Leben In Der Ddr Was Wirklich Hinter Dem Mythos Ost-Frau Steckt



Leben In Der Ddr Was Wirklich Hinter Dem Mythos Ost-Frau Steckt

Leben in der DDR: Was wirklich hinter dem Mythos Ost-Frau steckt Mutter mit Kindern unterwegs in Ost-Berlin, 1964. Es gibt Frauen mit Kindern und Frauen ohne Kinder, und ihre Welten sind mit einer glĂ€sernen Wand voneinander getrennt. Ich habe die meiste Zeit meines Lebens auf der anderen Seite der Wand verbracht, auf der ohne Kinder. Was mich aber nicht daran hinderte, genau zu wissen, was MĂŒtter alles falsch machen. MĂŒtter sind ein einfaches Thema – jeder hat eine Mutter oder hat eine gehabt, jeder hat eine Meinung. Ich dachte zum Beispiel, wenn ich mal ein Kind hĂ€tte, wĂŒrde ich es locker mit sechs Monaten in die Krippe geben. Befreundete MĂŒtter, die nach der Kita-Eingewöhnung klagten, wie sehr ihnen ihr Kind fehlte, verstand ich nicht. Irgendwann war ich selbst schwanger, und mein Mann und ich machten PlĂ€ne. Als mein Sohn dann geboren wurde, wurde ich von  GefĂŒhlen ĂŒberwĂ€ltigt,  von denen ich nicht wusste, dass sie existierten. Ich wollte nun doch lieber so viel Zeit wie möglich mit dem Baby verbringen, mindestens ein Jahr. Mein Mann und ich wollten uns die Erziehung aufteilen; ich sollte etwas mehr arbeiten, er etwas weniger. Ich meldete das Kind in der Kita an. Die erste Zeit war nicht einfach. Mein Sohn, etwa ein Jahr alt,  weinte morgens, wenn ich ihn der Erzieherin ĂŒberreichte. Ich ging mit hĂ€ngendem Kopf ins BĂŒro. Ich guckte alle zwei Sekunden auf mein Telefon, um zu sehen, ob die Erzieherin anrief; ich sorgte mich. Als mein Sohn sich in der Kita stĂ€ndig ansteckte und krank wurde, dachte ich, dass es vielleicht doch zu frĂŒh gewesen war, ihn  wegzugeben. Emanzipiert und selbstbewusst Ich hatte dauernd ein schlechtes Gewissen, mal, weil ich das Kind zu sehr vermisste, mal, weil ich das Kind zu wenig vermisste. Je wohler ich mich im BĂŒro fĂŒhlte, desto schlechter kam ich mir als Mutter vor. Warum fiel es mir so schwer, beides zu verbinden, das Arbeiten und das Muttersein? Ich komme doch aus dem Osten, bin aufgewachsen in einem Land, in dem es selbstverstĂ€ndlich war, dass ...


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Frauen auch mit kleinen Kindern viel arbeiteten. Ost-Frauen gelten als emanzipiert, als vorbildlich gleichberechtigt. 1989 arbeiteten 92 Prozent der Frauen in der DDR, im Westen waren es nur etwa 50 Prozent. Und je mehr Zeit seit der Wende vergeht, desto emanzipierter und selbstbewusster werden die Ost-Frauen im öffentlichen Bild. Wenn heute Frauen aus der DDR gezeigt werden, in Zeitungen oder im Fernsehen, sehen sie oft aus wie aus der Sibylle, der Modezeitschrift . Das könnte Sie auch interessieren Rostock: Ausstellung erinnert an legendĂ€re DDR-Zeitschrift „Sibylle So cool und lĂ€ssig. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Frauen meiner Kindheit so aussahen, aber was heißt das schon. Über vieles aus dem Osten wird heute gewitzelt, aber die DDR-Frau ist eine Ikone. Wie Ampelmann und RotkĂ€ppchen. Dann fiel mir neues Buch von Anna Kaminsky auf, es trĂ€gt den nĂŒchternen Titel „Frauen in der DDR . Anna Kaminsky hat nachgeforscht: Wie haben die Frauen das mit dem Beruf und der Familie hingekriegt? Waren sie wirklich die Königinnen der Emanzipation? Ich suche die Autorin auf, um ihr meine Fragen zu stellen. Anna Kaminsky leitet die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und darf deshalb schon von Berufs wegen keinen verklĂ€rten Blick auf das untergegangene Land pflegen. Eine kritische Grundhaltung zieht sich durch das Buch, es liest sich, als habe sich die Autorin vorgenommen, gegen das Bild der Superfrau anzugehen. Anna Kaminsky beschreibt, wie sehr sich die Frauen zwischen ihren Rollen als Partnerin, Mutter und BerufstĂ€tige aufrieben. „Die moderne Frau in der DDR sollte nicht nur voll berufstĂ€tig sein, sie sollte sich auch stĂ€ndig weiterbilden und in gesellschaftlichen Organisationen tĂ€tig sein. Sie sollte den Haushalt meistern, eine gute Köchin sein. Ihren Kindern sollte sie eine liebevolle Mutter und ihrem Mann eine beruflich gleichberechtigte, aber dennoch fĂŒrsorgliche Ehefrau sein , heißt es in dem Buch. Unkritisch und undifferenziert Anna Kaminsky steht in ihrer BĂŒrolandsc ...


Das 3sat-Kulturmagazin Von Zdf, Orf, Srf Und Ard

... insgesamt recht erfolgreich darin, sich vor dem Leben zu verstecken, bis dieses an seiner TĂŒr klopft - in Gestalt der kleinen Hayat. Das tĂŒrkische MĂ€dchen wird von ihrer in Deutschland geborenen Mutter GĂŒlen fĂŒr einige Wochen bei ihrer Großmutter in NĂŒrnberg untergebracht. WĂ€hrend GĂŒlen in der TĂŒrkei ihr Leben ordnet, erleidet die Großmutter plötzlich einen Schlaganfall. Hayat spricht kein Deutsch und ist in der fremden Stadt vollkommen auf sich allein gestellt. Ihr einziger Bezugspunkt ist dieser schlecht gelaunte Taxifahrer, den sie durch Zufall wiedertrifft. ...


haft, rotbraune Auslegeware, helle Möbel, ein großer Schreibtisch, ein runder Besprechungstisch, große Fenster. Auf der einen Seite fĂŒllen Leitz-Ordner ein Regal bis unter die Decke, und auf der anderen Seite steht eine Wand voller BĂŒcher ĂŒber die Diktaturen des vergangenen Jahrhunderts, Stalin, Hitler, Gulag, Holocaust. Auf einem Sideboard liegt ein gerahmter Spruch, Gold auf Hellblau, der zwischen dem Grauen fĂŒr ein wenig Leichtigkeit sorgt: „Ich schmeiß alles hin – und werde Prinzessin. Anna Kaminsky ist eine kleine, mĂ€dchenhaft wirkende Frau – blonde, in der Mitte gescheitelte Haare, Rock, Halstuch, Lippenstift. Sie wurde in den Sechzigerjahren in Gera geboren, ihr konkretes Alter nennt sie Journalisten nicht. Sie nimmt jede Bewertung  dieser Angewohnheit  sofort vorweg, indem sie sich ĂŒber ihre eigene Albernheit lustig macht. Sie lĂ€chelt und bietet  mir einen Platz am Besprechungstisch an. Anna Kaminsky sagt, es habe sie geĂ€rgert, wie unkritisch und undifferenziert heute ĂŒber Frauen in der DDR gesprochen werde, mal seien sie die Superfrauen, die dank der FĂŒrsorge des Staates scheinbar spielend Haushalt, BerufstĂ€tigkeit und Kinder miteinander verbanden, mal als verhuschte, hinterwĂ€ldlerische Schattenwesen. GemĂŒseverkĂ€uferin beim Tomatenwiegen, um 1980. Sie hat zahlreiche Originaldokumente aus vier Jahrzehnten gesichtet, BeschlĂŒsse, Verordnungen und Gesetze, hat Propaganda-Material durchforscht, Kaufhaus-Kataloge und Frauenzeitschriften gelesen, Filme und Literatur untersucht. Sie hat Eingaben und Briefe von Frauen ausgewertet, die sich bei den AusschĂŒssen und beim Rat des Kreises beschwerten. Zum Beispiel darĂŒber, dass es entgegen der Versprechen oft keine KindergartenplĂ€tze in WohnortnĂ€he gab und die Frauen vor Schichtbeginn frĂŒhmorgens schon durch die Stadt hetzen mussten, um die Kinder in weit entfernten Einrichtungen abzugeben. Am Ende der Recherche, sagt Anna Kaminsky, habe eine Entmystifizierung gestanden, „auch fĂŒr mich selbst . Frauen sollten fehlende ...


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ArbeitskrĂ€fte ersetzen Ich lese in dem Buch, dass die DDR-Frauen mindestens so zerrissen waren wie die berufstĂ€tigen MĂŒtter heute, wahrscheinlich sogar noch mehr, weil der Alltag beschwerlicher war, die weiten Wege, die Schwierigkeiten beim Einkaufen. Schon die kleinsten Kinder hatten oft einen sehr langen Tag, wurden vor sieben Uhr morgens in der Kita abgegeben und erst am spĂ€ten Nachmittag abgeholt. Vieles davon ist bekannt. Besonders interessant sind daher die Abschnitte ĂŒber die frĂŒhen Jahre der DDR, in denen genau beschrieben wird, wie unterschiedlich im Osten und Westen die so genannte Frauenfrage behandelt wurde. Im Westen galt die Versorgerehe als das vorherrschende Modell, im Osten sollten die Frauen die fehlenden ArbeitskrĂ€fte ersetzen. Schon in der sowjetischen Besatzungszone gab es ein Förderprogramm, das den weiblichen Bevölkerungsteil in die Fabriken holen sollte. Schweißerin im VEB Warnowwerft WarnemĂŒnde, 1969. imago/Harald Lange SpĂ€ter, in der DDR, wurde in Zeitschriften fĂŒr das Arbeitsleben geworben,  erfĂŒllend sei es und anregend. Es gab Hausfrauen- und Oma-Brigaden, die in Stoßzeiten bei der Produktion helfen sollten, eine Maßnahme, um den Frauen zu zeigen, wie toll es ist, eigenes Geld zu verdienen. Es gab nicht  nur mĂ€nnliche Vorzeige-Arbeiter wie Adolf Hennecke, sondern auch  Vorzeige-Arbeiterinnen wie Frida Hockauf, eine Weberin. Auch wenn ihr Name nicht so gelĂ€ufig ist, kennt wohl jeder, der im Osten groß wurde, ihren Spruch: „So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben. Jedes zweite Kind geht in die Krippe Viele Ost-West-Unterschiede bestehen bis heute fort. Frauen im Osten bekommen frĂŒher Kinder und kehren schneller wieder an den Arbeitsplatz zurĂŒck. WĂ€hrend vierzig Prozent der MĂŒtter unter vierzig Jahren laut Bundesfamilienministerium im Osten Vollzeit arbeiten, sind es im Westen nur 17 Prozent. Jedes zweite Kind unter drei Jahren im Osten geht in eine Krippe, im Westen sind es weniger als ein Drittel. Auch wenn Anna Kaminsky versucht, ...


Darum Helfen Pistazien Dir Beim Abnehmen

... Körper viele der in Pistazien enthaltenen ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren nicht verarbeitet. Zugleich trĂ€gt der hohe Gehalt von Proteinen und Ballaststoffen in dem grĂŒnlichen Superfood dazu bei, dass der Appetit auf andere – potenziell ungesunde – Nahrungsmittel sinkt. Außerdem sorgt das notwendige SchĂ€len dafĂŒr, dass man Pistazien langsam und bewusst isst. Bist du ein Pistazienfan, bedeutet das fĂŒr dich, dass du auch und gerade dann ruhig zugreifen kannst, wenn du Gewicht verlieren möchtest. Übertreibe es dabei allerdings nicht, sonst verkehrt sich der positive Effekt ...

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das DDR-System zu entzaubern, klingt vieles von damals, aus heutiger Sicht betrachtet, vergleichsweise fortschrittlich. So wurde 1960 eine Frauenkommission beim ZK der SED eingerichtet, die sich mit der Vereinbarkeit befassen und die Einrichtung von KindertagesstĂ€tten generalstabsmĂ€ĂŸig planen sollte. 1960! In der Bundesrepublik leitete damals ein Mann namens Franz-Josef Wuermeling das Ministerium fĂŒr Familienfragen, der SĂ€tze sagte wie: „Das Mutterwirken ist durch nichts zu ersetzen. Bis in die Siebzigerjahre brauchten westdeutsche Frauen eine Genehmigung ihres Mannes, um eine Stelle annehmen zu dĂŒrfen. Teilzeit war nicht erwĂŒnscht In der Sowjetischen Besatzungszone wurde den Arbeiterinnen bereits im Jahr 1947 „Gleicher Lohn fĂŒr gleiche Arbeit versprochen. Darum kĂ€mpft Manuela Schwesig, die Familienministerin heute, wieder beziehungsweise immer noch.  Anna Kaminsky sagt, dass dieses Lohn-Versprechen theoretisch zwar stimmte, dass aber Berufe, in denen mehrheitlich Frauen arbeiteten, in der Regel weit schlechter bezahlt waren als sogenannte MĂ€nnerberufe. „DDR-Frauen verdienten im Schnitt ein Drittel weniger als MĂ€nner, was sich bis heute bei der Rente auswirkt , sagt sie. Einer ihrer großen Kritikpunkte ist, dass Frauen in der DDR keine Wahl hatten, ob sie nach der Geburt ihrer Kinder eine Zeit lang aussteigen oder weiterarbeiten. VollbeschĂ€ftigung war das Ziel, Teilzeit nicht erwĂŒnscht. Die eigenen Interessen zurĂŒckgestellt Bis in die Siebzigerjahre hinein mussten Frauen kurz nach der Geburt wieder arbeiten gehen, etwas wie bezahlten Erziehungsurlaub gab es erst ab 1976. Sich ganz zu entziehen, wenn man Vollzeitmutter sein wollte, war möglich, aber schwierig. Kaminsky zitiert Propaganda-Material, in denen Hausfrauen als Schmarotzer beschimpft wurden. WĂ€hrend ich Anna Kaminsky zuhöre, denke ich an meine Mutter. Meine Mutter arbeitete halbtags, als ich klein war. Bevor meine Geschwister auf die Welt kamen, hörte sie ganz auf und wurde Hausfrau. Sie schickte mich nicht in ...


Körpersignale Beachten

... können Sie fĂŒr sich sorgen: Wie Sie Burn-out vorbeugen können Weniger Stress Trotz der Stressoren, die unsere Zeit hervorbringt, und einer vielleicht weniger gĂŒnstigen persönlichen Ausgangssituation sollten wir uns nicht in die Enge treiben lassen. Je mehr FĂ€higkeiten Menschen haben, sich selbst zu regulieren, und ĂŒber je mehr Strategien sie verfĂŒgen, um mit Stress umzugehen, desto geringer ist die Gefahr, ein Burn-out zu erleiden. Solche Strategien lassen sich erlernen. Mehr Abstand HĂ€ufig entsteht Stress bei Konflikten im Job. Zum Beispiel, wenn ein ...

Körpersignale Beachten

den Kindergarten, weil sie dem Erziehungssystem misstraute. Eine gute Mutter war fĂŒr sie eine Frau, die sich in den ersten Jahren ganz ihrem Kind widmete, eigene Interessen zurĂŒckstellte. Sie war die einzige Hausfrau, die ich kannte. Konditorlehrlinge bei der Herstellung von LebkuchenhĂ€usern im Backwarenkombinat Pulsnitz, 1975. Irgendwie klang das Wort „Hausfrau schon falsch, dekadent und asozial. Die MĂŒtter von Schulfreunden hatten alle Berufe, die der Gesellschaft nĂŒtzten: Sie waren Melkerin, VerkĂ€uferin, SekretĂ€rin, Traktoristin, Lehrerin. Es war mir peinlich, wenn wir im Russischaufsatz ĂŒber die Berufe der Eltern schreiben sollten. Das Einzige, was ich schreiben konnte, war: Mama domoi. Mama ist zu Hause. Ich hĂ€tte als Kind lieber eine Mutter gehabt, die morgens frĂŒh zur Arbeit geht. Solange ich denken kann, war meine Mutter finanziell abhĂ€ngig von meinem Vater. Bei mir hat das dazu gefĂŒhrt, dass ich spĂ€ter alles anders machen wollte. „Multitasking haben Frauen in der DDR perfektioniert   Ich wollte einen Beruf, ein eigenes Einkommen, UnabhĂ€ngigkeit. Ich wollte auf gar keinen Fall auf Kosten eines Mannes leben. Ich bewunderte meine Tante, die ihre Arbeit als stellvertretende Leiterin eines Elektroladens liebte, sich Kleider, Schallplatten und BĂŒcher leisten konnte. Mag sein, dass die FunktionĂ€re in der StaatsfĂŒhrung keine Feministen waren. Aber war es nicht progressiv, dass Frauen ihr eigenes Geld verdienten, gab ihnen das nicht Selbstbewusstsein? Ja, sagt Anna Kaminsky, und dreht die Antwort geschickt gleich wieder auf ihr Thema, die doppelte Belastung. „Frauen haben aus der BerufstĂ€tigkeit ein großes Selbstbewusstsein gezogen, weil sie gesehen haben, sie schaffen nicht nur genauso viel wie die MĂ€nner, sondern auch mehr. Multitasking haben Frauen in der DDR perfektioniert. Sie kritisiert, dass der Haushalt ĂŒberwiegend an den Frauen hĂ€ngenblieb. Aber ist das nicht heute auch so? Propaganda fĂŒr den Gatten Kaminsky stört eher, dass der Staat zumindest in den ...


Die Lactose-Paranoia Der Generation Y

... „Unsere Aufgabe ist es, die Leute zu versichern und nicht zu erziehen. Jeder hat ein Recht auf Unvernunft , sagte Baas. PrĂ€mien, die etwa in SĂŒdafrika an das gekoppelt sind, was man einkauft, hĂ€lt der TK-Chef fĂŒr schwierig. Bio ist inzwischen kein Nischenthema mehr Der Krankenkasse geht es vor allem um eine bessere Kennzeichnung der Waren. „Unser Problem ist nicht, ob vegetarische Produkte Wurst oder Frikadelle heißen dĂŒrfen, sondern ob der Verbraucher weiß, was an Zusatzstoffen in seiner vermeintlic ...

Die Lactose-Paranoia Der Generation Y

FĂŒnfziger- und Sechzigerjahren die altmodischen Rollenmodelle auch noch verfestigte, durch Propaganda, die sich an die Ehegatten richtete, die von der Frauenarbeit ĂŒberzeugt werden mussten. Ihnen sei versprochen worden, dass die BerufstĂ€tigkeit ihrer Frauen ohne Einbußen an hĂ€uslicher Bequemlichkeit vonstattengehen wird, sagt Anna Kaminsky. So habe man vorgerechnet , wie viel Zeit die Frau bei der Hausarbeit sparen wĂŒrde, wenn sie die ganzen Helfer benutzen wĂŒrde, die dem sozialistischen Haushalt zur VerfĂŒgung stehen, den Schnellkochtopf, die Waschmaschine. Damit die Gattin die neu gewonnene Freizeit nicht vertrödele, solle sie lieber arbeiten gehen. Warum jede Generation sich die Gleichberechtigung neu erkĂ€mpfen muss  Ärztinnen bei einem Tierversuch im VEB Arzneimittelwerk Dresden, 1970. Obwohl Frauen in der DDR in MĂ€nnerberufen arbeiteten, Klempnerin waren, Traktorfahrerin, schafften  es nur wenige in Leitungspositionen in Politik und Wirtschaft. In der DDR gab es in den vierzig Jahren nur zwei weibliche Ministerinnen, Hilde Benjamin und Margot Honecker. Vielleicht wollten die Frauen ja auch nicht mehr? Anna Kaminsky ĂŒberlegt, ja, das könne natĂŒrlich sein. FĂŒhrungspositionen seien mit Parteimitgliedschaft und zusĂ€tzlichem gesellschaftlichem Engagement verbunden gewesen. „Vielleicht hatten viele Frauen gar keine Lust, auch noch in Parteiversammlung zu rennen, statt mit den Kinder die ohnehin knappe Zeit zu verbringen , sagt sie. Unter Druck, das Leben zu optimieren Multitasking, Doppelbelastung, das stĂ€ndige GefĂŒhl, den AnsprĂŒchen nicht gerecht zu werden, das alles kommt mir seltsam vertraut vor. Die DDR-Frau, die Anna Kaminsky beschreibt, wirkt nicht wie eine historische Figur, sondern wie eine gute Bekannte. Als arbeitende Mutter steht sie dauernd unter Druck, ihr Leben zu optimieren, wie man heute sagen wĂŒrde, perfekter Job, perfekter Haushalt, wohlerzogene Kinder. Die Autorin kennt sich aus mit Elterngeld, VĂ€termonaten, den AusbauplĂ€nen von Ganztagseinrichtungen ...


Aquarium-Nails Sind Der Neue Beauty-Trend Im

... ohlraum geschaffen, in dem sich dann Wasser, Glitzer, FigĂŒrchen oder sogar kleine Plastik-Fische befinden. Der Effekt: Bewegt man die HĂ€nde, rieseln Glitzer, FigĂŒrchen & Co. in der Kappe - und das erinnert an ein Aquarium. Doch schaut selbst: Ja, diese NĂ€gel sind nicht schön, Ă€ußerst unpraktisch und garantiert nicht fĂŒr den Alltag gedacht, aber man ist irgendwie fasziniert, oder? Was denkt ihr ĂŒber die Trend-NĂ€gel? © Instagram / swan_nails gofeminin LOVES Pinterest! Folgt ihr uns schon auf Pinterest ? Nein? Dann wird es höchste Zeit! Denn unsere Pinterest-Follower erfahren als erstes ...

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. Sie sagt, dass sich in der Öffentlichkeit etwas gedreht habe. Nach der Wende waren Ost-Frauen, die ihre Kinder frĂŒh in die Krippe brachten, mit VorwĂŒrfen konfrontiert, sie wĂŒrden sich nicht genug kĂŒmmern. RabenmĂŒtter hieß das damals. So schnell wie möglich wieder arbeiten Inzwischen, hat sie beobachtet, geht es in die umgekehrte Richtung. Es sei normal geworden, nach dem Kinderkriegen so schnell wie möglich wieder arbeiten zu gehen. Es werde gesagt, liebe Frauen, ihr schafft das schon mit der Karriere und den Kindern, zumal Papa doch auch zwei VĂ€termonate nimmt, und wenn nicht, dann ist es euer Problem. Als wĂ€re die Vereinbarkeit von Familie und Karriere nur eine Frage der guten Organisation. „Am Ende liegen die Frauen doch wieder abends mĂŒde und erschöpft auf dem Sofa und geben sich selbst die Schuld, dass sie nicht auch noch ein schönes Hobby haben , sagt Anna Kaminsky. Frau beim Mittagsschlaf im Gras, 1964. imago/Gerhard Leber Sie Ă€rgert sich, wenn Frauen, die sich entscheiden, ihre Kinder lĂ€nger  zu Hause zu betreuen, als rĂŒckstĂ€ndig und unemanzipiert dargestellt und das Betreuungsgeld als „HerdprĂ€mie verspottet wird. Sie kritisiert, dass Frauen unter Druck gesetzt werden, einem bestimmten Lebensmodell zu folgen. Mir fiel dazu ein, dass ich kĂŒrzlich auf Twitter las, wie sich die bekannte Berliner Feministin Teresa BĂŒcker darĂŒber freute, dass eine Kollegin zur Weihnachtsfeier gekommen war, direkt aus dem Wochenbett, drei Wochen nach ihrer Entbindung, und das winzige Baby hatte sie auch gleich mitgebracht. „Weil Vereinbarkeit geht, wenn man sie schaffen will , schrieb die junge Feministin dazu. Viele Frauen scheinen sich inzwischen dem Druck der stĂ€ndigen VerfĂŒgbarkeit zu entziehen, indem sie lieber dem alten Rollenmodell vertrauen.  Als mein Sohn sehr klein war, ging ich öfter mit ihm in eine Krabbelgruppe, um andere MĂŒtter zu treffen (VĂ€ter sah ich ĂŒbrigens nie). Frauen, die sich gleichberechtigt mit ihrem Partner das Geldverdienen und Kindererziehung teilen wollten, lernte ich dabei sehr selten kennen.  ...