Das Griechische Gesundheitssystem Ist In Einem Katastrophalen



Das Griechische Gesundheitssystem Ist In Einem Katastrophalen

Griechenland: Das griechische Gesundheitssystem ist¬†in einem katastrophalen Zustand Marodes Gesundheitssystem in Griechenland Widerstand in Wei√ü Seit Beginn der Krise ist das griechische Gesundheitssystem in katastrophalem Zustand. Hunderte √Ąrzte und Freiwillige wollen das √§ndern: mit solidarischen Kliniken, kostenlosen Behandlungen - und Druck auf die Politik. Medizinzentrum der Hilfsorganisation √Ąrzte der Welt in Athen (2012) Von enorm-Autorin Kathrin Hartmann Kommentieren Neulich hatte Chrissida Sarike wieder einen dieser Oh-mein-Gott-F√§lle auf dem Behandlungsstuhl sitzen. Der Mann hatte einen dunklen Fleck am Zahnfleisch. Aber als ich ihn untersuchte, stellte ich fest, dass alle Z√§hne kaputt waren , sagt die Zahn√§rztin. Keine Ahnung, wie er das ausgehalten hat. Sie kippt ihre Hand zum Mund. Soll hei√üen: Vermutlich hat sich der Mann mit Ouzo bet√§ubt. Viele kommen erst, wenn sie die Schmerzen nicht mehr ertragen. Die 65-J√§hrige seufzt. Dann sortiert sie weiter Zahnsteinkratzer, Mundspiegel und Bohrer. Die Medizinerin schaut oft in M√ľnder, die sie entsetzen: Ich habe Patienten aus der Mittelschicht, die ihre Z√§hne immer gepflegt haben. Wenn sie jetzt eine Krone brauchen, sagen sie, rei√ü' den Zahn raus, ich kann mir keine Krone leisten. Zur Autorin Stephanie Fuessenreich Kathrin Hartmann, geboren 1972 in Ulm, war von 2006 bis 2009 Redakteurin bei Neon und arbeitet seitdem als freie Autorin unter anderem f√ľr enorm, die Frankfurter Rundschau, taz und Titanic. In ihrem Buch Ende der M√§rchenstunde. Wie die Industrie die Lohas und die Lifestyle-√Ėkos vereinnahmt setzte sie sich kritisch mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinander. In ihrem neuen Buch Wir m√ľssen leider drau√üen bleiben beschreibt sie die neue Armut in der Konsumgesellschaft. Kathrin Hartmann lebt und arbeitet in M√ľnchen. Kathrin Hartmann bei facebook Griechenland im siebten Jahr der Krise: Es herrscht gesundheitlicher Notstand. Bis zu 50.000 Menschen seien in den vergangenen Jahren gestorben, sch√§tzt die Initiative Solidarity4all. ...


Auf Die Bauern Wartet Ein Rekord Mit Hindernissen

... √∂hepunkt des Spargeljahres ist traditionell Pfingsten und dieses Jahr lag das Fest recht sp√§t und es wurde gut verkauft. ‚ÄěInteressant war dieses Jahr, dass die Leute auch nach Pfingsten noch reichlich Spargel gekauft haben , sagte Jakobs. Im vergangenen Jahr war nach dem Saisonh√∂hepunkt kaum noch etwas zu holen f√ľr die Bauern. ‚ÄěUnd jetzt zum Ende der Spargelzeit steigt sogar noch mal die Nachfrage. Da die Bauern aber bereits 80 Prozent der Felder aus der Ernte genommen haben, sind in diesem Jahr die ...

Auf Die Bauern Wartet Ein Rekord Mit Hindernissen

Weil der Staat ihnen keine kostenlosen Behandlungen mehr zugestanden hat und sie sich das privat nicht leisten konnten. Jetzt aber √§ndert sich was im Land - und das liegt auch an Medizinern wie Chrissida Sarike. Weil sich √Ąrzte und andere Helfer solidarisch einbringen, weil sie ihr Land von unten ver√§ndern und weil sie Druck auf die Politik aus√ľben. Gefunden in enorm 1/2017 Angebot f√ľr SPIEGEL-ONLINE-Leser Im Jahr 2008 stand Griechenland vor dem Bankrott. Die Troika aus Europ√§ischer Zentralbank, Europ√§ischer Kommission und Internationalem W√§hrungsfonds zwang die Regierung, ihre Ausgaben drastisch zu k√ľrzen. Das Budget f√ľr Gesundheit wurde mehr als halbiert, von 24 auf 9,5 Milliarden Euro pro Jahr. Danach kollabierte das Gesundheitssystem. Viele Krankenh√§user und Gesundheitszentren mussten schlie√üen, √Ąrzte und Krankenschwestern verloren ihren Job. Drei von elf Millionen Griechen sind seitdem nicht mehr krankenversichert. Jahrelang hatten sie keinen Zugang zum √∂ffentlichen Gesundheitssystem. Wer heute als Patient in ein √∂ffentliches Krankenhaus geht, muss oft seine Bettw√§sche mitbringen, sein Verbandszeug und sogar sein Klopapier. Sarike kennt diese Zust√§nde, deshalb arbeitet sie ehrenamtlich in der Zahnarztpraxis der Solidarischen Klinik in Pir√§us. Das Hospital in der Hafenstadt s√ľdlich von Athen ist eine von mehr als 50 Solidarischen Kliniken, die landesweit entstanden sind. Gegr√ľndet wurden sie nicht von Vereinen oder Stiftungen - sondern von B√ľrgern, die nicht mehr zusehen wollten, wie ihre Familien, Freunde und Nachbarn Not leiden. Etwa, weil sie sich weder Arzt noch Arzneien leisten k√∂nnen. Gemeinsam organisieren diese B√ľrger daher den Betrieb der Kliniken. √Ąrzte behandeln Patienten, die keinen Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem haben. Ohne Honorar. Sie kommen nach dem Hauptjob, vor und nach ihren Schichten, an freien Tagen. Wer den Geist verstehen will, aus dem diese Kliniken entstanden sind, sollte neben der Solidarischen Klinik in Pir√§us auch die Praxen in Korydallos und im Athener ...


Sieben Tipps Rund Um Die E-Mail

... alle Konten. Hat ein Hacker Zugang zum Mailpostfach, ist auch der Weg zu den Accounts bei Amazon, Paypal oder Facebook nicht weit. Sichere Passw√∂rter haben laut Bundesamt f√ľr Sicherheit in der Informationstechnik acht bis zw√∂lf Stellen und enthalten Gro√ü- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Namen von Familienangeh√∂rigen und andere leicht zu erratende Kombinationen sind tabu. Regelm√§√üige Besuche beim Identity Leak Checker des Hasso-Plattner-Instituts oder auf der Webseite haveibeenpwned.com verraten, ob die eigenen Zugangsdaten vielleicht schon geknackt wurden. ...

Sieben Tipps Rund Um Die E-Mail

Stadtteil Elliniko besuchen und engagierte Frauen wie Quin Minassian treffen. Es hat sich verbreitet wie ein Lauffeuer Die Klinik von Korydallos liegt nur f√ľnf Kilometer entfernt vom Krankenhaus in Pir√§us. Der schlichte Zweckbau aus den achtziger Jahren liegt zwischen Gesch√§ften und Wohnh√§usern. In der N√§he liegt ein mit Caf√©s ges√§umter Platz. Die Klinik ist im zweiten Stock, im Flur sind fast alle Wartest√ľhle besetzt. An den W√§nden h√§ngen Fotos und Plakate von Demonstrationen. Solidarit√§tsaufrufe wechseln sich ab mit Landschaftsbildern. Auf einer kleinen Terrasse steht Minassian. Sie fr√∂stelt trotz der zwei Pullis, die sie √ľber der knallroten Hose tragt. In dicken Flocken f√§llt der Schnee vom Himmel auf ihre kurzen grauen Haare. Vor mehr als vier Jahren hat die 55-J√§hrige diese Klinik gemeinsam mit anderen gegr√ľndet. Weil sie selbst in Not war. Die Krise hatte die fr√ľhere Lehrerin hart getroffen: Zwei Jahre lang hatte das Bildungsministerium ihr kein Gehalt und keine Versicherung mehr gezahlt. Damals habe ich regelrecht Panik bekommen , sagt sie, was, wenn ich krank werde? Dann passierte genau das: Minassian erkrankte und hatte keinen Anspruch auf staatliche Hilfe. Doch sie hatte Gl√ľck: Ihr Arzt behandelte sie unb√ľrokratisch. Und nicht nur das: Er hat nach einer M√∂glichkeit gesucht, etwas dagegen zu unternehmen. Minassian und der Arzt taten sich zusammen, um Abhilfe zu schaffen und suchten nach Mitstreitern: Freunde und Bekannte in Fl√ľchtlingsprojekten, politisch Engagierte, Arbeitslose. Es hat sich verbreitet wie ein Lauffeuer. Vorbilder gab es bereits: die Solidarische Klinik im Athener Stadtteil Elliniko und eine Klinik f√ľr Migranten ohne Papiere auf Kreta. Wir wussten, dass es funktionieren kann. Mit zw√∂lf Leuten legten sie los - fast keiner hatte medizinische Erfahrung. Zahnbehandlung in Poliklinik der Hilfsorganisation √Ąrzte der Welt in Athen (2015) Die Aktivisten √ľberredeten zun√§chst den B√ľrgermeister von Korydallos, ihnen die leerstehenden R√§ume eines ehemaligen Gesundheits ...


Geiler Spaß, Pure Verzweiflung

... mit ein paar Abenteuern hinter sich, von denen man nicht genau wei√ü, ob man sich an sie erinnern will. Mifti selbst nimmt an so einem Morgen vollgepumpt, fertig und aufgekratzt ein Taxi und √ľberredet den √ľberforderten Taxifahrer zum Sex auf der K√ľhlerhaube: spontan √ľberdrehter Spa√ü trifft pure Verzweiflung! Das Geniale an diesem Drama ist, dass es in keinem Moment p√§dagogisch wertet. Und auf wunderbare Weise ist Axolotl Overkill auch nie voyeuristisch oder pornografisch. Die Altersfreigabe ab 12 Jahren ist dabei gewagt, aber ...

Geiler Spaß, Pure Verzweiflung

zentrums zu √ľberlassen. Ein Teil der Einrichtung war noch da - allerdings ziemlich kaputt , sagt Minassian. Gemeinsam brachten sie die Klinik in Schuss, ohne gro√ü Geld auszugeben. Viele B√ľrger halfen: Ein arbeitsloser Klempner reparierte Wasserleitungen, andere strichen Fenster, W√§nde und T√ľren. Ein Schreiner zimmerte Regale, ein Apotheker spendete Schr√§nke. Als die Klinik an einem Februarmorgen vor vier Jahren √∂ffnete, klingelte das Telefon Sturm. Minassian nahm den ersten Anruf entgegen und hatte es sofort mit einem H√§rtefall zu tun: Eine Frau war dran, deren Schwester Krebs hatte. Diese war arbeitslos und unversichert und musste ihre Chemotherapie abbrechen - sie konnte sich weder die Behandlung im Krankenhaus noch das 1500 Euro teure Medikament leisten , erz√§hlt Minassian. Die Frau war verzweifelt. Dann begann das Team im Krankenhaus zu suchen: Freiwillige telefonierten mit Onkologen, Krankenh√§usern und Krebs-Organisationen, sie machten den Fall √∂ffentlich. Drei Tage sp√§ter hatten sie das Medikament organisiert. Und einen Onkologen, der die Frau kostenlos behandelte. Minassian erz√§hlt, wie gl√ľcklich die ersten Erfolge sie gemacht h√§tten und wie sehr die Gr√ľnder aber davon getrieben seien, das System zu √§ndern. Das war zwar ein gro√üer Erfolg - aber wir wollten nie Charity machen, sondern politische Arbeit. Ihr weiches Gesicht bekommt einen k√§mpferischen Ausdruck. Angesichts der vielen Tausend unversicherten Krebspatienten konnten wir uns nicht auf Gl√ľck oder den guten Willen einzelner √Ąrzte verlassen. Mit anderen Engagierten bereiteten sie einen landesweiten Protest vor: Anfang 2014 demonstrierten alle Solidarischen Kliniken Griechenlands gemeinsam vor staatlichen Krankenh√§usern. Sie forderten, dass Unversicherte k√ľnftig wieder kostenlos behandelt werden. Das habe neue Verb√ľndete gebracht, sagt Minassian. Viele √Ąrzte sagten, dass sie uns unterst√ľtzen wollen. Kurze Zeit sp√§ter gab ein √∂ffentliches Krebskrankenhaus in Pir√§us bekannt, dass es wieder unversicherte Patienten aufnehmen ...


Noch Viele Freie Plätze

... ‚ÄěEs haben sich rund 100 Kinder f√ľr die 35 Veranstaltungen angemeldet, so viele, wie in den vergangenen drei bis vier Jahren nicht mehr. Trotzdem sind einige Pl√§tze frei geblieben, was sich die Jugendpflegerin nicht erkl√§ren konnte. ‚ÄěFreie Pl√§tze gab es schon immer, aber diesmal haben wir L√ľcken bei Veranstaltungen wie dem Besuch im Zoo oder bei der Besichtigung des Flughafens und der dazugeh√∂rigen Feuerwehr , so Petersen. Daf√ľr sei der Kino-Abend mit 30 Kindern ausgebucht. ‚ÄěDabei kann doch heute jeder ...

Noch Viele Freie Plätze

werde. Es war ein gro√üer Erfolg. Minassian ist stolz, wenn sie die Bilanz der vergangenen vier Jahre vorstellt: Mehrere Tausend Patienten bekamen in Korydallos eine kostenlose Behandlung. Gut 70 Mediziner haben sich engagiert: Allgemein√§rzte, Augen√§rzte, Dermatologen, Chirurgen, Gastroenterologen, Gyn√§kologen, Hals-Nasen-Ohren-√Ąrzte, Kinder√§rzte, Zahn√§rzte. Die meisten kamen zu Terminen in die Klinik, viele haben in √∂ffentlichen Krankenh√§usern Unversicherte aufgenommen oder - verbotenerweiser - Labortests f√ľr sie durchgef√ľhrt. Das war illegal , sagt Minassian. Dann erz√§hlt sie davon, wie sie selbst Tests und Blutproben mit ihrem Mofa transportiert und in die Krankenh√§user geschmuggelt hat. Teil einer landesweiten Graswurzelbewegung Die Freiwilligen k√ľmmern sich nicht nur um Krankheiten, sie h√∂ren zu und helfen mit Ideen. Die Leute haben viele existenzielle Sorgen. Es kamen Eltern, die nichts zu essen hatten f√ľr die Kinder au√üer Nudeln und Reis. Leute mit R√§umungsklagen. Immer wieder wandten sich Familien an die Klinik, denen der Strom abgestellt wurde und die jetzt sogar ihre M√∂bel verbrannten, um es ein bisschen warm zu haben. Minassian schickt viele Hilfesuchende weiter zu anderen Initiativen: Denn die Solidarischen Kliniken sind Teil einer landesweiten Graswurzelbewegung. Diese ist nach der Besetzung des Syntagma-Platzes im Zentrum Athens 2011 entstanden. Damals protestierten die B√ľrger gegen die scharfen Auflagen der Troika. Viele Menschen waren bereits in der Fl√ľchtlingsarbeit engagiert. Etwa 400 selbst organisierte Gruppen haben sich seitdem im ganzen Land gegr√ľndet: Da sind die M√§rkte ohne Mittelsm√§nner , in denen Produzenten direkt an Konsumenten verkaufen, es gibt Essens-Kooperativen, Bildungsinitiativen, Gemeinschaftsg√§rten, Beratungen durch Juristen, Energie-Initiativen, selbstverwaltete Fabriken. Das Verbl√ľffende daran: Diese Gruppen sind nicht hierarchisch organisiert, sie folgen keinerlei inhaltlichen Vorgaben. Trotzdem funktionieren sie. Weil sie von Betroffenen gegr√ľndet ...


Medikamente Richtig Lagern

... esundheitsministerium. Auch die Packungsbeilage bleibt am besten in der Packung - falls der Patient sp√§ter noch einmal etwas nachlesen m√∂chte. Im K√ľhlschrank m√ľssen beispielsweise einige Insuline aufbewahrt werden. Die optimale Lagerungstemperatur solcher Arzneien betr√§gt zwei bis acht Grad Celsius. Sie d√ľrfen nicht einfrieren. Bei rund einem Drittel der k√ľhlpflichtigen Medikamente darf die K√ľhlkette gar nicht unterbrochen werden. Das sei zum Beispiel bei manchen Augentropfen und bestimmten Asthmasprays der Fall, erkl√§ren die Apotheker. F√ľr den Transport von der ...

Medikamente Richtig Lagern

wurden und weil sie rund um die Not im Alltag gewachsen sind. Allen ist gemein, dass aus ihnen auch politischer Widerstand entstanden ist. Eine, die sich lautstark gegen den Staat auflehnt, ist Elena Chatzimichali. Sie ist wie die Zahn√§rztin Sarike in der Solidarischen Klinik in Pir√§us engagiert. Die Menschen, die im orange gestrichenen Wartezimmer der Klinik sitzen, heben erstaunt den Kopf, als sie die laute Stimme der 40-J√§hrigen mit dem blonden Zopf h√∂ren. Chatzimichali steht im Flur und ruft auf zum Widerstand gegen die Barbarei , gegen all das Sparen m√ľssen in Griechenland. Ihre Arbeit solle nicht nur die Not lindern, betont sie: Wir wollen das Gesundheitssystem √§ndern. Elena Chatzimichali ist wissenschaftliche Mitarbeiterin f√ľr √∂ffentliche Gesundheit, und sie engagiert sich seit dem Beginn in der Bewegung. Vor zwei Jahren hat sie die Klinik in Pir√§us mitgegr√ľndet und arbeitet als Freiwillige in der Verwaltung. Wird das nicht anstrengend nach so vielen Jahren Krise? Sind die Aktivisten nicht ersch√∂pft? Klar gibt es immer wieder R√ľckschl√§ge - aber eben auch kleine Siege, die uns anspornen, aktiver zu werden. Sie √∂ffnet die T√ľr eines Behandlungszimmers. Darin stehen Kisten mit medizinischen Ger√§ten, alles Spenden aus Frankreich und Deutschland. Ein EKG-Ger√§t ist in Folie gewickelt. Das geben wir an eine andere Praxis weiter, weil wir das gerade nicht brauchen , sagt sie. Denn in diesem Raum behandeln keine √Ąrzte mehr - und das erz√§hlt vom vielleicht gr√∂√üten politischen Erfolg der Bewegung: Vor genau einem Jahr hat der neue Gesundheitsminister Andreas Xanthos das Gesetz ge√§ndert, auch auf Druck der Solidarischen Kliniken hin. Seitdem erhalten Unversicherte wieder Zugang zu staatlichen Leistungen. Die Regierung verteilte die Mittel aus den √∂ffentlichen T√∂pfen um und steckte etwa 300 Millionen Euro in das √∂ffentliche Gesundheitssystem. Es wurden erstmals wieder √Ąrzte und Pfleger eingestellt. Das ist sogar ein Schritt weiter als vor der Krise , sagt Chatzimichali. Zum ersten Mal gebe es ...


Die Allgemeine Tauglichkeit

... arbeitet, bei den russischen Wochen, als Kosar verkleidet hinter der Theke stehen und Fern beginnt er etwas von seiner Frau und seinem Kind vorzuschwatzen und dann, da√ü sie alle aus dem Haus eine Pension machen sollen. Das tun sie dann auch, Amir malt eine Sonne an die Fassade, alle anderen verputzen und renovieren das Haus und dann¬† kommt die Er√∂ffnung und die Freunde, angetrieben von Fern, der dem Ganzen mi√ütrauisch gegen√ľbersteht hauen ab. Vorher zertr√ľmmern sie noch ein bi√üchen die Pensi ...

Die Allgemeine Tauglichkeit

eine Trennung von Arbeit, Versicherung und Gesundheit. Jetzt hatten per Gesetz wieder alle Griechen Zugang zu staatlicher Hilfe. F√ľr die Solidarischen Kliniken gibt es dennoch viel zu tun. Sie versorgen viele Menschen mit Medikamenten in Solidarischen Apotheken. F√ľr viele Griechen sind Arzneien unerschwinglich, denn sie m√ľssen 25 Prozent vom Preis selbst zahlen. In Pir√§us stapeln sich die Medikamente in einem Raum, der als Apotheke dient, bis an die Decke. Sie wurden gespendet - von Initiativen aus ganz Europa und von griechischen B√ľrgern. Ein Apotheker nimmt ein Rezept entgegen, ein alter Mann legt ihm ein paar Bonbons auf die Theke, als Dank. Wir decken den Bedarf zu 80 Prozent , erz√§hlt der Apotheker. Was wir nicht haben, besorgen wir in ein, zwei Tagen. Die Apotheken bilden ein eigenes Netzwerk und tauschen Medikamente aus. In einem gemeinsamen Computersystem sind die Best√§nde erfasst. Es ist weit mehr als ein gut organisiertes System: Mit der Weitergabe und dem Tausch von Arzneien ist den freiwillig Engagierten eine strukturelle √Ąnderung gelungen. Medikamente sind nicht mehr nur eine staatliche Dienstleistung, sie sind Gemeing√ľter. Material und Ger√§te fehlen oder sind kaputt Vor dem flachen Geb√§ude im Athener Vorort Elliniko h√§lt ein klappriges Auto. Eine Familie, sichtbar mittellos, steigt aus und verschwindet in dem Bau mit den vergitterten Fenstern. Diese Solidarische Klinik liegt auf dem Gel√§nde einer ehemaligen US-Milit√§rbasis. Gr√ľnder Georgos Vichas arbeitet hauptberuflich als Kardiologe am √∂ffentlichen Krankenhaus in Athen. F√ľr sein freiwilliges Engagement hat der 56-J√§hrige gerade den Medical Peace Award der Organisation Internationale √Ąrzte zur Verh√ľtung des Atomkrieges gewonnen. Heute w√ľrde Vichas, ein gro√üer schlanker Mann mit schwarzen Haaren, ins Bett geh√∂ren. Eigentlich. Er ist erk√§ltet, hat dunkle Augenringe. Aber er wollte unbedingt den Besuch aus Belgien empfangen. Der Gewerkschaftsbund und der Freundes- und F√∂rderkreis Elliniko haben ihm gespendete Medikamente ...


So Wirkt Knoblauch Gegen Pickel

... sodass der Saft die betroffene Hautpartie bedeckt. Sobald die Fl√ľssigkeit getrocknet ist, schneiden Sie eine d√ľnne Scheibe vom Knoblauch ab. Mit der neu entstandenen Schnittfl√§che wiederholen Sie die Behandlung. Alternativ betr√§ufeln Sie einfach einen Wattepad mit dem austretenden Knoblauchsaft. Je √∂fter Sie Knoblauch gegen Pickel einsetzen, desto schneller und zuverl√§ssiger wirkt das Hausmittel. Mehrere Behandlungen √ľber den Tag verteilt sind ideal. Vorbeugend k√∂nnen Sie auch reine Hautstellen im Gesicht oder beispielsweise auf dem R√ľcke ...

So Wirkt Knoblauch Gegen Pickel

√ľbergeben. 35 Kilogramm. Eine riesige Hilfe f√ľr die t√§gliche Arbeit. Etwa 50.000-mal habe die Solidarische Klinik in Elliniko schon Patienten behandelt, erz√§hlt Vichas. H√§ufig hat der Arzt in dieser Zeit w√ľtende Briefe an das Gesundheitsministerium geschrieben und ver√∂ffentlicht. Wegen all der Wut in den Briefen ist man √ľberrascht √ľber die sanfte Stimme, mit der er √ľber die Katastrophen in seinem Land spricht. √úber die Krankenh√§user, die den M√ľttern ihre Neugeborenen vorenthielten, bis sie ihre Rechnung bezahlt h√§tten. Von der vielen Babynahrung, die Helfer regelm√§√üig an unterern√§hrte Kinder verteilen m√ľssten. Von den Geburtskliniken, wo Babys gestorben seien, weil es keine Nabelschnurklemmen gegeben habe. Vichas bezeichnet das als Mord . Es macht ihn fassungslos. Wer kein Geld hat, stirbt. Das neue Gesetz des Gesundheitsministers und der leichtere Zugang zu staatlichen Leistungen seien reine Kosmetik . Die Leute k√∂nnten sich zwar kostenlos behandeln lassen - aber sie warteten Monate auf einen Termin, der Zustand in den √∂ffentlichen Kliniken sei verheerend. Material und Ger√§te fehlen oder sind kaputt. Die Korruption sei geblieben. Noch immer verlangten √Ąrzte von Patienten Bestechungsgeld vor der Behandlung. Fakelaki hei√üen solche Umschl√§ge mit Geld. Das ist einer der Gr√ľnde, warum der Kardiologe Vichas so manchen seiner Krankenhauspatienten in die Solidarischen Kliniken holt, wenn sich deren Termine f√ľr ein EKG oder einen Ultraschall allzulange verz√∂gern. Aber er schickt auch Patienten zur√ľck in die √∂ffentlichen Kliniken - gegen deren Willen. Weil es ihm so sehr darum geht, politisch etwas zu bewegen. Wir m√ľssen das System weiter unter Druck setzen, damit es sich √§ndert. Jetzt huscht ein L√§cheln √ľber sein blasses Gesicht. Wir haben es als Bewegung geschafft, mehr als nur medizinische Behandlung zu bieten. Sie h√§tten Beziehungen zu den Patienten aufgebaut und b√∂ten mehr Qualit√§t. Darauf ist er stolz, denn davon ist das staatliche System weit entfernt. Deshalb geht f√ľr ihn und die anderen der Kampf weiter. ...