zimmer. Braune Augen, olivfarbener Hautton, ...

Spektrum Der Wissenschaft

n. Der neue Garten im Gemeindehaus geht nach hinten raus, ein Vorteil. Die BelĂ€stigungen seien aber nur ein Grund gewesen fĂŒr den Umzug. „Vor allen Dingen brauchen wir mehr Platz. Seit dem Herbst ist der GrĂŒne Stephan von Dassel BĂŒrgermeister des Bezirks. Er will verhindern, dass sich die Trinkerszene erneut ausbreitet. Dassel sagt: „Die Szene kann nicht den ganzen Platz dominieren. Bei seinem Amtsantritt hatte er noch öffentlich ĂŒber ein neues Alkoholverbot nachgedacht. Das will er nun nicht mehr, wohl aber ein Verbot auf bestimmten FlĂ€chen. Am liebsten wĂ€re dem Bezirk, wenn Junkies den Drogenkonsumraum in der Birkenstraße in Moabit nutzen wĂŒrden. Doch der Weg zu der öffentlichen Toi­lette auf dem Leopoldplatz ist kĂŒrzer. Die Idee, darin eine Sprinkleranlage zu installieren, um den Drogenkonsum zu unterbinden, sei wegen der ErkĂ€ltungsgefahr im Winter nicht vertretbar gewesen, erklĂ€rt Haas vom PrĂ€ventionsrat. Ein statt dessen installierter Rauchmelder schlĂ€gt offenbar nicht an. Nach wie vor wird dort Heroin geraucht, ohne Alarm. Mittags beim Grillen. Der Wind fegt jetzt in Böen durch die HĂ€userschluchten. Dicke warme Tropfen fallen. Eilig tragen Sozialarbeiter und GĂ€ste die Sachen in den Flachdachbau neben dem Gemeindehaus. Die Stimmen hallen in den kahlen RĂ€umen so laut, dass man das Gewitter draußen kaum hört. Das GebĂ€ude gehört der Kirche, die Sozialarbeite ...


Die Justiz Wartet Nicht Auf Neue Aufgaben

... können, gibt es sicherlich einiges zu tun. Etwa, wenn man an die Besoldungsstruktur denkt. Ist der Beruf vielleicht zu unattraktiv geworden, wenn man daran denkt, dass internationale Kanzleien und WirtschaftsprĂŒfer mit sehr hohen GehĂ€ltern winken? Limperg In finanzieller Hinsicht hat der Richterberuf noch nie mit der TĂ€tigkeit in einer großen Anwaltskanzlei mithalten können. Es ist allerdings immer die Frage, mit was oder wem man sich vergleicht. Aber es ist sicher so, dass im GesamtgefĂŒge der ...

Die Justiz Wartet Nicht Auf Neue Aufgaben

r von Fixpunkt dĂŒrfen es hin und wieder nutzen. Viele der GrillgĂ€ste kennen es gut: FrĂŒher hatte die Szene hier einen eigenen Ort, an dem sie sich auch bei schlechtem Wetter aufhalten konnte, den Trinkraum Knorke. Aber weil die Sozialarbeiterin ausfiel und Heroin gefunden wurde, schloss die Kirche 2015 den Raum. „Wir brauchen ein festes Angebot, damit uns die Trinkerszene nicht wieder ausbĂŒxt , sagt Stephan von Dassel heute. Die Kirche sei bereit, die RĂ€ume wieder zur VerfĂŒgung zu stellen, wenn sich der Bezirk um die Betreuung durch Sozialarbeiter kĂŒmmere, so der BĂŒrgermeister. Im Herbst oder Winter soll der neue alte Trinkraum eröffnen. Das könnte tatsĂ€chlich dazu beitragen, die Situation auf dem Leopoldplatz wieder zu entspannen. Viele der MĂ€nner und Frauen fĂŒhlen sich nach wie vor mit dem Ort verbunden. „Da kommst du jahrelang hier her und dann ist es plötzlich zu. Das war schon komisch , erzĂ€hlt einer. „FrĂŒher war es viel besser, als wir uns hier zurĂŒckziehen konnten , sagt ein anderer. Am frĂŒhen Nachmittag ist die Grillparty vorbei. Tobi Wolf und seine Kolleginnen mĂŒssen weiter, in den Kleinen Tiergarten. Auch da gibt es Probleme. Mehrere TeilnehmerInnen danken den Sozialarbeitern ĂŒberschwĂ€nglich: „Das habt ihr so toll gemacht! Am U-Bahnhof-Eingang Leopoldplatz steht ein Pulk von Leuten. Einige GrillgĂ€ste mischen sich darunter. Noch haben sie keinen anderen Raum. ...