Spektrum Der Wissenschaft



Spektrum Der Wissenschaft

Spektrum der Wissenschaft Hintergrund | 08.06.2017 | Drucken | Teilen Traumata: In den H√§nden des IS Amina* ist 14¬†Jahre alt, als K√§mpfer des Islamischen Staats ihre Heimatstadt im Nordirak √ľberfallen. Das M√§dchen wird verschleppt und vom selbst ernannten Kalifen al-Baghdadi missbraucht¬†- bis ihr die Flucht gelingt. Das Protokoll einer bewegenden Geschichte. Jan Ilhan Kizilhan und Alexandra Cavelius ¬†Jan Ilhan Kizilhan ist Professor an der Dualen Hochschule Baden-W√ľrttemberg und Experte f√ľr transkulturelle Psychiatrie und Traumatologie. Er ist der medizinisch-psychologische Leiter eines Projekts der Landesregierung Baden-W√ľrttemberg, bei dem mehr als 1100¬†jesidische Frauen und Kinder eine Traumatherapie in Deutschland erhalten. Alexandra Cavelius ist Journalistin. ¬© Picture Alliance / NurPhoto / Andrea DiCenzo (Ausschnitt) Anmerkung der Redaktion: Achtung, dieser Text enth√§lt Schilderungen von Gewalttaten! Im November 2014 nahm mich mein Onkel im kurdischen Teil des Irak in seiner Familie auf. Gemeinsam verfolgten wir nach dem Abendessen die Nachrichten im Fernsehen. Als h√§tte ich einen Stromschlag erhalten, zuckte ich zur√ľck und stammelte, mit dem Finger auf den Bildschirm deutend: Bei diesem Mann war ich auch! Damals war er anders gekleidet gewesen, trug nicht dieses schwarze, lange Gewand und den schwarzen Turban. Unverkennbar jedoch waren das breite Gesicht wie das eines Bauern und der schwarze Vollbart mit wei√üen Str√§hnen. Mein Onkel wurde kreidebleich. ¬© mit frdl. Gen. des Europa-Verlags ¬†Bild vergr√∂√üern Dieser Beitrag ist ein gek√ľrzter Auszug aus: Die Psychologie des IS von Jan Ilhan Kizilhan und Alexandra Cavelius, erschienen im Europa Verlag. Pl√∂tzlich √ľberschlugen sich die Ereignisse. Der US-Geheimdienst wollte mit mir sprechen. Kurze Zeit sp√§ter hat man mich nach Deutschland geschafft. Bis dahin hatte ich keine Ahnung, dass es Abu Bakr al-Baghdadi gewesen war, der mich als sein pers√∂nliches Eigentum betrachtet hatte. Zweieinhalb Monate war ich in den H√§nden des selbst ernannten Kalifen, des Anf√ľhrers der Terrormiliz Islamischer Staat, des meistgesuchten Terroristen der Welt. Ich wusste nicht, dass die USA auf ihn ein Kopfgeld von 10¬†Millionen Dollar ausgesetzt hatte. Ich bin Jesidin, in einer aufgeschlossenen und modernen Familie aufgewachsen. Wie h√§tte ich mir da ausma ...


Von Der Friseurin Zur Malerin

... sie wieder vermietet sind. Foto: Sabrina Lincke Pinneberg | In unserer Serie ‚ÄěHinter den Kulissen von Pinneberg stellen wir in unregelm√§√üiger Reihenfolge Institutionen, Vereine und Firmen vor und zeigen die Menschen dahinter. Heute erz√§hlt Marion Heckmann von ihrer Leidenschaft zur Malerei und √∂ffnet ihr Atelier f√ľr einen Blick. Den Ausbildungsweg von Marion Heckmann teilen viele Frauen, die in den 1950er-Jahren aufgewachsen sind: Die 67-J√§hrige Pinnebergerin durfte keine weiterf√ľhrende Schule ...

Von Der Friseurin Zur Malerin

len sollen, dass im Irak von einem Tag auf den anderen wieder das Mittelalter herrscht? Mit Sklaverei und Menschen, die wie Fliegen auf der Stra√üe sterben. Bis heute konnte mir niemand sagen, ob meine Eltern und Geschwister noch leben. Das alles passierte so √ľberraschend, dass ich es immer noch nicht ganz verstanden habe. Deshalb erz√§hle ich im Gespr√§ch oft in der Gegenwart und sage: Sindjar ist eine Stadt, in der etwa 30¬†000¬†Menschen leben. Dabei gibt es die Stadt und die Einwohner nicht mehr. In Sindjar sind nur Ruinen, unterirdische Tunnel und √ľberall Minen, sogar in Kopfkissen und unter Waschbecken, √ľbrig geblieben. Bis zum 3.¬†August¬†2014, dem Tag des √úberfalls, ging es unserer Familie gut. Ich besuchte die 10.¬†Klasse, hatte einigerma√üen gute Noten und viele Freunde. Ich beherrsche Arabisch, Kurdisch sowie ein bisschen Englisch. Wir lebten in einem gro√üen Haus mit einem gro√üen Vorgarten, den Vater mit Hingabe gepflegt¬†hat. Meine Mutter hat uns Kindern das Gef√ľhl gegeben, dass wir das gr√∂√üte Geschenk auf der Welt seien. Vater, der als Lehrer arbeitet, hat dagegen √∂fter mal den Zeigefinger mahnend erhoben: Ihr m√ľsst viel lernen, damit ihr sp√§ter einen guten Beruf erlernt und von niemandem abh√§ngig werdet. Deswegen hatte ich mir fest vorgenommen, nach dem Abitur gleich an die Universit√§t zu gehen. Nachdem im Juli¬†2014 die IS-Milizen Mossul eingenommen hatten, herrschte gro√üe Aufregung in unserer Stadt. Vater hat uns beruhigt. Diese K√§mpfer wollen nichts von uns Jesiden. Sie wollen nach Bagdad, um die schiitische Regierung zu st√ľrzen. Dennoch lag Mutter ihm dauernd in den Ohren, dass wir ins Dorf zu unseren Verwandten fahren sollten. Dort sind wir besser gesch√ľtzt , glaubte¬†sie. Der IS im Sindjar-Gebiet Am 3.¬†August, wir wollten nach dem Fr√ľhst√ľck zur Schule aufbrechen, h√∂rten wir lautes Geschrei auf den Stra√üen. Vater ist hinausgegangen und hat mit den Nachbarn gesprochen, die wiederum geh√∂rt hatten, dass der IS nun auch im Sindjar-Gebiet einmarschiert sei. Ihr bleibt im Haus , verlangte er daraufhin von uns. W√§hrend Vater mit den unterschiedlichsten Leuten telefonierte, sa√ü die ganze Familie, sehr unruhig und sehr nerv√∂s, zusammen im Wohnzimmer. Vater hielt noch das Handy in der Hand, als er uns pl√∂tzlich zurief: Schnell, steigt alle ins Auto! Wir m√ľssen versuchen, ...


Frankfurter Allgemeine Zeitung

... fsburg Braunschweig in Relegation ‚ÄěIhr m√ľsst mich hier schon raustragen Von Chistian Otto, Braunschweig Nach der Fehlentscheidung im Hinspiel geht Braunschweig mit viel Wut im Bauch in die zweite Partie der Relegation gegen Wolfsburg. Zuvor gibt es deutliche Worte vom Au√üenseiter an den VfL. Ein Fehler ist aufgetreten. Bitte √ľberpr√ľfen Sie Ihre Eingaben. E-Mail-Adresse des Empf√§ngers (Mehrere Adressen durch Kommas trennen) Ihre E-Mail Adresse Ihre Nachricht (optional) Sicherheitscode Um einen neuen Sicherheitscode zu erzeugen, klicken ...

Frankfurter Allgemeine Zeitung

die Berge zu erreichen. Er habe mitbekommen, dass die IS-Milizen auch Jesiden verhafteten. Ohne zu z√∂gern, haben wir Schuhe und Jacken angezogen. Mutter hat Gold und Geld an ihrem K√∂rper versteckt. Wir sechs Geschwister haben uns irgendwie auf der R√ľckbank √ľbereinandergestapelt. Kurz vor dem Ausgang der Stadt riegelten schwarz gekleidete M√§nner mit langen B√§rten die Stra√üe ab. Verdammt! , entfuhr es Vater. Er stoppte, stieg aus und versuchte, sich ruhig mit diesen IS-K√§mpfern zu verst√§ndigen. Wir sollen zur√ľck nach Hause fahren und dort warten, bis sie kommen. Sie haben versprochen, dass uns nichts passieren¬†wird. ¬© mit frdl. Gen. von Jan Ilhan Kizilhan ¬†Bild vergr√∂√üern Die junge Jesidin Amina war zweieinhalb Monate lang in der Gewalt von IS-Milizen Zu Hause haben wir sofort alle Fenster geschlossen, uns im Dunkeln auf das Sofa gesetzt und die Nachrichten im Fernsehen eingeschaltet. St√§ndig hat Vaters Handy geklingelt. Flieht! Lauft um euer Leben! All unsere Verwandten waren in heller Aufregung. Vater aber wollte nicht riskieren, dass die IS-K√§mpfer auf uns schossen. Weinend haben wir uns alle gegenseitig umarmt. Vater hielt uns fest umfasst, aber zum ersten Mal habe ich ihn so hoffnungslos gesehen. Meine Familie war f√ľr mich immer ein Schutz gegen das¬†B√∂se. Bis zum fr√ľhen Morgen lief der Fernseher. Keiner von uns hat ein Auge zugemacht. Pl√∂tzlich schreckte uns L√§rm hoch. Die IS-K√§mpfer durchsuchten ein Haus nach dem anderen und trommelten mit den F√§usten gegen die T√ľr. Vater machte sofort auf. Die B√§rtigen trieben ihn mit ihren Kalaschnikows vor sich her, verlangten nach unseren Ausweisen und schrieben alle unsere Namen nacheinander auf. Ihr wartet hier! Wir kommen gleich wieder , schnauzten¬†sie. Zwei Stunden verstrichen, bis erneut eine Gruppe mit IS-K√§mpfern unser Wohnzimmer belagerte. Packt ein paar Sachen und kommt mit! Sie verlangten unsere Wertsachen und drohten, uns zu t√∂ten, wenn sie danach noch etwas bei uns finden w√ľrden. Mutter hat so gro√üe Angst bekommen, dass sie unser gesamtes Geld und Gold unter ihrem Rock und aus ihren √Ąrmeln hervorkramte und ihnen aush√§ndigte. Im Anschluss daran verfrachteten sie uns mit vielen anderen Stadtbewohnern ins Verwaltungsgeb√§ude. Dort sollten wir bis zum n√§chsten Morgen bleiben. Mitten in der Nacht aber polterten bereits Bewaf ...


Klassenerhalt Teilweise Noch In Großer Gefahr

... die SPG Baiersbronn/Klosterreichenbach unter Dach und Fach war. Foto: Wagner Foto: Schwarzw√§lder-Bote (gw/vh). In Nordstetten ist die Stimmung bestens, gleich zwei Teams mischen in der Verbandsliga vorne mit. Andere Teams aus der Region m√ľssen in der Oberliga und Verbandsliga allerdings um den Klassenerhalt zittern. Das Abenteuer Oberliga geht f√ľr die Damen 30 des TC Eutingen leider ohne Erfolgserlebnis weiter. 0:9 verloren sie gegen die Tennisabteilung des TB Neuffen. Allerdings schafften es die Eutingerinnen zumindest, einige Matches enger zu gestalten. Was Z√§hlbares kam aber ...

Klassenerhalt Teilweise Noch In Großer Gefahr

fnete herein, um die ersten Gefangenen wegzuschaffen. Am n√§chsten Tag haben sie uns mit anderen Einwohnern in einen Bus in Richtung Mossul gesetzt, der zweitgr√∂√üten Stadt im Irak, vielleicht 120¬†Kilometer entfernt. Im Vorort Badusch, vor einem der gr√∂√üten Gef√§ngnisse im Land, mussten wir wieder aussteigen. Bis es d√§mmerte, verbrachten wir unsere letzten gemeinsamen Stunden in einer Zelle. Danach habe ich meinen Vater, meine Br√ľder und meine Mutter nie wiedergesehen. Noch heute sehe ich vor mir, wie meine Eltern und Br√ľder das Geb√§ude verlassen. Mutter hat immer wieder zu uns zur√ľckgeblickt. Und ich h√∂re wieder, wie meine zw√∂lfj√§hrige Schwester Leyla* und ich ihnen hinterherschreien. Mehr zum Thema Diese Frauen brauchen kein Mitleid, sondern Respekt ¬†‚Äď ein Gespr√§ch mit Psychotherapeut Jan Ilhan Kizilhan, der Frauen und Kinder behandelt, die in den F√§ngen des Islamischen Staats waren In der Zelle befanden sich noch etwa 60¬†bis 70¬†M√§dchen, alle zwischen 10¬†und 16¬†Jahre alt. Sie stammten aus verschiedenen D√∂rfern im Sindjar-Gebiet. Untereinander haben wir kaum gesprochen. Von drau√üen h√∂rten wir Sch√ľsse und Schreie. Solche Schreie hatte ich vorher noch nie geh√∂rt. Wieder kamen sie in der Nacht. Aufstehen! Sie haben uns mit ihren Stiefeln getreten, an den Z√∂pfen gerissen und vorw√§rts geschubst. Drau√üen wartete bereits ein Bus, der nach etwa 15¬†Kilometern in Mossul hielt. Wochenlang haben sie uns M√§dchen in einer Villa gefangen gehalten, in der vor Kurzem offenbar noch Christen gelebt hatten. In die Mauern waren viele Kreuze eingemei√üelt, und die IS-K√§mpfer haben dauernd versucht, diese Zeichen mit H√§mmern und anderen Werkzeugen herauszukratzen. Jeden Tag schlurften irgendwelche M√§nner vorbei und haben sich M√§dchen ausgesucht. Wer sich gewehrt hat, wurde geschlagen. Am 18.¬†Tag verlangten zwei IS-K√§mpfer nach meiner kleinen Schwester. An meinem Bauch sp√ľrte ich den Herzschlag meiner Schwester, so stark hielten wir uns umschlungen, und gemeinsam flehten wir: Bitte, nehmt uns wenigstens zusammen mit! Mich aber hat der eine festgehalten, w√§hrend der andere mir meine Schwester aus den Armen gerissen und sie weggetragen hat. Leyla hat f√ľrchterlich um sich geschlagen, gebr√ľllt, sich aufgeb√§umt, aber es half nichts. Und so sa√ü ich allein an der Wand. Ohne meine Schwester. ...


Ronaldo Nicht Bei Spiel Um Platz Drei

... 29. Juni 2017 21:17 Uhr Lieber zu den Zwillingen Ronaldos Abgang ohne Titel: Heimflug statt Moskau-Trip Kasan - Babyurlaub statt wertloses Spiel um den Trostpreis: Schon kurz nach der Abreise vom Confed Cup präsentierte Cristiano Ronaldo der Welt seine Neugeborenen. Fullscreen Cristiano Ronaldo ist Vater von Zwillingen geworden. Foto: Gtres/gtres © dpa-infocom GmbH Babyurlaub statt wertloses Spiel um den Trostpreis: Schon kurz nach der Abreise vom Confed Cup präsentierte Cristiano Ronaldo der Welt seine Neugeborenen. Mit geschlossenen Augen lagen die Zwillingen in den Armen des Weltfußballers. Ich ...

Ronaldo Nicht Bei Spiel Um Platz Drei

Ohne meine Familie. Mutterseelenallein. Ich weinte und weinte. Einige der M√§dchen kamen zu mir, wiegten mich im Arm, summten ein Lied, so wie es unsere M√ľtter manchmal getan hatten. Aber ich konnte nicht mehr aufh√∂ren zu weinen. Ich f√ľhlte mich so verloren. Und ich w√ľnschte mir so sehr, dass morgen alles wieder vorbei¬†w√§re. Durch die W√ľste nach Rakka Am n√§chsten Tag tauchte ein Emir mit seinem Gefolge auf. Man erkannte gleich, welche Macht er besa√ü, weil sich alle Wachen vor ihm verbeugten und mit eingezogenen K√∂pfen zur√ľckwichen. Mit dem Finger auf mich deutend, hat er beschlossen: Die bleibt erst einmal hier, die nehme ich woandershin mit. Eilfertig nickten alle Wachen und lie√üen mich ab sofort mit ihren Gemeinheiten in Ruhe. So vergingen einige Tage, an denen ich mit ansehen musste, wie ein M√§dchen nach dem anderen weggeholt wurde. Nachts tr√§umte ich von meiner Schwester, doch als ich nach ihr rufen wollte, hatte ich keine Stimme mehr¬†‚Ķ Jener Emir hat zw√∂lf M√§dchen und mich √ľber einen langen Weg durch die W√ľste nach Rakka, in die Hochburg des IS, transportiert. Vier von uns hat er in einem sehr gro√üen Haus abgesetzt. √úberall schoben schwer bewaffnete Milizen ihren Wachdienst. Nach einer Weile brachten weibliche Bedienstete uns etwas zu essen. Wir vier waren v√∂llig ausgehungert. Das M√§dchen, das neben mir seinen Reis a√ü, war¬†13, ein Jahr j√ľnger als ich, die zweite war gleichaltrig, und die dritte war¬†15. In jenem Haus herrschten wie Drachen drei Frauen, vor denen alle die K√∂pfe eingezogen haben, die Wachen mit ihren Kalaschnikows genauso wie die Hausm√§dchen mit ihren Besen. Eine dieser Befehlshaberinnen baute sich vor uns im Zimmer auf. Sie wirkte bedrohlich in ihrem langen, dunklen Gewand, die halbe Stirn, Ohren, Hals, Ausschnitt und jedes einzelne Haar fein s√§uberlich unter dem Hijab versteckt. Mit scharfer Stimme stellte sie klar, dass wir ab sofort Muslimas seien und uns auch wie solche zu verhalten h√§tten. Als Zeichen unseres Einverst√§ndnisses sollten wir dreimal hintereinander sagen: Allah ist gro√ü und Mohammed ist sein Prophet. Als ich mich weigerte, das nachzusprechen, hat sie mir eine geknallt. Weinend presste ich zwischen den Lippen hervor: Ich bin Jesidin, ich sag das nicht. Daraufhin hat sie mir erneut ins Gesicht geschlagen. Ich werde jetzt den W√§chter ...


Die Justiz Wartet Nicht Auf Neue Aufgaben

... in der Hand. Frau Limperg, ist der Rechtsstaat ein Auslaufmodell? Limperg Nein, ganz im Gegenteil. Uns wird gerade wieder intensiv bewusst, was wir ohne den Rechtsstaat w√§ren: n√§mlich verloren. Die Entwicklungen in unserem Nachbarland Polen, aber etwa auch in der T√ľrkei zeigen uns, dass wir ohne den Rechtsstaat keine verl√§ssliche Grundlage haben. Unser gesamtes System des demokratischen Rechtsstaats, der Gewaltenteilung beruht auf der Herrschaft des Rechts. Und sicherlich gibt es auch in den USA manche √Ąu√üerungen, die nachdenklich machen. Beunruhigen Sie die Entwicklungen in ...

Die Justiz Wartet Nicht Auf Neue Aufgaben

holen , keifte sie, und der wird dich vergewaltigen, wenn du nicht sofort dieses Bekenntnis nachsprichst. Seltsamerweise war meine Ersch√ľtterung √ľber ihr Verhalten gr√∂√üer als meine Furcht. Ehrlich gesagt verstand ich auch nicht genau, was mit Vergewaltigung gemeint war. Ich ahnte zwar, dass es etwas F√ľrchterliches sein musste, habe aber trotzdem nur den Kopf gesch√ľttelt. Umgehend hat sie nach einem der Bewaffneten im Flur verlangt und ihm angeordnet: Zieh sie aus! Nimm sie dir! Da stotterte ich nur noch: J-j-ja, i-ich sag den¬†Satz. Am Morgen herrschte in den Fluren gro√üer Tumult, und alle Angestellten waren damit besch√§ftigt, das Haus von oben bis unten zu polieren. In der K√ľche klapperten die T√∂pfe. Nur selten hatte ich gleichzeitig eine solche Aufregung und eine solche Angst unter Leuten gesehen. Einige Stunden sp√§ter haben wir verstanden, vor wem sich alle f√ľrchteten. Ein Mann trat in unser Zimmer. Braune Augen, olivfarbener Hautton, kr√§ftige Augenbrauen, schwarzer Vollbart. Normale Kleidung, wie die IS-Anh√§nger sie auch auf der Stra√üe trugen. Eine lange Pluderhose mit einem Hemd, das bis zu den Knien reichte. Er wirkte nicht irgendwie ungew√∂hnlich oder besonders. Steht auf! , gebot er streng. Vom Alter her h√§tte er unser Vater sein k√∂nnen. Verzagt stellten wir uns nebeneinander auf, w√§hrend er im Zimmer auf und ab lief und vom Islam redete. Wie wichtig der Islam sei und dass die ganze Welt das wisse. Und dass es f√ľr uns eine gro√üe Ehre bedeute, nun auch zur Umma , zur Gemeinschaft der Gl√§ubigen, zu geh√∂ren. Wenn wir uns an die Vorschriften des Islams hielten, w√ľrden wir ein gutes Leben haben. Wir m√ľssten befolgen, was er befehle. Er musterte jede von uns wie ein Lehrer. Doch seine Blicke waren so unangenehm wie sein L√§cheln. Ich wollte nicht mehr leben, und vor dem Tod hatte ich keine Angst¬†mehr Der Reihe nach fragte er unsere Namen ab und wollte von uns best√§tigt haben, dass wir Muslimas seien. Wir wagten nicht, uns zu r√ľhren oder gar aufzusehen und schwiegen. Im n√§chsten Augenblick verpasste er mir einen so harten Schlag ins Gesicht, dass ich nach hinten umfiel und mit dem Kopf aufschlug. Bevor er hinausging, befahl er einem seiner Untergebenen, mich in das andere Zimmer zu bringen. Stunde um Stunde verstrich. In der Nacht h√∂rte ich auf einmal, wie sich der Schl√ľsse ...


Sport Vor Der Leinwand

... Von Teresa Nauber, dpa Mail an die Redaktion Dieser junge Mann stemmt eine Langhantel im John Reed-Fitness-Studio in Potsdam. Angeleitet wird er dabei von einem amerikanischen Fitnesstrainer ‚Äď nicht im Kursraum, sondern auf einer gro√üen Leinwand. Foto: Karolin Kr√§mer/dpa-tmn Berlin.Der junge Mann auf der Leinwand tr√§gt Jeans-Shorts, Chucks und ein √∂lverschmiertes T-Shirt. Er steht auf einem √Ėlfeld, im Hintergrund sandige H√ľgel, ein blitzblanker roter Sportwagen vor blauem Himmel. In seinen H√§nden h√§lt Josh Martin eine Langhantel, die er so nonchalant schwingt, als sei ...

Sport Vor Der Leinwand

l im Schloss drehte, und ich erkannte diesen Mann, der wieder irgendetwas √ľber Religion redete. Und ich solle keine Angst haben, er werde mich gut behandeln¬†‚Ķ Doch seine Stimme klang sehr b√∂se dabei. Gewalt bis zur Bewusstlosigkeit Bis dahin hatte ich eine neue Predigt √ľber den Islam erwartet, nun aber verlangte er pl√∂tzlich: Zieh dich aus! Das hat mich zutiefst schockiert. Ich hatte mich noch nie vor einem Mann ausgezogen und habe nur gehaspelt: Das mache ich nicht! Mit einem Satz bin ich aus dem Bett gesprungen und habe mich in einer Ecke gegen die Wand gedr√§ngt. Nichts w√ľnschte ich mir mehr, als hinter dieser Mauer zu verschwinden. Das n√ľtzt dir nichts , hat er sehr nachdr√ľcklich gesagt. Ich sei jetzt seine Frau und m√ľsse mich den Regeln entsprechend verhalten. Entweder ich schlage dich, oder du ziehst dich freiwillig aus. Er schritt auf mich zu und schnappte nach mir, aber ich wehrte ihn mit beiden H√§nden ab. Die Wucht seines Schlages verdrehte mir den Hals. Du sollst das machen, was ich sage! , br√ľllte er und wiederholte st√§ndig, du wei√üt wohl nicht, wer ich bin?! Er hat mir ins Gesicht geschlagen, bis mir die Nase blutete, dann auf den R√ľcken und den Kopf. Ich bin mehrmals hingefallen und wieder aufgestanden, und am Ende bin ich auf dem Boden liegen geblieben. Aus Leibeskr√§ften hat er mir die F√ľ√üe in meine Rippen, meinen Magen, meine Schenkel gerammt. Die Schmerzen habe ich nicht wirklich gesp√ľrt. Ich hatte einfach nur schreckliche Angst, dass er gleich mit mir etwas machte, was ich nie im Leben wollte. Das hat regelrechte Panik in mir ausgel√∂st, dass alles an mir schlotterte. Wieder hagelten seine Schl√§ge auf mich ein. Diesmal aber wurde mir schwarz vor Augen. F√ľr kurze Zeit war ich ohnm√§chtig. Als ich aufwachte, merkte ich, wie er mich auf dem Boden auszog und meine Kleider wie Papier zerriss. Sein Gewicht erdr√ľckte mich fast. Das alles war so furchtbar. So w√ľrdelos. Und ich konnte mich nicht dagegen wehren. Irgendwann hatte ich nur noch Schmerzen, mein Unterleib brannte wie gl√ľhende Kohlen, und ich heulte die ganze¬†Zeit. Als er fertig war, zog er seine Hose hoch, verschloss die T√ľr wieder hinter sich und lie√ü mich so am Boden liegen. Die drei Frauen lachten, als sie mich morgens mit blau verschwollenem Gesicht vorfanden. Na, wie geht's dir? , l√§sterten sie. ...


Lustige Weihnachtswerbung Trifft Den Nagel Auf Den Kopf

... Ryanair Werbung zu Weihnachten trifft den Nagel auf den Kopf 24. Dezember 2016 11:54 Uhr Der Familie entfliehen Lustige Weihnachtswerbung trifft den Nagel auf den Kopf Gl√ľckliches Zusammensein mit der Familie, Freude und Harmonie? Die Fluggesellschaft Ryanair zeigt in ihrem Werbeclip, wie man an Weihnachten schnell seine Familie besucht, aber bei Bedarf auch schnell wieder fl√ľchten kann. Video erneut abspielen ...

Lustige Weihnachtswerbung Trifft Den Nagel Auf Den Kopf

Jetzt geh√∂rst du zu uns. Sie gaben mir den Rat, dass ich mich nicht l√§nger wehren solle. Ungeduldig klatschten sie in die H√§nde, hopphopp , denn ich sollte in der K√ľche sauber machen. Jeder Schritt tat mir entsetzlich weh. Als ich mich zuf√§llig in einer Scheibe spiegelte, schaute ich weg. Ich sch√§mte mich so¬†sehr. Am n√§chsten Tag mussten die anderen M√§dchen dasselbe Schicksal wie ich erleiden. Schl√§ge und Vergewaltigung. Seine Ehefrauen wussten genau, dass ihr Mann uns vergewaltigte. Sie haben uns jedes Mal befohlen: Geht euch waschen! Und wartet auf ihn! Und ich schrubbte mich ab, bis ich rot und wund war. Am liebsten h√§tte ich so lange geschrubbt, bis nichts mehr von mir √ľbrig¬†war. 2. Traurige Leserkommentare Ich finde es gut und n√∂tig, dass die Verbrechen der ISIS/Islamisten ans Licht kommen und das Leid der Jesiden beschrieben wird auch im Internet! Danke! Mein ganzer Respekt gilt dem Opfer und dessen Mut, die Geschichte zu erz√§hlen. Sehr traurig finde ich den Leserkommentar direkt darunter, der anscheinend nur Angst hat, dass angeblich die AfD/ Rassisten davon profitieren k√∂nnten, da√ü das Leid der Jesiden/Jesidinnen √∂ffentlich gemacht wird. Finde ich eigentlich nur erb√§rmlich, solch eine Argumentation. Das hinterhergeschoben wird, dass das ja alles nix mit dem Islam zu hat, finde ich noch bedenklicher und ich frage mich, was der Leser mit seinem seltsamen Kommentar eigentlich bezwecken will?! Relativierung von Gewaltverbrechen, indem man die Verbrechen an Jesiden verschweigt? Nochmal Danke f√ľr die Ver√∂ffentlichung. Das Leid der Jesiden muss erz√§hlt werden! Beitrag absenden Wir freuen uns √ľber Ihre Beitr√§ge zu unseren Artikeln und w√ľnschen Ihnen viel Spa√ü beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien. Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion beh√§lt sich vor, Leserzuschriften nicht zu ver√∂ffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften k√∂nnen daher leider nicht immer sofort ver√∂ffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekr√§ftige √úberschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beitr√§ge beziehen k√∂nnen. Vielen Dank! Weitere Artikel vom 08.06.2017 ...